Gozbert
geboren
um 930 gestorben
11.4.987 Hersfeld Beruf
Mönch, Abt Konfession
katholisch GND-Explorer
1096195461Andere Namen
Weitere Namen
Gozbertus
Gozberdus
Gozberhtus
Gotzbert (modernisiert)
Hersfeld, Abt Gozbert
Hersfeld, Abt Gotzbert
Wirken
Werdegang
- um 930 Geburt und Kindheit wohl in einem Adelsgeschlecht in Hessen oder Thüringen
- vor 950 eventuell schon Besuch der Klosterschule der Reichsabtei Hersfeld
- bis 970: Zumindest dürfte er dann als Mönch in Hersfeld gelebt haben.
- 23.6.970: Tod des Hersfelder Abtes Egilolf, worauf Gozbert sein Nachfolger wurde.
- ab 970: Abt Gozbert wurde zu einem bedeutenden Kulturförderer, indem er die Klosterbibliothek um zahlreiche Bücher ergänzte und seiner Reichsabtei viele goldene und silberne Schätze schenkte
- 980: Gozbert baute im thüringischen Ohrdruf anstelle der verfallenen Petruskirche von Lullus ein neues Gotteshaus. Dieses verband er mit einem Augustiner-(oder Benediktiner-)Chorherrenstift St. Peter für 15 Domherren und beschenkte es noch mit Reliquien
- bis 984/85: Abt Gozbert war verantwortlich für eine Verwilderung der Hersfelder Klosterdisziplin, indem er den Dingen im zjnehmend adligen Konvent freien Lauf ließ.
- 984/85: Gozbert gab die Abtei Hersfeld (zwangsweise) ab.
- 11.4.987: Tod Gozberts wohl ebenfalls in Hersfeld
Funktion
- Hersfeld, Abt, 970-984
Nachweise
Quellen
- Der Codex Eberhardi des Klosters Fulda: hrsg. und bearb. von Heinrich Meyer zu Ermgassen; Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Band 58,1+2 (Edition), 58,3 (Index) u. 58,4 (Bilder); Marburg 1995/96, 2007 u. 2009; Band 2, S. 63 f.
- Lampert von Hersfeld: Annales, Edition nach Oswald Holder-Egger, neu übersetzt von Adolf Schmidt, erläutert von Wolfgang Dietrich Fritz, Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters – Freiherr vom Stein – Gedächt-nisausgabe, hrsg. von Rudolf Buchner, Band 13, unveränderter fotomechanischer Nachdruck der 1. Auflage 1957, Darmstadt 1962, S. 18 f., 32, 34, 36
- Ders.: Libelli de institutione Herveldensis ecclesi-ae quae supersunt; in: Lamperti monachi Hersfel-densis opera; recognovit Oswald Holder-Egger; accedunt Annales Weissenburgenses; Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum ex Mo-numentis Germaniae Historicis recusi; Band 38; Hannover/Leipzig 1894, S. 341-354, hier 348 f.
- Weirich, Hans (Bearbeiter): Urkundenbuch der Reichsabtei Hersfeld: Teil 1, 1. Hälfte; mit Ver-wertung der Vorarbeiten Karl Hörgers (†), Veröf-fentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, Band 19,1; Marburg 1936, Nr. 60, S. 112-116 u. Nr. 62 f., S. 116-119
Literatur
- Konrad Lipphardt, Beiträge zur Geschichte Bad Hersfelds und Umgebung – Stationen und Wegmarken, Gladbeck 2000, S. 25
- Struve, Tilman: Lampert von Hersfeld. Persönlichkeit und Weltbild eines Geschichtsschreibers am Beginn des Investiturstreits, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Teil A: Band 19, Marburg 1969, S. 1-123, Teil B: Band 20, Marburg 1970, S. 32-142
- Elisabeth Ziegler, Mit Mitra und Krummstab – Die Äbte des Reichsklosters (der Reichsabtei) Hersfeld; in: Bad Hersfelder Jahresheft 16 (1970), S. 6-22, hier S. 9
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gozbert“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9941_gozbert> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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