Niederburg Großenlüder

Entstehungjahr unbekannt  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Gemarkung
Großenlüder
Landkreis
Fulda
AEC416D7-3050-4A60-B27E-A826B70B90DD

Basisdaten

Schon in Quellen des 8. und 9. Jahrhunderts, der Grenzbeschreibung in der Stiftung des Karolinger Karlmann an Fulda und der "Vita Sturmii", wird der Lüderfluss genannt, an dessen Ufer eine Kirche (820) und ein Hof standen (1015). Erstmals taucht 1197 eine nach dem Ort sich bezeichnende Adelsfamilie von Lüder auf. In dem Ort bestanden drei Burgen, die Vorder- oder Fröschburg (später Dechantsburg), die Niederburg und die Hinter- oder Döringsburg. Von allen drei Burgen ist wenig erhalten.

Weitere Namen

Altenburg
Froschburg

Vorbemerkung Namensformen

Die Zuordnung der frühen Quellenbelege ohne präzisierenden Zusatz bereitet Schwierigkeiten, da auf alle Burgen in Großenlüder zutreffen können. Vgl. daher auch Vorderburg Großenlüder und Hinterburg Großenlüder

Historische Namensformen

Ortstyp

Burg

Lagebezug

10 km nordwestlich von Fulda

Lage

Die Burg stand im Unterdorf unterhalb des Lindenberges, Haus Märecke 6

Geschichte

Burggeschichte

Zur Sicherung einer alten Straße am Westrand des Fuldaer Landes bauten die Herren von Lüder drei Burgen im Ort. Sie dienten den Äbten von Fulda, die den Ort vermutlich seit dem 8. Jahrhundert besaßen. Die Familie wurde erstmals 1116 namentlich erwähnt und starb 1752 aus. 1390 wurde das Lehen der von Lüder durch die Äbte von Fulda erneut bestätigt mit der Auflage, die Burg immer für die Lehnsherren offen zu halten. Die Herren von Döring wurden 1285 ebenfalls als Lehnsträger Fuldas für Lüder genannt. Wie die Wohnverhältnisse und die Nutzung der drei Ganerbenburgen war, ist unbekannt, ebenso ob sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurden. Nach dem Aussterben der von Döring und von Lüder wurden die Lehen durch Fulda neu vergeben.

Bau und Baugeschichte

Baugeschichte

Die genaue Entstehungszeit und das Aussehen der Burgen bleibt unklar. Alle drei Burgen waren vermutlich aus Stein erbaute Häuser, Kemenaten, die von Wällen und Gräben gesichert wurden. Vermutlich bildeten sie eine Art Dreieck, wenige hundert Meter voneinander entfernt. Die Niederburg war vermutlich von einem Wassergraben umgeben und lag am Fuße des Lindenberges, auf dem sich früher ein Gerichtsplatz befand.

Burgtyp

Bautyp

Niederungsburg; Wasserburg

Rechtstyp

Ministerialensitz; Ganerbenburg

Funktionstyp

Adelssitz

Nachweise

Literatur

EBIDAT

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Niederburg Großenlüder“, in: Burgen, Schlösser, Herrenhäuser <https://lagis.hessen.de/de/orte/burgen-schloesser-herrenhaeuser/alle-eintraege/14773_niederburg-grossenlueder> (aufgerufen am 29.10.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bg/14773

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