Schloss Fürsteneck

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Eiterfeld
Landkreis
Fulda
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Basisdaten

Die zu einem Schloss ausgebaute Burg Fürsteneck ist eine spätmittelalterliche Burggründung der Fürstäbte von Fulda. Fuldische Lehnsleute, Burgmannen und Amtsleute saßen hier. Mehrfach verpfändete das Stift Fulda die Burg an den regionalen Adel, so an die von Buchenau, von Tann, von Holzheim und andere. Im 18. Jahrhundert ließ Fürstabt Adalbert von Schleifras die Gebäude erneuern, nachdem er die Burg für das Stift Fulda zurückgekauft hatte. Seit der Säkularisation 1803 bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage als Domäne genutzt. Seit 1952 dient das renovierte und unter weitgehender Wahrung der originalen Bausubstanz zur Heimvolkshochschule umgebaute Schloss als Fortbildungsstätte, "Akademie Burg Fürsteneck", mit Beteiligung des Landes Hessen.

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg; Schloss

Lagebezug

12 km nördlich von Hünfeld

Lage

Auf einer Hochebene unweit von Eiterfeld gelegen.

Geschichte

Burggeschichte

Die Burg Fürsteneck wurde durch die Äbte von Fulda im 14. Jahrhundert angelegt. Sie diente der Sicherung der Nordgrenze des Stiftsbesitzes und wurde erstmals 1330 erwähnt. Ministerialen und Burgmannen der Äbte von Fulda wohnten hier. Die Anlage wurde mehrfach verpfändet, so 1364 durch Heinrich von Kranlucken, den Abt von Fulda, an die von Familie von Buchenau (Buechinouwe). Zu der Burg gehörten auch das dortige Amt und Gericht mit allen Rechten, Einkünften und allem Zubehör. Mit diesem Rechtsgeschäft entstand ein Lehnsverhältnis zwischen den Parteien.
1550 übernahm Hartmann von Boyneburg, Amtmann in Fürsteneck, die Burg von Fulda. Wiederum war ein Treuegelöbnis damit verbunden. Die baufällige Anlage sollte durch den neuen Besitzer renoviert werden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört. Unter dem Fuldaer Fürstabt Adalbert von Schleifras zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde sie erweitert und diente zeitweise als Sommersitz der Fuldaer Äbte. Im 19. Jahrhundert war die Burg staatliche Domäne.

Bau und Baugeschichte

Baubeschreibung

Die Burg ist wohl im 14. Jahrhundert errichtet worden. Zum spätmittelalterlichen Baubestand zählen Teile der Ringmauer, der Wohngebäude sowie der in die Ringmauer integrierte quadratische Bergfried. Die Hauptburg hatte einen fast quadratischen Grundriss. Um 1550 wurde sie als verfallen bezeichnet, 1708/09 durch den Fürstabt von Fulda wieder hergestellt.

Denkmaltopographie

DenkXweb Burg Fürsteneck

Burgtyp

Bautyp

Burg; Schloss

Rechtstyp

Ministerialensitz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schloss Fürsteneck“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/5755_schloss-fuersteneck> (aufgerufen am 30.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/5755

Indizes

Westseite von Burg Fürsteneck, 2010Blick durch das Burgtor in den Innenhof von Burg Fürsteneck, 2010Romanisches Doppelfenster am Bergfried von Burg Fürsteneck, 2010Gotische Tür- und Fenstergewände an der Burghalle von Burg Fürsteneck, 2010Innenhof mit Nordturm der Burg Fürsteneck, 2010Südlicher Innenhof und Burgtor der Burg Fürsteneck, 2010Sandsteinrelief des Fuldaer Fürstabts von 1710 am Wirtschaftsbau der Burg Fürsteneck, 2010Die Lage von Fürsteneck im OrthofotoGrundriss und Nutzungsplan der Burg Fürsteneck, 2010Grundriss der Burg Fürsteneck