Röhricht: vffm Roricht
Beleg
Standard-Flurname
Röhricht
Belegort
Belegtyp
historisch
Belegzeit
1600
Quelle
Fürstliches Archiv Birstein, Akten, Nr. 13385a.
Weitere Belege
- 1744: auf dem Röhrig
Staatsarchiv Marburg, Kataster I, Wettges, B 1., fol. 4
Deutungen
Südhessisches Flurnamenbuch (Hans Ramge)
Röhricht
Zu ahd. rôrah(i), mhd. rôrach, rœrach st. N. ‚Röhricht‘ bzw. dem zu rôr gehörigen Adj. rôreht ‚rohrartig‘, ‚mit (Schilf-)Rohr bewachsen‘. Röhricht ist eine Kollektivbildung zu Rohr und verweist als FlN auf mit Schilfrohr dicht bestandenes Gelände, Rohrdickicht. Die historischen Belege weisen relativ häufig die nicht umgelautete Form Rohrig auf, die rezent nur noch in Rohr(Odenwald) und Wembach vorkommt. Vereinzelt erscheint der Stammvokal zu /u/ gehoben (Braunshardt). Gelegentlich wurde der Name schon früh zersprochen bzw. umgedeutet (Groß-Zimmern). In Einzelfällen ist der FamN Röhrig o. ä. nicht auszuschließen.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Hessisches Flurnamenarchiv – Prof. Dr. Hans Ramge, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Röhricht: vffm Roricht (Wettges)“, in: Hessische Flurnamen <https://lagis.hessen.de/de/orte/hessische-flurnamen/alle-eintraege/10337_vffm-roricht> (aufgerufen am 11.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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