Mormelstein, Bräule (1848) – Lollar

Grab Nr. 2  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Sandstein

Platzierung

stehend

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
ein junge ledige Frau ("Jungfrau"),
bescheiden und liebenswert:
Breinle, die Tochter des Michel
Mormelstein
aus Daubringen.
Sie starb am Dienstag, den 23. Schewat,
und wurde begraben am Donnerstag, den 25. Schewat
607 n. d. k. Z. (= gest. 09.02.1847).
Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens. Amen.

Bemerkungen

Das in der Inschrift genannte Todesdatum entspricht umgerechnet Dienstag, dem 9. Februar 1847, und steht damit im Widerspruch zum amtlichen Datum 9. Januar 1848, das nach jüdischem Kalender Sonntag, der 4. Schewat 608 n. d. k. Z. wäre.

Verstorbene

  1. Mormelstein, Bräule
    Geburtstag
    17.6.1827
    Sterbetag
    9.1.1848
    Geschlecht
    weiblich
    Familienstand
    ledig
    Herkunftsort
    Daubringen
    Wohnort
    Daubringen

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein:
Breinle, Tochter des Michel Mormelstein, aus Daubringen, eine Jungfrau, gestorben laut Inschrift (umgerechnet) am 09.02.1847.
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Ergänzungen aus Schriftquellen:
Bräule (auch Babe) Mormelstein aus Daubringen, ledig;
geboren am 17.06.1827 in Daubringen; Eltern: Michael Mormelstein [Stein Nr. 5] und Adelheid geb. Fuchs [Stein Nr. 1], wohnhaft in Daubringen;
gestorben – laut Todeszeugnis des Leichenbeschauers vom 12.01.1848 – am 09.01.1848 in Daubringen.
Im Original-Sterberegister der Juden von Daubringen im Stadtarchiv Staufenberg wird der 09.01.1847 (statt 1848) als Todesdatum angegeben, doch handelt es sich hier zweifellos um einen Schreibfehler, zumal das im Staatsarchiv Darmstadt befindliche Duplikat, übereinstimmend mit dem Todeszeugnis des Leichenbeschauers, ebenfalls das Jahr 1848 verzeichnet. Auch der Standort des Grabsteins auf dem Friedhof spricht für das Jahr 1848. Warum die Grabsteininschrift ein offensichtlich falsches Sterbedatum nennt, ist unklar.


(Stadtarchiv Staufenberg, Bestand Daubringen, B 30/1 und B 30/4; Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Bestand C 12, Nr. 41/4)

Bearbeitung

Friedrich Damrath (Lich), 2013, und Andreas Schmidt (Wettenberg), 2020

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Mormelstein, Bräule (1848) – Lollar“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/18657_mormelstein-braeule-1848-lollar> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/18657