Seipel, Wilhelm

Seipel, Wilhelm
Wirken
Werdegang
- Volksschule in Leeheim, Realgymnasium in Darmstadt, 1921 Abitur
- 1916-1918 Soldat, schwere Verwundung an der Somme, Verlust des linken Beines
- Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft, Soziologie und Philosophie in Frankfurt am Main und Gießen
- Diplom-Volkswirt, Doktor der Staatswissenschaften
- Mitarbeiter der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung in Frankfurt am Main, Kaiserslautern, Landau, Amberg, München, Nürnberg und Würzburg
- 1928-1945 Leiter der Arbeitsämter Frankfurt am Main, dann Kaiserslautern, dann Landau in der Pfalz
- Abteilungsleiter des Landesarbeitsamt Amberg in der Oberpfalz
- Präsident des Gauarbeitsamtes Mainfranken in Würzburg
- Mai 1945-Ende 1947 Interniertenlager Darmstadt
- 1945 freiwirtschaftlich tätig
- Sozialgerichtsrat
- 1.4.1932 Mitglied der NSDAP
- NSDAP-Kreisschulungsredner, Vorsitzender des NSDAP-Kreisgerichts Kaiserlautern II und Landau II
- 1949-1952 Kreisvorsitzender der FDP im Kreis Groß-Gerau
- 26.1.1951-4.8.1954 (als Nachfolger von August-Martin Euler über den FDP-Landesergänzungsvorschlag, Platz 14) Mitglied des Hessischen Landtags, Mandatsniederlegung, Nachfolger: Walter Schroeder
- 1954 Richter am Sozialgericht in Darmstadt
- Oberregierungsrat
- Mitgründer und 1961 Vorsitzender des „Kuratoriums Unteilbares Deutschland“
- lebte in Darmstadt, Rheinstraße 327, einer ehemaligen Sandgrube, wo er Wein anbaute
- starb an einem Herzinfarkt
Funktion
- Hessen, 02. Landtag, Mitglied (FDP), 1951-1954
Werke
- Das deutsche Lehrlingswesen in Handwerk und Industrie. Diss. Univ. Gießen 1929.
Lebensorte
Leeheim; Darmstadt; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Seipel, Daniel, * Leeheim 7.11.1864, † 1940, Landwirt und Vertrauensmann der Nationalliberalen und der Deutschen Volkspartei, jüngster Sohn des Johann Adam Seipel, Ortsbürger und Ackermann in Leeheim, und der Clara Elisabetha Dörr
Mutter
Winter, Elisabetha Dorothea*, * Leeheim 8.8.1869, † 1951, Heirat Leeheim 12.7.1891, Tochter des Johann Daniel Winter, Ortsbürger und Landwirt in Leeheim, und der Anna Elisabetha* Ewald
Partner
Weiß, Elisabeth, (⚭ Mainz 6.4.1929) * Leeheim 30.10.1904, † Darmstadt 2.10.1970, Tochter des Johannes Weiß, 1875-1937, Kaufmann und Kirchenvorsteher in Leeheim, und der Susanne Egner, 1879-1929
Verwandte
- Weiß, Elisabeth, geb. Seipel <Tochter>
- Seipel, Helmut Wilhelm <Sohn>, 1944-2025, Rechtsanwalt und Notar
- Zirrgiebel, Helga, geb. Seipel <Tochter>
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 906 Nr. 348 (Leeheim, Heiratsnebenregister, 1891–1902, Nr. 5/1891)
- Beilage Nr. 11 zum Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 45 vom 11.11.1950, S. 72, 79
Literatur
- Born, Familienbuch Leeheim 1600–1900, Riedstadt-Leeheim 2011, Nr. 2974, 2970
- Klausch, Braunes Erbe – NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter der 1.–11. Wahlperiode (1946–1987), hrsg. von der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag, Oldenburg/Wiesbaden 2011, S. 13
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 355
- Lengemann, Das Hessen-Parlament 1946–1986, Frankfurt am Main 1986, S. 390
- Becker, Hessischer Landtag 1946–1954, Wiesbaden 1978, S. 63
- Albrecht Kirschner, Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Vorstudie „NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter“ der Kommission des Hessischen Landtags für das Forschungsvorhaben „Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen“, Wiesbaden 2013, Kapitel 5.1.1, 5.6, 5.7.1, 5.7.2, 5.9
- gd, Der Winzer von der Sandgrube. Sozialgerichtsrat Dr. Wilhelm Seipel 65 Jahre alt. In: Darmstädter Echo Oktober 1963.
Bildquelle
Archiv des Hessischen Landtages
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS
Quellen und Materialien
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Seipel, Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/7870_seipel-wilhelm> (aufgerufen am 12.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/7870