Schloss Lüderbach

Bau / Ersterwähnung 1560  
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Gemarkung
Lüderbach
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Basisdaten

Das heutige Schloss Lüderbach steht auf dem Boden einer ehemaligen Burg der Treusch von Buttlar. Schon um 1560 wurde die mittelalterliche Burg völlig umgestaltet, dann durch die neuen Besitzer im 17./18. Jahrhundert in ein Schloss umgebaut. Zum Rittergut gehört auch eine Mausoleumspyramide auf einem Hügel östlich außerhalb des Dorfes. Sie wurde nach dreijähriger Bauzeit 1779 fertig gestellt. Heute ist das Gut in Privatbesitz. Nach einem Brand im Jahre 1974 wurde das Schloss renoviert.

Weitere Namen

Schloss der Herren von Capellan
Rittergut

Historische Namensformen

Ortstyp

Schloss

Lagebezug

13,5 südsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage

Das Schloss liegt in Lüderbach, Altefelder Straße 2, am westlichen Ortsrand etwa 2 km von der thüringischen Landesgrenze entfernt im südöstlichen Gebiet der Gemeinde Ringgau.

Geschichte

Burggeschichte

Über die Entstehungszeit der Burg in Lüderbach, die die Treusch von Buttlar errichtet hatten, gibt es keine eindeutigen Angaben. Einerseits wird vermutet, dass zwischen 1329 und 1445 eine Burg in Lüderbach gebaut wurde, andererseits erhielten die Treusch von Buttlar erst nach 1445 die Güter des Augustinerklosters Eschwege im Ort als Lehen, was für eine spätere Bauzeit spricht.
Um 1560 wurde der Kern des heutigen Schlosses durch die von Buttlar auf den Resten der alten Burg als Herrensitz angelegt. 1619 verkauften die von Buttlars ihr Rittergut an Reinhard und Heinrich Ludwig Scheffer, Fürstlicher hessischer Kanzler bzw. Kammermeister, am Hof in Kassel. Sie holten dazu die Genehmigung von Herzog Johann Ernst zu Sachsen ebenso ein, wie die des Landgrafen Moritz von Hessen.
Die Tochter von Johann Scheffer heiratete 1627 den Oberhofmarschall Wilhelm von Capellan und Brachte die Burg mit in die Ehe ein. Nach dem Besitzwechsel gestalten die von Cappellan das Gebäude 1652 bis 1660 um, fügten den Mittelteil des heutigen Schlosses mit einem Vorbau hinzu. 1732 wurde die Schlossanlage erneut erweitert. Nach dem Aussterben der Familie von Cappellan fiel 1776 das Anwesen als Lehen an die Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld. Nach dem ersten Weltkrieg verkauften diese den Gutsbetrieb und das Herrenhaus an Privat.

Ersterwähnung

1560

Besitzgeschichte

1445 Treusch von Buttlar
1619 Brüder Scheffer
1627 von Capellan
1776 Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Um 1600 bestand der Gutshof aus einem zweigeschossigen massiven Steingebäude mit Walmdach, an das sich nach Süden ein runder Treppenturm, ein Fachwerkgebäude mit Steinsockel, eine Toreinfahrt und abschließend ein Wirtschaftsgebäude anschlossen. Die Familie von Cappelle baute die Anlage zu einem Schloss mit Mausoleum um. Die Grabpyramide besteht aus Bruchstein, ist bis in ca. drei Metern Höhe quadratisch angelegt. Darauf steht eine etwa fünf Meter hohe spitz zulaufenden Pyramide, die von einem Sockel mit Kugel bekrönt ist.

Baubeschreibung

Der Nordteil des heutigen Schlosses stammt aus der Zeit um 1560, der Mittelteil mit dem Vorbau aus den Jahren 1652 bis 1660. In den rechteckigen Vorbau wurde der ursprüngliche runde Treppenturm integriert. Ein seitliches Portal trägt die Jahreszahl 1652.

Denkmaltopographie

DenkXweb Schloss

Burgtyp

Bautyp

Herrenhaus

Rechtstyp

Lehnsburg; Ministerialensitz

Funktionstyp

Adelssitz

Nachweise

Literatur

EBIDAT

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schloss Lüderbach“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/15429_schloss-luederbach> (aufgerufen am 03.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/15429

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