Godehard, Hl.

 
geboren
960 Reichersdorf (Bayern)
gestorben
5.5.1038 Mauritiusstift bei Hildesheim
Beruf
Mönch, Propst, Prior, Schulrektor, Abt, Bischof
Konfession
katholisch
GND-Explorer
118695630

Andere Namen

Weitere Namen

Godehardus
Gotehardus
Gothardus
Gotthard
Gotthardt
Niederaltaich, Propst Godehard
Niederaltaich, Abt Godehard
Tegernsee, Abt Godehard
Hersfeld, Abt Godehard
Kremsmünster, Abt Godehard
Hildesheim, Bischof Godehard

Wirken

Werdegang

  • 960 Geburt angeblich im niederbayerischen Reichersdorf als wohl unfreier Sohn des Ratmund
  • um 970: Schon in jungen Jahren Aufnahme Godehards in das besagte Stift Niederaltaich, in dessen Stiftsschule er nun seine grundlegende Ausbildung und Erziehung erhielt
  • etwa 977-980: Godehard verbrachte drei Lehrjahre im Gefolge und am Hof des Erzbischofs Friedrich I. von Salzburg
  • 984: Godehard wurde angeblich bereits Propst des Kollegiatstifts Niederaltaich
  • 990: Godehard wurde Mönch im neuen Kloster Niederaltaich.
  • um 991: Bald danach stieg er zum Prior und Schulrektor auf.
  • 993: Godehard empfing die Priesterweihe.
  • 27.12.997: Godehard wurde zum Abt von Niederaltaich gewählt.
  • 1001: Herzog Heinrich beauftragte Abt Godehard parallel zur Leitung von Niederaltaich mit der gorzischen Reform des Benediktinerklosters Tegernsee in Oberbayern.
  • 15./16.7.1005: Tod des Hersfelder Abtes Bernhar, worauf Godehard vom König unter Zustimmung des Mainzer Erzbischofs Willigis zum Nachfolger eingesetzt wurde
  • 1007: Da in Hersfeld wohl schon die ärgsten Reformanstrengungen hinter Godehard lagen, unterstellte ihm Heinrich II. neben dieser Abtei und Niederaltaich noch die Abtei Kremsmünster in Oberösterreich, welche er nun ebenfalls reformieren sollte.
  • 1012: Godehard übergab nach 7 Jahren die Leitung der reformierten Abtei Hersfeld mit Zustimmung des Königs an seinen gestrengen Schüler und Propst Arnold. Im gleichen Jahr endete auch sein 5-jähriges Abbatiat in Kremsmünster, wo ihm Abt Sigmar folgte. Nun kehrte Godehard in seine ja nicht aufgegebene Heimatabtei Niederaltaich zurück.
  • 30.11.1022: Godehard wurde auf Wunsch Heinrichs II. zum Bischof von Hildesheim gewählt, worauf er die Leitung seiner Heimatabtei Niederaltaich nach 25 Jahren aufgab.
  • 2. Dezember 1022: Godehard erhielt seine Bischofsweihe in der Pfalzkapelle in Grona bei Göttingen durch Erzbischof Aribo von Mainz
  • 1022-1038: Als Bischof setzte Godehard das Aufbauwerk seines berühmten Vorgängers Bernward in der Pflege kirchlicher Kunst und der Förderung des Kirchenbaus fort.
  • 5.5.1038: Bischof Godehard starb mit 77/78 Jahren im von ihm gegründeten Mauritiusstift westlich bei Hildesheim
  • In der Folge bestattete man seine Eingeweide in der dortigen Mauritiuskapelle, während Godehards Körper seine letzte Ruhe in der Krypta des Hildesheimer Domes fand.

Funktion

  • Niederaltaich, Propst, 0984-
  • Niederaltaich, Prior, um 0991-0997
  • Niederaltaich, Schulrektor, um 0991-0997
  • Niederaltaich, Abt, 0997-1022
  • Tegernsee, Abt, 1001-1002 (14 Monate)
  • Hersfeld, Abt, 1005-1012
  • Kremsmünster, Abt, 1007-1012
  • Hildesheim, Bischof, 1022-1038

Netzwerk

Arnold <Schüler>

Lebensorte

Reichersdorf (Bayern); Niederaltaich; Salzburg; Tegernsee; Hersfeld@heute Bad Hersfeld; Kremsmünster (Österreich); Hildesheim

Familie

Vater

Ratmund, Dienstmann des Stifts Niederaltaich, später Wirtschaftsverwalter (Hauptverwalter, Propst) des Stifts

Verwandte

Ratmund <Neffe>, im Kloster Hersfeld Schüler des Gelehrten Albwin, dann Abt von Niederaltaich (1027-1049)

Nachweise

Quellen

Literatur

Bildquelle

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Godehard, Hl.“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9916_godehard-hl> (aufgerufen am 22.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/9916