Hammer-Pfad: am hommerspfadt
Beleg
Standard-Flurname
Hammer-Pfad
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1784
Quelle
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 180, Weidelbach Nr. 1.
Weitere Belege
- 1773: am Hamerß Paht [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Weidelbach Nr. 3. - 1773: am Hammerspfadt [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 180, Weidelbach Nr. 1., fol. 21' - 1773: am Hommerß paht [Acker]
Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abteilung 360, Weidelbach Nr. 2.
Deutungen
Mittelhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Hammer
In der Regel zu ahd. hamar, hamer ‚Hammer‘, mhd. hamer st. M. ‚Hammer; Hammerwerk, Hammermühle‘. Einzelne Namen können sich auf Flure beziehen, deren Grundriss an einen Hammer erinnert (vgl. Klopfhammer). Die Mehrheit indessen verweist auf ehemalige, durch Wasserkraft getriebene Hammerwerke, in denen Metall zu Blechen gehämmert wurde (Eisenhämmer, Kupferhämmer) und deren Betrieb von ausreichender Wasserzufuhr (über einen Hammergraben oder Hammerkanal) abhing.
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M.N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. patos ‚Weg‘ ist.
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Pfad
Zu ahd. p(h)ad, mhd. phat st. M. N. ‚Fußweg, Pfad‘, das vielleicht eine Entlehnung aus griech. pátos ‚Weg‘ ist. Neben der standardsprachlichen Form mit anlautendem /pf/ aus /p/ stehen in der Mundart die Varianten /poːd/ und /peːd/. Die Belege aus FGesäß können daher als Diminutivformen hier angeschlossen werden.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hammer-Pfad: am hommerspfadt (Weidelbach)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/106435_am-hommerspfadt> (aufgerufen am 04.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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