Freudenthal, Max IV (1917) – Tann

Grab Nr. 8  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Granit · 53 x 164 x 27 cm

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

deutsch, hebräisch

Sprache der Rückseite

deutsch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Hier ruht
ein Kriegsteilnehmer,
Mordechai, Sohn des Jekutiel
Freudenthal,
der das Schwert herauszog für sein Land
und seinen König. Er fiel durch tödliche Waffen im Land
unserer Feinde am 16. Iyyar [5] 677 (= 8.5.1917), und er wurde zu
seinem Grab gebracht mit großem Geleit und mit großen
Ehren am 26. Schewat [5] 678 n.d.k.Z. (= 8.2.1918).
Ein geliebter junger Mann, jung an Jahren,
zuverlässig in seiner Arbeit war sein Wandel untadelig.
Und ihre Seele ist geknüpft an seine Seele (wörtl.: an ihre Seele, vgl. Gen. 44,30),
es weint sehr seine Mutter, die Witwe, über
den einzigen Sohn, Tränen über ihre Wangen (liefen)
Tag und Nacht.
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.
(Deutsche Inschrift darunter:)
Was die Liebe auf Erden besessen,
das stirbt auch im Grabe nicht.

Rückseite

(Deutsche Inschrift:)
Hier ruht
mein einzig
innigstgeliebter Sohn
Max Freudenthal
geb. 4. Novb. 1895
gefallen fürs Vaterland
am 8. Mai 1917
in Frankreich.

Verstorbene

  1. Freudenthal, Max IV
    Geburtstag
    4.11.1895
    Sterbetag
    8.5.1917
    Geschlecht
    männlich
    Wohnort
    Tann
    Beruf
    Soldat

Nachweise

Anmerkungen

Max Freudenthal IV., ledig, geboren am 04.11.1895, gefallen am 08.05.1917 in Frankreich und am 08.02.1918 in Tann beerdigt. Er war der Sohn des Kusel Freudenthal [Grabnummer 17] und der Rebekka geborene Rosskamm [Grabnummer 124].
Angaben ergänzt nach HHStAW, Abt. 365, Nr. 795 (Sterberegister Tann 1848-1938) und nach Freudenthal, Max Michel: Der Friedhof der jüdischen Gemeinde zu Tann (Rhön) im Jahre 1934. In: Hohmann, Joachim S. (Hrsg.): Chronik der jüdischen Schule zu Tann (Rhön), Frankfurt u.a. 1997, S. 138-160.

Hebräischer Name: Mordechai, Sohn des Jekutiel.

Bearbeitung

Christa Wiesner 2003 (ergänzt von Andreas Schmidt, HLGL, 2007)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Freudenthal, Max IV (1917) – Tann“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/1942_freudenthal-max-iv-1917-tann> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/1942

Tann-008_RTann-008_I