Rittergut Völkershausen

Entstehungjahr unbekannt  
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Gemarkung
Völkershausen
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Basisdaten

Von der alten Burg über der Werra gibt es keinerlei Baureste, der ansässige Adel residierte schon im ausgehenden Mittelalter im Ort im sog. Roten Schloss. Der heutige Gutshof geht auf Gebäude des 18. Jahrhunderts zurück. Im folgenden Jahrhundert wird der Landschaftspark mit einer hohen Sandsteinmauer umgeben, die Gebäude modernisiert und für Repräsentationszwecke hergerichtet, so auch durch den Anbau einer zweistöckigen Veranda mit Blick auf die Werra.
Ein Großbrand im Jahre 1916 vernichtet große Teile des Wirtschaftshofes; sie werden 1921/22 überwiegend mit modernen Baumaterialien im Stil der Neurenaissance wieder errichtet. Die Anlage ist im Besitz der Familie von Diersburg.

Weitere Namen

Rote Schloss (1630 durch Brand zerstört)

Historische Namensformen

Ortstyp

Schloss

Lagebezug

7,5 km ostsüdöstlich von Eschwege gelegen

Lage

Im Südosten von Völkershausen gelegen (Dorfstrasse 45-49 - Herrenhaus Nr. 47).

Geschichte

Burggeschichte

Auf einem Sporn an der Nordostspitze des Schlierbachwaldes lag über einem Bogen der Werra eine frühe Burg, die völlig verschwunden ist. Es gibt auch keinerlei schriftliche Nachweise über den Bau, die Zerstörung oder den Abriss. Die Familie von Völkershausen wohnte im Ort, die späteren Besitzer im sog. "Roten Schloss".
Fulda, Kloster1425 haben die von Eschwege zu Völkershausen zunächst nur das Rittergut (sog. Kemnate) Völkershausen vom Abt von Fulda als Lehen inne. 1490 verleihen der Dechant Johannes Fockel und der gesamte Konvent an St. Bonifatius in Großburschla das Dorf Völkershausen an die Brüder Urban und Hans von Eschwege. In den fuldischen Belehnungsurkunden der frühen Neuzeit findet sich die Formulierung Dorf samt der Kemnaten. Von denen von Eschwege gelangen Gut und Dorf 1568 an die Familie von Wehren sowie Huhn von Ellershausen. Die Verwandten von Eschwege kaufen das Gut 1592 bzw. 1612 zurück. Um 1630 wird das wegen des genutzten Sandsteins so genannte Rote Schloss im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Reinhard von Eschwege veräußert es 1650 an den hessischen General Johann Geyso, dessen ältester Sohn sich in Völkershausen niederlässt und das Schloss zum Teil wieder aufbaut.
1722 verkauft die Familie schließlich an den hessischen Generalmajor Wolf Dietrich Freiherr von Verschuer. 1750 fällt die Herrschaft an den hannoverschen Bergbeamten Justus Friedrich von Hattorff (1708-1766) und schließlich 1798 an die Landgräfin Wilhelmine von Hessen-Philippstal. 1804 gelangt es an den bürgerlichen Kaufmann Huschke und schließlich 1872 an die Familien von und zu Gilsa, in deren Besitz das Gut heute noch ist.
Die Gebäude der heutigen Schlossanlage stammen überwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wurden nach einem Brand von 1916 restauriert.

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Die hakenförmige Hofanlage mit Herrenhaus stammt überwiegend aus der Zeit von 1728/1729. Im Gebäudekomplex des Ritterguts wird 1720 eine Patronatskirche errichtet, vermutlich mit Mauern des alten "Roten Schlosses".
1802 baut Landgräfin Wilhelmine Luise von Hessen-Philippsthal-Barchfeld das Herrrenhaus als klassizistischen Fachwerkbau mit Schmuckfassaden um. Der Landschaftspark wird 1882 mit einer hohen Sandsteinmauer umgeben, eine zweistöckige Veranda südlich an das Herrenhaus mit Blick auf die Werra angebaut. Die Wirtschaftsgebäude werden modernisiert; sie stammen größtenteils aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Denkmaltopographie

DenkXweb Stiftsgut

Burgtyp

Bautyp

Schloss

Funktionstyp

Adelssitz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Rittergut Völkershausen“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/7586_rittergut-voelkershausen> (aufgerufen am 01.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/7586

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