Ehemals Butzbach, Pfarrkirche

 
Standort
Butzbach
Anzahl Fenster
2
Anzahl Scheiben
2
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Katalogdaten

Ehemals Butzbach, Pfarr- und ehemalige Stiftskirche St. Markus – Geschichte des Baues und seiner Verglasung:

Die bestehende ev. Pfarrkirche in Butzbach wurde vom 13. Jahrhundert an bis ins frühe 16. Jahrhundert errichtet und dabei von einer zunächst dreischiffigen, fünfjochigen Basilika in mehreren Schritten zu einer Halle mit ausgedehnter Chorpartie erweitert; der zweijochige Hauptchor mit 5/8-Schluss entstammt noch der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und war 1341 unter Dach, die Nebenchöre entstanden im späten 15. und im frühen 16. Jahrhundert, nachdem an der Kirche auf Initiative Graf Eberhards III. von Eppstein-Königstein ein Stift der Brüder vom gemeinsamen Leben eingerichtet worden war (1468–1550)4#Zur Geschichte des zeitweiligen Stifts s. Georg W. J. Wagner, Die vormaligen geistlichen Stifte im Großherzogthum Hessen, I: Provinzen Starkenburg und Oberhessen, Darmstadt 1873, S. 335–342; zur Baugeschichte der Kirche s. zuletzt Dehio Hessen, II, 2008, S. 125–127.. Über die mittelalterliche Ausstattung des Baues mit Glasmalereien ist indessen nichts bekannt. Allein eine Rundscheibe mit einem Engel, der zwei einander zugeneigte Wappenschilde hielt, war im Jahr 1895 noch vorhanden und wurde vermutlich im Zuge der Wiederherstellungsarbeiten 1903/04 entfernt5; es besteht kein zwingender Grund, ihre Herkunft aus der Kirche anzuzweifeln.


Bibliographie

Adamy, 1895, S. 29 (erwähnt in einem Fenster des nördlichen Schiffes eine kleine Rundscheibe mit einer weiblichen Figur und zwei Wappenschilden; Abbildung des Hauswappens auf dem einen Schild); Becksmann, 1968, S. 365, Anm. 41 (rückt das unterdessen als Leihgabe in das Hessische Landesmuseum Darmstadt gelangte Glasgemälde stilistisch in den Kreis um den Meister der Genreszenen im Hausbuch und datiert es um oder nach 1500); Beeh-Lustenberger, 1976 bzw. 1973, S. 202f., Nr. 261, Texttaf. 16 (schließt sich Becksmann an).



[Nachtrag aus Band III, 1]

Adamy 1895, S. 29 (Erwähnung einer »kleine[n] beschädigte[n] Rundscheibe« im nördlichen Nebenchor; Abbildung der einen noch erhaltenen Hausmarke); Becksmann 1968, S. 365, Anm. 41 (Einordnung in den Umkreis des Meisters der Genreszenen im Mittelalterlichen Hausbuch, Datierung »um oder nach 1500«); Beeh-Lustenberger 1973, S. 202f., Nr. 261 und Taf. 16 (Beschreibung, Zusammenfassung des Forschungsstandes); Hess 1999, S. 328 (hält eine Herkunft aus der Kirche »auf Grund des Hauswappens und des kleinen Formats [für] eher unwahrscheinlich«).

Nachweise

Drucknachweis

Die mittelalterlichen Glasmalereien in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet / Daniel Hess (Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland Bd. III, 2), Berlin 1999

Nachnutzung

Rechtehinweise

Katalogdaten: Corpus Vitrearum Deutschland / Freiburg i. Br.

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Ehemals Butzbach, Pfarrkirche“, in: Mittelalterliche Glasmalereien in Hessen <https://lagis.hessen.de/de/quellen-und-materialien/mittelalterliche-glasmalereien-in-hessen/alle-objekte/230-1_ehemals-butzbach-pfarrkirche> (aufgerufen am 11.06.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/cvmahessen/230-1