Burg Heiligenberg

Bau / Ersterwähnung 1180/86  
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Gemarkung
Gensungen
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Basisdaten

Die Burg Heiligenberg liegt auf einem Berg gleichen Namens östlich von Gensungen. Die 1186 erwähnte Anlage wurde von den Mainzer Erzbischöfen errichtet und diente als lokaler Stützpunkt gegen die Landgrafen von Thüringen. Im Zentrum der Hauptburg befand sich der runde Bergfried. Die Burganlage wurde 1401 zerstört, danach aber weiterhin u. a. als hessischer Amtssitz genutzt. Rekonstruierte Toranlage an der nordöstlichen Ecke der Vorburg 1954 nach einer Vorlage aus den Jahren 1935-39.

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg

Bezeichnung der Siedlung

  • castellum (1186)
  • castrum (1233)
  • Schloß (1471) [UA Karthause]

Lagebezug

12 km nordnordöstlich von Homberg (Efze) gelegen

Lage

1 km ostnordöstlich von Gensungen befinden sich die Reste einer mittelalterlichen Burg auf einem hohen Bergkegel gleichen Namens über dem rechten Ufer der Eder.

Geschichte

Burggeschichte

Auf dem Heiligenberg existierte vermutlich bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. eine Befestigungsanlage. Im Zuge seiner Auseinandersetzungen mit den thüringischen Landgrafen ließ der Mainzer Erzbischof Konrad I. eine Burg auf dem Heiligenberg errichten. Im Rahmen der Herausbildung der Landgrafschaft Hessen kam es zwischen Mainz und Landgraf Heinrich I. zu heftigen Kämpfen um die Heiligenburg, der die Burg 1273 schließlich einnehmen und zerstören konnte. Erst im Jahr 1401 ließ Landgraf Hermann II. die Burg auf dem Heiligenberg wiedererrichten. Während des Siebenjährigen Krieges ereigneten sich am Heiligenberg mehrere kleine Scharmützel. Zudem lagerten im Jahr 1761 mehrere französische Einheiten über einen Zeitraum von sieben Wochen auf dem Heiligenberg.

Ersterwähnung

1180/86

Letzterwähnung

1471

Besitzgeschichte

Vor der Errichtung der Burganlage gehört der spätere Burgberg wahrscheinlich zum Besitz der Edlen bzw. Vizegrafen von Felsberg. Ende des 12. Jahrhunderts setzt das Mainzer Erzstift auf Burg Heiligenberg Burgmannen ein, von denen sich eine Familie zwischen 1196 und 1268 von Heiligenberg nennt. 1232 nimmt Konrad von Thüringen die Heiligenburg ein und zerstört sie. Im Jahr 1247 wird die Burg durch mainzische Burgmannen aus der Familie der von Wolfershausen wiederhergestellt. Nach der im Jahr 1401 erfolgten Wiedererrichtung der 1273 erneut zerstörten Burg, werden auf der Heiligenburg hessische Amtsleute eingesetzt, so etwa Henne und Hermann Riedesel. Im Jahr 1471 übereignet Landgraf Ludwig II. dem Kartäuserkloster Eppenberg die bereits verfallene Burganlage zur Errichtung einer Kapelle.

Adel

Herren von Heiligenberg (1198-1268)

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

1247 wurde die Burg nach einer Zerstörung wieder aufgebaut. Gleiches geschah 1401. Bei der Errichtung des sog. Gau-Ehrenmals wurde die Ruine der Heiligenburg 1935/39 in Teilen freigelegt und aufgemauert. Zwischen 1956 und 1960 wurden Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt.

Baubeschreibung

Bei der Heiligenburg handelte es sich um eine Gipfelburg, die sich aus Vor- und Hauptburg zusammensetzte. Im östlichen Bereich der Kernburg befindet sich noch heute der Stumpf des früheren Bergfrieds.

Erhaltungszustand

1954 rekonstruierter Torbau an der nordöstlichen Zugangsseite des Burgbergs.

Burgtyp

Bautyp

Höhenburg; Gipfelburg

Funktionstyp

Amtssitz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Heiligenberg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/5007_burg-heiligenberg> (aufgerufen am 07.05.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/5007

Indizes

Die Lage von Heiligenberg (Burg) im Orthofoto