Burg Hornsberg

Hohlwegbündel bei Burg Hornsberg, 2007
Basisdaten
Auf einer Kuppe des Seulingswaldes nahe an der Grenze zu Thüringen liegen die Reste einer kleinen mittelalterlichen Burg. Sie wurde vermutlich im 12. Jahrhundert errichtet und gehörte zum Besitz der Reichsabtei Fulda, die die Anlage an das Rittergeschlecht der von Hornsberg als Lehen vergab. 1214 wird ein Hinricus de Hornesberc als Zeuge genannt. Das Geschlecht starb zu Ende des 15. Jahrhunderts aus und die Burg verfiel. Heute verläuft durch die Burganlage die Grenze zwischen Hessen und Thüringen.
Weitere Namen
Hornskuppe
Historische Namensformen
- Hinrich de Hornesberc (1214) [HStAM Best. Urk. 77 Nr. 1226 Digitalisat]
- munitio Hornsberg (1294) [Urkundenbuch Hanau 1, S. 541-542, Nr. 746; HHStAW Best. 3001 Nr. 29, fol. 30 1]
- Schloß Hornsßburgk (1579) [HStAM, S, 320, Digitalisat, S. 74]
Ortstyp
Burg
Lagebezug
22 km östlich von Bad Hersfeld
Lage
Rund 2,6 km nordnordwestlich der Stadtmitte von Heringen westlich über Widdershausen.
Geschichte
Burggeschichte
Im späten 12. oder zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Burg auf einer Kuppe des Seulingswaldes errichtet. Vermutlich ließ die Reichsabtei Fulda sie zum Schutz ihrer Besitzungen im Werratal anlegen und gab sie den Rittern von Hornsberg als Lehen. 1214 wurde Heinrich von Hornsberg erwähnt, weil er eine Bürgschaft für das Stift Rasdorf leistete; 1294 wurde die Burg durch das Kloster an das Reich verpfändet, wieder eingelöst und wahrscheinlich im 14. Jahrhundert bereits aufgegeben. Die Familie von Hornsberg starb bereits 1484 aus. Im Salbuch des Amtes Friedewald von 1579 wird die Burg bereits als Wüstung bezeichnet.
Ersterwähnung
1214
Bau und Baugeschichte
Baugeschichte
Die Burg liegt auf einem nach Nordosten vorspringenden Bergsporn, direkt auf der heutigen Grenze zwischen den Bundesländern Hessen und Thüringen.
Das trapezförmige Plateau hat eine Größe von ca. 42 x 30 m Größeauf dem eine Wall-Graben-Anlage verläuft. Der Graben ist rund 7 m tief und trennt die Burg von Hinterland ab. Bei Ausgrabungen wurden im Südwesten des Plateaus ein in Ost-West-Richtung verlaufender Mauerzug mit Buckelquadern freigelegt. Dieser stammt wahrscheinlich von einem Turm, möglicherweise dem Bergfried. Weitere Mauerzüge befinden sich im Nordosten des Areals.
Burgtyp
Bautyp
Spornburg
Rechtstyp
Ministerialensitz; Landesburg
Funktionstyp
Adelssitz
Nachweise
Literatur
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 183
- Wartburgkreis, Süd. Archäologischer Wanderfürhrer Thüringen, S. 22-24
- Sippel, in: Fundberichte aus Hessen, 26/2 (1976), S. 553 f
- Sippel, in: Fundberichte aus Hessen 1986, S. 553 f
- Sippel, in: Fundberichte aus Hessen 1991, S. 451 f
- Seib, Untersuchungen auf der Burg Hornsberg, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Bd. 80 (1969), S. 118-126
- Küther, Das Geschlecht von Hornsberg, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Bd. 80 (1969), S. 127-154
- Bleibaum, Kreis Hersfeld
- Ziegler, Burgen und Schlösser im östlichen Teil des Kreises Hersfeld, in: Heimatkalender des Kreises Hersfeld, S. 46-47
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 250
EBIDAT
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Lageort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Topografische Karten
- Urkataster+
Personen
Quellen und Materialien
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Burg Hornsberg“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/3155_burg-hornsberg> (aufgerufen am 20.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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