Stadtschloss Hanau

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Hanau
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
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Basisdaten

Das Hanauer Schloss war seit dem 15. Jahrhundert die Residenz der Grafen von Hanau-Dorfelden, deren Besitz im 19. Jahrhundert die Kurfürsten von Hessen-Kassel übernahmen. Die mittelalterliche Burg lag in einer Kinzigschleife im Norden der Stadt. Beide Gebäude ließen 1829 die Kurfürsten abbrechen, um einem Neubau Platz zu machen. Doch auch dieses Schloss fiel einer Zerstörung zum Opfer durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges in 1945. Die Stadt Hanau ließ die Trümmer in der Nachkriegszeit fast völlig abräumen und damit auch alle Reste der Vorgängerbauten.

Historische Namensformen

Ortstyp

Schloss

Lage

Hanau, Schlossplatz 1/2

Geschichte

Burggeschichte

Im Norden der Stadt lag in einer Kinzigschleife an der Stelle des Schlosses eine 1234 erstmals erwähnte Burg. Das alte Schloss wurde mit Bauresten dieser Burg und einem achteckigen Turm 1829 abgebrochen. Das neue Schloss wurde 1945 weitgehend zerstört.
Die Entstehungsgeschichte der Burg ist nicht eindeutig zu klären. Vermutet wird, dass die Herren von Buchen oder die von Niederdorfelden sich hier im 12. Jahrhundert niederließen und eine Niederungsburg anlegten.
Mit Reinhard I. von Hanau lässt sich ab 1243 die Familiengeschichte der Herren von Hanau präzise fassen. Die namengebende Burg Hanau wurde 1234 anlässlich einer Erbteilung erstmals ausdrücklich erwähnt. 1303 wurde die Siedlung Hanau zur Stadt erhoben. den Grafen von Hanau gelang es ihren Besitz erfolgreich zu vergrößern. 1429 wurde
Reinhard II. von Hanau durch Kaiser Sigismund in den Reichsgrafenstand erhoben. Die Burg verlor ihre Bedeutung als Familienwohnsitz, als 1701 außerhalb der befestigten Stadt Schloss Philippsruh als neue Residenz der Grafen von Hanau errichtet wurde. Sie starben 1736 aus und durch eine der beiden Erbtöchter des letzten Grafen fielen u.a. Hanau und Babenhausen an den Landgrafen von Hessen-Kassel. Im 19. Jahrhundert ließen die Kurfürsten von Hessen-Kassel 1829 den mittelalterlichen Baubestand des Stadtschlosses abbrechen, um einen repräsentativen Neubau im klassizistischen Stil zu errichten. Dieser fiel im 2.Weltkrieg den Bomben zum Opfer.

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Das ehem. Stadtschloss wurde bereits 1234 als castrum de Hagenowen erstmals erwähnt. Vom 14.-18. Jh. wurde die Burg mehrfach umgestaltet, ein barocker Neubau im späteren 17. Jh. errichtet. 1829 wurden die letzten mittelalterlichen Burggebäude abgebrochen. Das neue Schloss brannte 1945 völlig aus und wurde abgetragen. 1949-53 wurden das ehem. Regierungsgebäude (das heutige Stadtarchiv) und der Marstall (heute Stadthalle und Teil des Congressparks Hanau) wiedererrichtet.

Burgtyp

Bautyp

Niederungsburg

Rechtstyp

Stammsitz

Funktionstyp

Adelssitz; Amtssitz; Schloss

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Stadtschloss Hanau“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/15026_stadtschloss-hanau> (aufgerufen am 31.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/15026

Indizes

Detailplan der mittelalterlichen Kernburg des Stadtschloss Hanau bis zum Beginn des 17. JahrhundertGrundriss und Lageskizze der Burg Hanau, nach Karl Nahrgang, 1927Lageskizze der Burg Hanau, nach Karl Nahrgang, 1927