Adler, Julius (1942); Adler, Klara, geborene Eschwege (1934) – Marburg, Alter Jüdischer Friedhof

Grab Nr. 07-04  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

Granit

Platzierung

stehend

Beschreibung

Doppelgrabstein, bei dem die nördliche Hälfte eine Gedenkinschrift trägt.

Inschrift

Sprache der Rückseite

deutsch, hebräisch

Fortsetzung



פ״נ‏‎
‎‏קלארא בּת אליעזר




















‎‏תנצב״ה‏‎

Rückseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift in der rechten Hälfte:)

Hier ist begraben
Klara, Tochter des Elieser.


(Deutsche Inschrift darunter:)

Frau
Klara Adler
geb. Eschwege,
geb. 8.12.1879,
gest. 14. Tewes 5694
1.1.1934.


(Übersetzung der letzten, hebräischen Inschriftzeile:)

Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.


(Deutsche Gedenkinschrift in der linken Hälfte:)

Julius Isaak
Adler
geb. 30.8.1865
gest. 1942
in Theresienstadt

Verstorbene

  1. Adler, Julius
    Geburtstag
    30.8.1865
    Sterbetag
    30.10.1942
    Geschlecht
    männlich
    Familienstand
    verwitwet
    Herkunftsort
    Kelsterbach
    Wohnort
    Marburg
    Sterbeort
    Theresienstadt
    Beruf
    Kaufmann
  2. Adler, Klara, geborene Eschwege
    Geburtstag
    8.12.1879
    Sterbetag
    1.1.1934
    Geschlecht
    weiblich
    Familienstand
    verheiratet
    Herkunftsort
    Fulda
    Wohnort
    Marburg
    Sterbeort
    Marburg

Nachweise

Anmerkungen

Laut Grabstein: 1) Klara Adler geb. Eschwege (Klara, Tochter des Elieser), geboren am 08.12.1879, gestorben am 01.01.1934. 2) Gedenkinschrift für Julius Isaak Adler, geboren am 30.08.1865, gestorben 1942 in Theresienstadt. ---------------------------------- Ergänzungen aus Schriftquellen und Literatur: zu 1) Klara (Clara) Adler geb. Eschwege, wohnhaft in Marburg; geboren am 08.12.1879 in Fulda; Eltern: Leopold Eschwege, Kaufmann, und Karoline (Carolina) geb. Kalb, wohnhaft in Fulda; heiratete am 27.12.1905 standesamtlich in Fulda Isaak genannt Julius Adler (siehe unten); gestorben am 01.01.1934 in Marburg.
zu 2) Isaak genannt Julius Adler, Kaufmann, wohnhaft in Marburg; geboren 30.08.1865 in Kelsterbach; Eltern: Daniel Adler, Kaufmann, und Fanny geb. Apfel, wohnhaft in Kelsterbach; heiratete am 27.12.1905 standesamtlich in Fulda Klara geb. Eschwege (siehe oben); deportiert am 07.09.1942 von Kassel nach Theresienstadt, dort ermordet am 30.10.1942.
(Rumpf-Lehmann, Barbara: Der Alte Jüdische Friedhof zu Marburg, S. 178; Hessisches Staatsarchiv Marburg, Bestand 904, Nr. 2305, Eintrag Nr. 413; ebenda, Bestand 904, Nr. 2362, Eintrag Nr. 185; ebenda, Bestand 915, Nr. 5743, Eintrag Nr. 3; https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de828655, zuletzt abgerufen am 17.06.2022; Händler-Lachmann, Barbara/Werther, Thomas: „Vergessene Geschäfte – verlorene Geschichte“. Jüdisches Wirtschaftsleben in Marburg und seine Vernichtung im Nationalsozialismus, S. 178-182, mit weiteren Angaben)

Bearbeitung

Dr. Barbara Rumpf-Lehmann 2015, Nathanja Hüttenmeister 2021, Andreas Schmidt (Wettenberg) 2022

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Adler, Julius (1942); Adler, Klara, geborene Eschwege (1934) – Marburg, Alter Jüdischer Friedhof“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/18090_adler-julius-1942-adler-klara-geborene-eschwege-1934-marburg-alter-juedischer-friedhof> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/18090