Jagdschloss Neuenschmidten

Entstehungjahr unbekannt  
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Gemarkung
Neuenschmidten
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Basisdaten

Schon vor der Errichtung des Jagdschlosses unterhielten die Grafen von Ysenburg im Büdinger Wald eine alte Hammerschmiede. 1707 gründete Gräfin Maria Albertina zu Isenburg-Büdingen den zunächst Neue Schmiede genannten Betrieb bei Neuenschmidten. In seiner Nähe wurde nach 1720 ein Barockschloss errichtet, das zu Wohn- und Jagdzwecken genutzt wurde. Die Betriebsanlagen dienten im 19. Jahrhundert als Produktionsstätten für Eisenwaren, Keramikprodukte, Möbel und seit dem 20. Jahrhundert für die Herstellung von Holzspielwaren. In der Nähe des Schlosses steht eine Eiche, die vermutlich tausend Jahre zählt und zu den dicksten Eichen in Deutschland gehört.

Historische Namensformen

  • Hütten- und Hammerwerk Neuenschmiede (1732-1761) [Zitat nach Archivregest HStAM Best. 255 Nr. B 30]
  • Der Hammer [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]

Ortstyp

Schloss

Lagebezug

14 km nordöstlich von Gelnhausen

Lage

Brachttal-Neuenschmidten, Am Eisenhammer

Geschichte

Burggeschichte

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließen die Grafen von Isenburg-Büdingen in Brachtal einen Eisenhammer mit Hochofen und ein Schloss errichten. Dieser "Neue Schmiede" genannte Betrieb wurde 1707 durch die Gräfin Maria Albertina zu Büdingen-Isenburg mit privaten Geldgebern gegründet, die die Hälfte der Fabrikation besaßen. 1723 kaufte der gräflichen Kammerrat zu Meerholz Johann Wilhelm Schmidt sich ein und erwarb gleichzeitig das Recht das Hammer- und Schmelzwerk zu betreiben. Zur Anlage gehörten eine eigene Getreidemühle für die Arbeiter, eine Schnapsbrennerei, eine Brauerei mit Ausschank für die Fuhrleute, eine Bäckerei sowie ein Kramladen. Die Grafen von Büdingen errichten ein repräsentatives Verwaltungsgebäude im barocken Stil, das sie auch als Jagdschloss nutzten. Der Betrieb arbeitete jedoch nicht gewinnbringend, geriet mehrfach in einen Konkurs und erlebt einige Pächterwechsel. 1855 übernahm die Firma Buderus aus Wetzlar das Hammerwerk, verkaufte es 1875 wieder an die Familie von Isenburg, an Fürst Ferdinand Maximilian von Ysenburg-Wächtersbach. Die Industrieanlagen wurden weiterhin genutzt, zuerst als Sägewerk, dann als Küchenmöbelfabrik. 1950 wurden die Produktionshallen durch einen Brand zerstört, das Barockschloss Eisenhammer blieb erhalten.

Bau und Baugeschichte

Baubeschreibung

Das ehemalige Jagdschloss der Fürsten von Ysenburg-Büdingen in Brachttal ist als langgestreckter dreigeschossiger Bau angelegt. Es wurde im Barockstil errichtet und besteht aus einem aus massiven Steinen gebauten Erd- und erstem Obergeschoss. Das zweite Obergeschoss wurde in Fachwerk gebaut.

Denkmaltopographie

DenkXweb ''Neue Schmiede'', ehem. Jagdschloss

Burgtyp

Bautyp

Herrenhaus

Funktionstyp

Jagdschloss

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Jagdschloss Neuenschmidten“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/15130_jagdschloss-neuenschmidten> (aufgerufen am 30.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/15130

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