Liszt, Franz* Eduard Ritter von

 
geboren
2.3.1851 Wien
gestorben
21.6.1919 Seeheim (Bergstraße)
Beruf
Jurist, Professor, Parlamentarier
Titel
Prof. Dr. jur.
Konfession
katholisch
GND-Explorer
118573519

Wirken

Werdegang

  • Besuch des Gymnasiums in Wien
  • 1869-1873 Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Wien
  • Studienaufenthalt in Göttingen
  • 6.6.1874 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Wien
  • 4.11.1875 Habilitation an der Universität Graz, Tätigkeit als Privatdozent
  • 1.4.1879 ordentlicher Professor der Rechte an der Universität Gießen
  • 1880 Mitbegründer der „Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft“
  • 1.4.1882 ordentlicher Professor für Strafrecht, Strafprozess und Zivilprozess an der Universität Marburg, eingeführt am 29.4.1882
  • 1889 zusammen mit Adolphe Prins und G. A. van Hamel Mitbegründer der Internationalen Kriminalistischen Vereinigung
  • 1.10.1889 Versetzung an die Universität Halle mit Lehrverpflichtung für Rechtsphilosophie, Strafrecht, Strafprozess und Zivilprozess
  • 1895 Ernennung zum Geheimen Justizrat
  • 1.10.1899-1916 ordentlicher Professor für Strafrecht in Berlin und Direktor des Kriminalistischen Seminars
  • Doktor der Rechte h.c. Czernowitz und Budapest
  • 1908-1913 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Potsdam 10 (Stadtkreis Charlottenburg) (Hospitant bei der Freisinnigen Volkspartei, dann bei der Fortschrittlichen Volkspartei)
  • Januar 1912-November 1918 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Liegnitz 3: Glogau (Fortschrittliche Volkspartei)
  • 1912 Dr. rer. pol. h.c. der Universität Oslo
  • 1916 Emeritierung
  • 1919 erfolglose Kandidatur für die Deutsche Nationalversammlung (Wahlkreis 34 Hessen-Darmstadt; DDP; Listenplatz 7)

Funktion

  • Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1885
  • Marburg, Universität, Rektor, 1887
  • Preußen, Abgeordnetenhaus, Mitglied, 1908-1912
  • Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1912-1918

Studium

1869-1873 Studium an den Universitäten Wien, Heidelberg und Göttingen

Akademische Qualifikation

  • 6.6.1874 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Wien
  • 1875 Habilitation an der Universität Graz @ mit einer Arbeit über Meineid und falsches Zeugnis
  • Dr. jur. h.c. der Universität Czernowitz
  • Dr. jur. h.c. der Universität Budapest
  • Dr. jur. h.c. der Universität Oslo

Akademische Vita

  • Graz, Universität /// Privatdozent / 1875-1879
  • Gießen, Universität / Juristische Fakultät // ordentlicher Professor / 1879-1882
  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Strafrecht, Strafprozess und Zivilprozess / ordentlicher Professor / 1882-1889
  • Halle an der Saale, Universität / Juristische Fakultät / Rechtsphilosophie, Strafrecht, Strafprozess und Zivilprozess / ordentlicher Professor / 1889-1899
  • Berlin, Universität / Juristische Fakultät / Strafrecht / ordentlicher Professor / 1899-1916

Akademische Ämter

1885 Dekan der Juristischen Fakultät an der Universität Marburg
1887 Rektor der Universität Marburg
1888-1889 Direktor des Kriminalistischen Seminars der Universität Marburg

Werke

  • Der Zweckgedanke im Strafrecht (1882/83)
  • Das deutsche Reichsstrafrecht (1881)
  • Das Strafrecht der Staaten Europas (1884)
  • Das Völkerrecht. Systematisch dargestellt (1898)
  • Ein mitteleuropäischer Staatenverband als nächstes Ziel der deutschen auswärtigen Politik (1914)
  • Vom Staatenverband zur Völkergemeinschaft. Ein Beitrag zur Neuorientierung der Staatenpolitik und des Völkerrechts (1917)

Lebensorte

Berlin; Gießen; Göttingen; Graz; Halle an der Saale; Heidelberg; Marburg; Wien

Familie

Vater

Liszt, Eduard Ritter von, * Margarethen am Moos 31.1.1817, † Wien 8.2.1879, Dr. jur., Generalprokurator beim Obersten Gerichts- und Kassationshof in Wien, Übertragung des Ritterstandes seines Neffen Wien: 4.5.1867, verheiratet II. Wien 24.1.1859 Henriette Wolf, * Neugedein 30.5.1825, † Wien 2.11.1920, Tochter des Rudolf Wolf, aus Basel, Offizier, und der Elisabeth Zech, aus Bregenz, Sohn des Georg Liszt, 1755-1844, Schulmeister, später Beamter des Fürsten Esterházy in Pottendorf, und der Magdalen

Mutter

Pickart, Karoline, * Cilli 27.1.1827, † Wien 4.10.1854 an der Cholera, Heirat Wien 15.5.1850

Partner

Drotleff von Friedenfels, Rudolfine Freiin, * Wien 15.4.1855, † 1926, Heirat Wien 16.7.1877, Tochter des Rudolf Freiherr Drotleff von Friedenfels, K.K. Ministerialrat, und der Johanna Freiin von Hietzinger

Verwandte

  • Liszt, Elsa <Tochter>, * Graz 19.6.1878
  • Liszt, Greta <Tochter>, * Marburg, Hessen, 20.2.1883
  • Saar, Marie Freifrau von, geb. von Liszt <Schwester>, 1853-1919, verheiratet 22.10.1877 mit Heinrich Freiherr von Saar, 1836-1884, K.K. Oberstleutnant
  • Liszt, Hedwig <Schwester>, 1866–1941, Priorin des Klosters der unbeschuhten Karmelitinnen in Rödelmaier (Unterfranken)
  • Liszt, Eduard <Bruder>, 1867-1922, Dr.jur., Bezirksrichter, Regierungsrat, Universitätsprofessor
  • Liszt, Franz Ritter von <Vetter>,

Nachweise

Quellen

Literatur

Weblinks

Bildquelle

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Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Liszt, Franz* Eduard Ritter von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/9164_liszt-franz-eduard-ritter-von> (aufgerufen am 14.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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