Burg Ebersburg

Bau / Ersterwähnung 1100/1271  
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Gemarkung
Ebersberg
Landkreis
Fulda
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Basisdaten

Nahe dem Ort Poppenhausen lag auf einem 688 m hohen Bergkegel die Burg Ebersberg/Ebersburg, die vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Sie war der Stammsitz der Herren von Ebersburg, einem bedeutenden Rittergeschlecht in der Rhön. Mehrfach wurde sie in Konflikten mit den Äbten von Fulda zerstört und wieder aufgebaut. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte sie zum Königreich Bayern, das eine Sicherung der Ruinen veranlasste und die beiden Türme befestigen ließ. Heute ist die große und weithin sichtbare Burganlage im Besitz des Landes Hessen. Die Aussichtsplatform bietet einen herrlichen Rundblick über die Rhön.

Vorbemerkung Namensformen

Ein Beleg für 1219, wie in der Literatur genannt [Knappe, Burgen in Hessen, S. 206 f. u. 267] ist nicht zu finden.

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg

Lagebezug

15 km südöstlich von Fulda

Lage

Etwa 3 km südöstlich von Weyhers auf einem 689 m hohen Bergkegel der Hohen Rhön.

Geschichte

Burggeschichte

Vielleicht schon um 1100 errichtete Burg, ein Beleg in den Quellen ist nicht zu finden. Die Erbauer sind nicht bekannt, doch war die Anlage seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der Ritter von Ebersburg. Territoriale Konflikte mit den Äbten von Fulda führten über eine lange Zeit zu kriegerischen Auseinandersetzungen. So ließ der Fuldaer Abt Bertho II. von Leibholz die Burg als Raubritternest 1270 zerstören. Hermann von Ebersberg geriet dabei in Gefangenschaft und wurde in Fulda hingerichtet. Gegen diese Machtdemonstration verbündeten sich zahlreiche Ritter des regionalen Adels, ermordeten den fuldischen Abt, wodurch die Kampfhandlungen weiter andauerten. Erst 1395/96 gelang eine Aussöhnung mit Fulda und die Ebersburg wurde wieder aufgebaut. Die Burg lag nun in Händen einer Ganerbengemeinschaft, die die Lehnshoheit des Abtes in Fulda anerkannte. In mehreren Burgfriedensverträgen wird diese Gemeinschaft aus den Ebersburger, den Herren von Steinau, genannt Steinrück und einem Nebenzweig in Weyers genannt. Besonders bedeutsam ist der Burgfriede von 1430. Er regelt wie die acht Ganerbenfamilien die Burg unterhalten sollen, wie sie bewohnt und im Kriegsfall geschützt werden kann. Sie diente wohl als eine Art gemeinschaftlicher Rückzugsort. 1446 wird erstmals eine Kapelle in der Burg erwähnt.
Vermutlich wurde die Anlage seit der Mitte des 16. Jahrhunderts nicht mehr genutzt und verfiel, da die Familie von Ebersberg ihren Wohnsitz nach Gersfeld verlegte. 1777 wurde die Burg an das Fürstabtei Fulda verkauft und kam 1803 an das Königreich Bayern. Die Bauern der Umgebung nutzen die Anlage intensiv als Steinbruch bis 1854 das Königreich Bayern die Ruine durch Baumaßnahmen absichert.
Heute ist sie im Besitz des Bundeslandes Hessen und wird vom Forstamt Hofbieber Hessenforst genutzt.

Ersterwähnung

1100/1271

Letzterwähnung

1560

Bau und Baugeschichte

Baubeschreibung

Von der mehreckigen Kernburg sind große Teile der Umfassungsmauern erhalten. An der südlichen Seite steht ein Bergfried mit quadratischen Unterteil aus staufischer Zeit und rundem Oberbau aus dem 14. Jahrhundert. Der runde Turm an der Nordseite der Anlage sowie die Vorburg stammen ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert. Von dieser sind nur wenige Mauer- und Wallgrabenreste erhalten.

Burgtyp

Bautyp

Höhenburg

Rechtstyp

Stammsitz; Ganerbenburg

Funktionstyp

Adelssitz

Nachweise

Literatur

EBIDAT

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Ebersburg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/5549_burg-ebersburg> (aufgerufen am 30.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/5549

Indizes

Die Lage von Ebersburg (Burg) im Orthofoto