Sondheimer, Nathan Moses (1862) – Hanau

Grab Nr. 5/3  
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Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Äußere Merkmale

Material und Größe

[ohne Angabe]

Platzierung

stehend

Beschreibung

Der Grabstein ist teilweise verwittert und die Grabinschrift stellenweise abgeblättert.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)

Hier ruht
der Chawer, der ausgezeichnete Toragelehrte, unser Lehrer und Rabbiner
Neta, Sohn des außerordentlichen Talmudgelehrten und
Vorsitzenden des Rabbinatsgerichts unserer Gemeinde, der bekannt ist
in den Toren, der Rabbiner Mosche Tubia Sondheim,
das Andenken des Gerechten zum Segen, und aus der Familie des Rabbiners Hillel Minz, ein Frommer, seligen Andenkens‚ mütterlicherseits,
geboren am 5. Adar des Jahres [5]538 und gestorben am Vorabend des
Donnerstag, den 6. Marcheschwan und begraben am folgenden Vortag vom Schabbat,
den 7. desselben im Jahr [5]623 nach der kleinen Zählung.
Ein vornehmer Mann und geachtet,
unterstützte Vollkommene und bewahrte Treue.
Er pflanzte . . . Aloe in den Gärten
er gab . . . seiner Blume Blüten
Sohn . . . des Krieges
. . . der Wahrheit
ernährte und versorgte . . . und die unterdrückten Geistes
Reinheit seines Herzens . . . mein Herz ist gebückt
die Tage . . . vom Bericht seiner Frömmigkeit
im Alter von 85 Jahren . . . kehrte er zurück zu seiner Erde
Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Verstorbene

  1. Sondheimer, Nathan Moses
    Geburtstag
    4.3.1778
    Sterbetag
    29.10.1862
    Geschlecht
    männlich
    Wohnort
    Hanau
    Beruf
    Bankier
    Funktion
    Rabbiner, Vorsitzender des Rabbinatsgerichts
    Weitere Angaben
    Nathan Moses Sondheimer, Bankier, Sohn des Rabbiners Moses Sondheimer und der Süße (Sisa), Mann von Brendle geb. Ettlinger, 85 Jahre (Ergänzungen aus dem Sterberegister Hanau 1841-1864 (HHStAW 365, 418)); Memorbuch Hanau: Jewish National and University Library, Signatur Heb. 8° 3222, Nr. 894); StadtA Hanau, Bestand J 7, 18; Der Jüdische Friedhof Hanau. Hrsg. v. Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. u. der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen. Hanau/Wiesbaden 2005. S. 510f.

Nachweise

Anmerkungen

Vater: Moses Sondheimer
Mutter: Süße Sondheimer
Erste Ehefrau: Edel Sondheimer, geborene Kalif (Grab Nr. 2/27)
Zweite Ehefrau: Brendle Sondheimer, geborene Ettlinger (Grab Nr. 5/2)

Bearbeitung

Naftali Bar-Giora Bamberger (1985-2000), Monika Rademacher und Christa Wiesner (2000-2005) und Bernd Vielsmeier 2014/2015

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sondheimer, Nathan Moses (1862) – Hanau“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/14139_sondheimer-nathan-moses-1862-hanau> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/14139

Hanau-5-003_I