Burg Leichberg

Die Lage von Leichberg im Orthofoto
Basisdaten
Von der einstigen Burg Leichberg auf der Kuppe des Leuchtberges ist nur noch ein Graben mit Vorwall vorhanden. Der heutige Bismarckturm steht auf dem höchsten Punkt des Leuchtberges in 369 m Höhe. Der quadratische 26 m hohe Turm ist aus Sandstein 1903 zu Ehren des Fürsten Otto von Bismarck an der Stelle eines ehem. Wartturmes errichtet worden. Von den Aussichtsplatformen aus kann man das gesamte Eschweger Becken bis zum Hohen Meißner und ins Eichsfeld überblicken.
Weitere Namen
Großer Leuchtberg
Bismarckturm
Lichenberg
Historische Namensformen
- de Lichperg (1283) [Eckhardt, Rechtsgeschichte der Stadt Eschwege 1, S. 32-33, Nr. 35]
Ortstyp
Burg
Lagebezug
40 km ostsüdöstlich von Kassel gelegen
Lage
1,7 km östlich der Stadtmitte von Eschwege auf der Kuppe des Großen Leuchtberges (318,7 m)
Geschichte
Burggeschichte
Auf dem Berg sind die Reste einer ringförmigen Wallgrabenanlage erkennbar, die vermutlich aus dem 10. Jahrhundert stammt. Gemäß R. Knappe befand sich vielleicht eine mittelalterliche Burg an jenem Ort, wo vorher möglicherweise ein frühgeschichtlicher Siedlungsplatz gewesen war. Nach dem Berg benannte sich die Familie derer von Leichberg (Lychberg); sie wurden urkundlich von 1288 bis 1415 erwähnt, doch ist nicht gesichert, ob diese auf dem Berg eine Burg besaßen. 1348 waren die Brüder Jon, Eilmar und Rudolph Leichberg Burgmänner zu Eschwege. Für 1580 ist ein Hof unterhalb des Berges nachgeweisen, mit dem die Besitzer dem Kloster Bursfelde zinsflichtig waren. Für 1602 wird eine Warte genannt, deren Stumpf am Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Berg noch existierte und der 1902 abgebrochen wurde. An dieser Stelle erhebt sich nun ein quadratischer, 26 m hoher Bismarckturm, den man 1903 dort errichtet hat.
Ersterwähnung
1288
Bau und Baugeschichte
Baugeschichte
Die Wallanlage auf dem Leichberg wird in der Literatur ohne Begründung in das 10. Jh. datiert.
Denkmaltopographie
Burgtyp
Bautyp
Höhenburg; Wallnurg
Funktionstyp
Adelssitz
Nachweise
Literatur
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 67
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 297 (Leichberg)
- Denkmaltopographie Werra-Meißner-Kreis II, S. 283 (Bismarckturm)
- Klaus Sippel, Archäologische Bodendenkmäler, in: Geschichte der Stadt Eschwege, S. 20-34 hier S. 29
- Hanno Beck, Der Leuchtberg - Wahrzeichen Eschweges, in: Das Werraland 16 (1964), Heft 2, S. 24-31
EBIDAT
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Lageort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Jüdische Friedhöfe
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
- Urkataster+
Personen
Quellen und Materialien
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Burg Leichberg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/6286_burg-leichberg> (aufgerufen am 25.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/6286