Kohn, Heinemann Moses (1815) – Binsförth

Grab Nr. 78  
19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Lageplan
PDF-Datei

Äußere Merkmale

Material und Größe

Sandstein · 70 x 119 x 12 cm

Platzierung

stehend

Beschreibung

Die Inschrift ist erhaben ausgeführt. Darstellung: segnende Priesterhände.

Inschrift

Sprache der Vorderseite

hebräisch

Übertragung

siehe Digitalisat in der Bildergalerie

Vorderseite

(Übersetzung der hebräischen Inschrift:)
Hier ruht
verborgen ein Weiser
und ein Einsichtiger, die Worte des Weisen
sind wie ein Stachel. Es wich nicht
die Lehre des Herrn aus seinem Munde; Tag
und Nacht lehrten sie (die Worte der Lehre) ihn. Über die Dinge des Himmels
und der Erde schilderten sie ihm und wir
liebten ihn. Ins himmlische Lehrhaus
trugen sie ihn. Die Lehre des Herrn wird
über ihn wachen im Grab, und im Garten
Eden seine Seele. Das ist der Morenu
Chajim ha-Kohen, Vorsänger und Beisitzer im Rabbinatsgericht
Melsungen, Oberhaupt der Verwalter
der Beschneidungsbruderschaft.
Er starb und wurde begraben am Sonntag,
den 12. Elul des Jahres [5]575
n.d.k.Z. (= 17.9.1815). Seine Seele sei eingebunden im Bunde des Lebens.

Ausführung

erhaben

Verstorbene

  1. Kohn, Heinemann Moses
    Sterbetag
    17.9.1815
    Geschlecht
    männlich
    Wohnort
    Melsungen
    Funktion
    Vorsänger; Beisitzer im Rabbinatsgericht; Oberhaupt der Verwalter der Beschneidungsbruderschaft; Lehrer

Nachweise

Anmerkungen

Morenu Chajim ha-Kohen, Vorsänger, Beisitzer im Rabbinatsgericht Melsungen und Oberhaupt der Verwalter der Beschneidungsbruderschaft, gestorben am 17.9.1815.

---
Der Verstorbene hieß bürgerlich Heinemann (auch Heinemann Moses) Kohn und war Lehrer in Melsungen. Eine unverheiratete Tochter war Ester Heinemann Kohn, die am 14.11.1868 im Alter von 74 Jahren in Melsungen starb (HHStAW, Abt. 365, Nr. 595; HStAM, Bestand 78 d, Nr. 38).

Bearbeitung

Christa Wiesner 1998, ergänzt von Andreas Schmidt (Wettenberg) 2025

Nachnutzung

Rechtehinweise

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, CC BY-SA 4.0
Abbildungen: siehe Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kohn, Heinemann Moses (1815) – Binsförth“, in: Jüdische Grabstätten <https://lagis.hessen.de/de/personen/juedische-grabstaetten/alle-eintraege/1088_kohn-heinemann-moses-1815-binsfoerth> (aufgerufen am 29.11.2025)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/juf/1088

Binsfoerth-078_V_1Binsfoerth-078_I