Schloss Willershausen

Bau / Ersterwähnung 2. Hälfte 13. Jahrhundert  
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Gemarkung
Willershausen
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Basisdaten

Auf dem Boden der ehemaligen Wasserburg im Ort Willershausen errichteten die Besitzer, die Familie der Treusche von Buttlar, Ende des 16. Jahrhunderts ein Schloss. Teile alter Wassergräben und der ehemalige Wehr- und Wohnturm erinnern an die Entstehungszeit im 13. Jahrhundert. 1757 wurde die Anlage über die Töchter an die Familien von Bibra und von Kutzleben weiter vererbt und als Gutsbetrieb geführt. Seit 1992 ist sie in Privatbesitz.

Weitere Namen

Altes Gutshaus

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg; Schloss

Lagebezug

19 km südöstlich von Eschwege

Lage

Die ehemalige Wasserburg lag im Südwesten von Willershausen an einem Bach. Willershausen, Bergring 4-8

Geschichte

Burggeschichte

In einem Seitental der Werra an einem Bach wurde vermutlich in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts eine Wasserburg errichtet. Die Erbauer selbst sind unbekannt, der Ort Willershausen war bis 1539 Lehen des Abtes von Fulda und ging dann in den Besitz der hessischen Landgrafen über. Vermutlich waren die Treusche von Buttlar schon seit dem 14. Jahrhundert die Lehnsmänner auf der Burg. 1539/40 erwarben die Landgrafen von Hessen die fuldischen Lehen im Ringgau. Die Treusche von Buttlar erhielten von ihnen Gericht und Burg Brandenfels als Lehen und können so ihren Besitz um Herleshausen festigen. 1585 bestätigte Landgraf Wilhelm von Hessen-Kassel die Lehen wie im Ökonomischen Staat von 1985 beschrieben. 1591/92 bauten die Treusche von Buttlar die Burganlage um. Im Dreißigjährigen Krieg wurden das Gut, die Kirche und das Dorf zerstört. Nach 1648 erfolgte die Umwandlung in einen Gutshof. Der ehemalige Burgturm wurde mit einer Fachwerkkonstruktion überbaut, weitere neue Ökonomiegebäude umstanden den langgestreckten Wirtschaftshof (Inschrift von 1693); das heutige Herenhaus wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet.
1757 starb die Familienlinie der Treusch von Buttlar zu Willershausen aus, das Anwesen kam über die Töchter je zur Hälfte an die Familien von Kutzleben und von Bibra, 1824 zum Teil an die hessischen Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld. Diese verpachteten den landwirtschaftlichen Gutsbetrieb. 1889 Erwerbung des zweiten Anteils durch die Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld
1992 Verkauf an Privat

Ersterwähnung

2. Hälfte 13. Jahrhundert

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Von der mittelalterlichen Burg sind nur noch ein Eckturm und Teile der Wassergräben vorhanden. Von der Befestigung blieb ein Turm, der im Spätmittelalter als Wohn- und Wehrturm ausgebaut wurde. An ihn grenzt das heutige Herrenhaus an. Der Fachwerkbau stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, vermutlich von 1800. Ein langgestreckter Bau mit einem massiven spätgotischen Untergeschoss schließt sich östlich an. Der Fachwerkoberbau stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Denkmaltopographie

DenkXweb Schloss, Bergring 4-8

Burgtyp

Bautyp

Wasserburg; Herrenhaus

Rechtstyp

Ministerialensitz

Funktionstyp

Adelssitz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schloss Willershausen“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/7604_schloss-willershausen> (aufgerufen am 30.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/7604

Indizes

Die Lage von Willershausen (Burg) im Orthofoto