Schloss Louisenthal

Schloss Louisenthal
Basisdaten
Ursprünglich trug das kleine Schloss den Namen Charlottenthal: Georg Friedrich von Waldeck hatte es in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts für seine Ehefrau Charlotte bauen lassen. Den Namen Louisenthal erhielt es 1711 nach der Ehefrau Friedrich Anton Ulrichs von Waldeck. Zwischen 1711 und 1720, während das Residenzschloss Arolsen erbaut wurde, wohnte das Waldecker Fürstenpaar im Lustschloss Louisenthal. Danach wurde der Hauptbau 1725 abgetragen. Die Neubaupläne wurden nicht verwirklicht.
Weitere Namen
Schloss Charlottenthal (bis 1711)
Lustschloss Louisenthal (ab 1711)
Favorita, die (1721/25)
Luisenthal
Ortstyp
Schloss
Lagebezug
etwa 1,5 km westlich vom Residenzschloss Arolsen
Lage
Das Schloss lag westlich der Straße von Helsen nach Mengeringhausen am Ende der Großen Allee.
Geschichte
Burggeschichte
Während des Baus des Residenzschlosses Arolsen wohnten Fürst Friedrich Anton Ulrich von Waldeck und seine Frau Louise im Schloss Louisenthal.
Laufzeit
1663–1725
Besitzgeschichte
Das Lustschloss Louisenthal war im Besitz der Grafen von Waldeck.
Abgang
1725 wurde der Hauptbau abgetragen, die Seitenflügel einige Zeit später. Für die Zeit danach s. Siedlung Louisenthal
Sonstiges
1895: 2 Wohnhäuser mit 23 Bewohnern
Bau und Baugeschichte
Baugeschichte
In den Jahren 1663 bis 1668 ließ Georg Friedrich von Waldeck das Schloss als Sommerresidenz für seine Gemahlin Charlotte von Nassau-Siegen errichten, Baumeister war Hans Jakob Bach aus Rhoden (1618-1673). Unter Leitung des Baumeister Anton Heinrich Horst wurde das Schloss neu hergerichtet und erhielt 1711 den Namen Louisenthal, nach der Ehefrau Friedrich Anton Ulrichs von Waldeck. Die Neubaupläne, die Franz Friedrich Rothweil entworfen hatte, kamen nicht zur Ausführung.
Baubeschreibung
Der langrechteckige Hauptbau des Schlosses war eingeschossig und hatte ein Mansarddach mit mehreren Gauben. Zwei langestreckte freistehende Seitenflügel mit quadratischen Eckpavillons waren ebenfalls eingeschossig mit einfachem Mansarddach und begrenzten den Platz vor dem Schloss. Vor der Schlossanlage befanden sich zwei Teiche, zwischen denen die Große Allee direkt auf das Schloss zu führte.
Erhaltungszustand
Es haben sich keine Reste erhalten.
Burgtyp
Bautyp
Schloss
Rechtstyp
Residenzschloss
Funktionstyp
Wohnsitz
Nachweise
Literatur
- Hessischer Städteatlas Arolsen, Textheft, S. 28
- Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 2, S. 127
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Lageort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Jüdische Friedhöfe
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schloss Louisenthal“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/15519_schloss-louisenthal> (aufgerufen am 14.06.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/15519
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