Schloss Gräfenhausen

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Gräfenhausen
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Basisdaten

Ortstyp

Burg, Schloss

Lage

In der Ortsmitte von Gräfenhausen (heute Altersheim "Ohly-Stift")
Weiterstadt-Gräfenhausen, Turmstraße 2.

Geschichte

Burggeschichte

In der Ortsmitte befand sich eine Wasserburg, von der keine Reste mehr erhalten sind. Hier entstand aus einer frühneuzeitlichen Schloßanlage das sog. Ohlystift (Altenheim). Die Wasserburg war von den Herren von Hagen angelegt worden und wurde von den Herren von Heusenstamm ausgebaut. 1658 verkauften diese an die Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt.

Laufzeit

13. Jahrhundert–

Besitzgeschichte

1225: Urkundliche Ersterwähnung des Ortes. Im Besitz der Herren von Heusenstamm. 1658: Nach langwierigen Verhandlungen durch Kauf an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. 1660 genehmigte Kaiser Leopold I. den Verkauf der Reichlehen und belehnte 1682 die Landgräfin Elisabeth Dorothea als Vormund ihres Sohnes Ernst Ludwig mit dem Reichslehen. 1832: Privatbesitz und Zersplitterung des Anwesens; in der Folgezeit mehrfacher Besitzwechsel (siehe hierzu: Hoch, 750 Jahre Gräfenhausen, S. 111). Seit 1887 im Besitz der Stadt Darmstadt (seit 1958 Altersheim "Ohly-Stift").

Funktion

Nebenwohnsitz der Herren von Heusenstamm; unter Hessen Wohnsitz landgräflicher Beamter; von 1775-1818 Invalidenheim; im Stadtbesitz Kinderbewahranstalt; heute Altersheim

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

In der zweiten Hälfte des 16. Jhs. und im 1. Jahrzehnt des 17. Jhs. Neu- bzw. Umbau zum Renaissanceschloss. Günther Hoch verweist auf einen (Bericht) des Hans Heinrich von Heusenstamm (ohne Quellenangabe) aus dem Jahre 1610. Demnach habe Hans Heinrich von Heusenstamm den Vorhof mit vier Scheuern und mehreren Stallungen neu errichtet, den Schlossbau erheblich erweitert sowie die Wehrhaftigkeit des Schlosses durch den Bau von drei Bollwerken verstärkt (siehe Hoch, 750 Jahre Gräfenhausen, S. 101, 104).
In der zweiten Hälfte des 16. Jhs. und im 1. Jahrzehnt des 17. Jhs. Neu- bzw. Umbau zum Renaissanceschloss. Günther Hoch verweist auf einen (Bericht) des Hans Heinrich von Heusenstamm (ohne Quellenangabe) aus dem Jahre 1610. Demnach habe Hans Heinrich von Heusenstamm den Vorhof mit vier Scheuern und mehreren Stallungen neu errichtet, den Schlossbau erheblich erweitert sowie die Wehrhaftigkeit des Schlosses durch den Bau von drei Bollwerken verstärkt (siehe Hoch, 750 Jahre Gräfenhausen, S. 101, 104).

Baubeschreibung

"Ausgedehnte Anlage, der alte Bestand stark verbaut. Am Südbau achtseitiger Treppenturm von 1555 mit Renaissance-Portal. Im Osten und Norden zwei Flügel, sog. neues Schloß, 2. Hälfte 18. Jh., mit Mansarddach. - Ehemals zugehörend Haus Turmstraße 13 mit dem für die Darmstädter Umgebung typischen schlichten geschwungenen Giebel, Ende 16. Jh." (Dehio, S. 346)

Burgtyp

Bautyp

Wasserburg; Schloss

Rechtstyp

Reichslehen;

Funktionstyp

Wohnsitz

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schloss Gräfenhausen“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/14819_schloss-graefenhausen> (aufgerufen am 13.07.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/14819

Indizes

Die Lage von Gräfenhausen, Schloss im Orthofoto