Pfifferling, Samuel (I) (1816) – Burghaun

Grab Nr. 171  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Lageplan
PDF-Datei

Äußere Merkmale

Material und Größe

Sandstein · 50 x 78 x 11 cm

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Hier ruht
der aufrichtige und ehrbare Mann,
Samuel, Sohn des Jizchak
aus Rhina. Er starb
und wurde begraben am 1. Tamus
[5] 576 n.d.k.Z. (= 27.6.1816).
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Verstorbene

  1. Pfifferling, Samuel (I)
    Geburtstag
    1748
    Sterbetag
    27.6.1816
    Geschlecht
    männlich
    Wohnort
    Rhina

Nachweise

Anmerkungen

Samuel, Sohn des Jizchak, aus Rhina, gestorben am 27.06.1816.

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Es handelt sich hier sicherlich um Samuel, auch Samuel Isaak Pfifferling. Dieser war am 01.12.1808 als Samuel Isaak Pfifferling, Handelsmann zu Rhina und 61 Jahre alt, Zeuge bei einer zivilen Trauung (HStAM, Protokolle II Wehrda Kr. Hünfeld Nr. 7, Zivilstandsregister 1808 (mit Rhina), S. 86 ff.). In gleicher Funktion erscheint er auch am 02.02.1812 als Samuel Pfifferling, Handelsmann zu Rhina, 64 Jahre alt (HStAM, Protokolle II Rhina Nr. 5, Zivilstandsregister der Israeliten 1812).
Als am 30.01.1811 sein Sohn Isaak Pfifferling mit Malke Hirsch aus Hammelburg in Rhina getraut wurde, heißt es, dass Samuel Pfifferling 62 Jahre und seine Frau Zipora 65 Jahre alt seien (HStAM, Protokolle II Rhina Nr. 5, Zivilstandsregister der Israeliten 1811).
Über die Nachkommen des Samuel Pfifferling und seiner Frau Zipper Salom (= Salomon) wurde im Jahr 1841 ein Stammbaum gezeichnet, der so manche genealogische Information aus der Zeit vor Beginn der jüdischen Personenstandsregister bietet und dessen Inhalt deshalb hier wiedergegeben sei. Danach hatten Samuel Pfifferling und seine Frau, beide mittlerweile verstorben, drei Kinder: 1) Isaak Pfifferling, verheiratet mit Malke Hirsch, 2) Mendel Pfifferling, verheiratet mit Hendel David, und 3) die Tochter Deub Pfifferling, verheiratet mit Löser Katzenstein. Aus der Ehe Isaak Pfifferlings mit Malke Hirsch gingen 7 Kinder hervor, von denen 1841 noch 3 lebten: a) Sara, verheiratet mit Hirsch Weinberg aus Langenschwarz, b) Salom(on), noch ledig, und c) Samuel, ebenfalls noch ledig. Der Ehe Mendel Pfifferlings mit Hendel David entstammten die folgenden 7 Kinder: a) Zipper, verheiratet mit Mayer Simson [= Mayer Simon] zu Langenschwarz, b) David, ledig, c) Frommet, die ihren Cousin Isaak Katzenstein heiraten möchte, d) Samuel, e) Seligmann, f) Isaak und g) Gella, die letzteren vier noch ledig. Deub Pfifferling und ihr Mann Löser Katzenstein bekamen die Kinder: a) David, verheiratet mit Lea Nußbaum aus Eiterfeld, b) Isaak, der seine Cousine Frommet Pfifferling heiraten will (vgl. oben) und c) Zipper, eine noch ledige Tochter. (HStAM, Bestand 100, Nr. 2239)
Bei Grabnummer 154 (Zippor, Ehefrau des Sanwil, aus Rhina, gest. 1813) handelt es sich zweifellos um den Grabstein der Ehefrau Samuel Pfifferlings.

Zu den Juden und dem jüdischen Friedhof in Langenschwarz siehe auch die Website von Dorothee Ruppel unter
www.dodos-heimat.de (Stand: 19.04.2009).

Bearbeitung

F. Wiesner 1986 und Christa Wiesner 2003, ergänzt von Andreas Schmidt (HLGL)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Pfifferling, Samuel (I) (1816) – Burghaun“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/3391_pfifferling-samuel-i-1816-burghaun> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/3391

Burghaun-171_I