Burg Haselstein

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Haselstein
Landkreis
Fulda
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Basisdaten

Auf einem 483 m hohen Basaltkegel südlich der Straße von Rasdorf nach Hünfeld stehen die Reste einer mittelalterlichen Burg, der Stammsitz der Familie von Haselstein. Vermutlich wurde sie bereits im 11. Jahrhundert gebaut und diente den Fuldaer Äbten seit dem 14. Jahrhundert als Amtssitz. Dieser wurde 1546 in den Ort verlegt, woraufhin die Burg verfiel und nur noch als Steinbruch genutzt wurde.

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg

Lagebezug

6 km östlich von Hünfeld

Lage

Die Burg liegt auf einem steilen Basaltkegel oberhalb der Ortschaft Haselstein.

Geschichte

Burggeschichte

Schon in einer Grenzbeschreibung von 780/81 wurde der Bergkegel "Hasalahastein" genannt, auf dem vermutlich im 11. Jahrhundert eine Burg errichtet wurde. Aussehen und Erbauer sind nicht bekannt, doch war die Burg Haselstein seit dem 12. Jahrhundert in fuldischem Besitz. Abt Marquardt (1150-65) hatte sie erobert, mit Burgmannen besetzt und am Fuße des Berges einen gleichnamigen Ort mit Marktrecht gegründet. Haselstein gehörte mit den Burgen Tann, Geisa, Fischberg und Rockenstuhl zu der Burgenlinie, die die fuldischen Äbte gegen die Herrschaft in Thüringen errichtet hatte. Ab 1170 erhielten die von Haselstein nun als fuldische Lehnsleute die Burg zurück. Sie wurden eine wichtige Stütze der Abtei Fulda, der sie als Ministerialen dienten.
1282 überträgt König Rudolf dem Grafen Eberhard von Katzenelnbogen die weltliche Verwaltung des zerrütteten und verarmten Klosters Fulda. Zur Sanierung erhielten das Kloster und der Abt u.a. Einkünfte aus Amt und Burg Haselstein. Der letzte Nachkomme aus der Familie war Heinrich von Haselstein, gestorben 1330, der Probst im Andreaskloster bei Fulda war.
Spätestens seit 1325 bestand in Haselstein ein Amtssitz von Fulda, der in der Folgezeit mehrfach verpfändet wurde, ebenso wie die Burg. Pfandnehmer war u.a. die Familie von Buchenau, seit 1506 die Familie von der Tann, die auch als Amtsleute in der Burg fungierten. Die Burg wurde zum letzten Mal 1512 erwähnt, als Dietrich von Ebersberg Amtmann auf Haselstein war. 1546 wird im Ort ein neues Amtshaus errichtet und die Burg verfiel.

Bau und Baugeschichte

Baubeschreibung

Von der alten Burg sind nur Teile der Mauern und die Seitenwände des Torturms vorhanden,

Denkmaltopographie

DenkXweb Burgruine Schloßberg

Burgtyp

Bautyp

Höhenburg

Rechtstyp

Ministerialensitz; Stammsitz

Funktionstyp

Adelssitz; Amtssitz

Nachweise

Literatur

EBIDAT

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Burg Haselstein“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/15281_burg-haselstein> (aufgerufen am 29.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/15281

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