Alzheimer, Alois

 
geboren
14.6.1864 Marktbreit Unterfranken
gestorben
19.12.1915 Breslau heute Wrocław (Polen)
Beruf
Professor, Pathologe
Titel
Prof. Dr. med.
Konfession
katholisch
GND-Explorer
119142872

Wirken

Werdegang

  • Medizinstudium an den Universitäten Würzburg und Berlin
  • Promotion zum Dr. med. an der Universität Würzburg
  • 1888 Assistenzarzt, arbeitete in Frankfurt am Main an der „Städtischen Heilanstalt für Irre und Epileptische“ unter Emil Sioli, in Heidelberg unter Emil Kraeplin, mit diesem 1904 nach München
  • Vorstand des Anatomischen Laboratoriums an die Psychiatrische Klinik in München
  • 1912 Professor für Psychiatrie an der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität in Breslau
  • lieferte zusammen mit Franz Nissl die anatomischen Grundlagen für Emil Kraeplins Systematik der Hirnerkrankungen

Netzwerk

  • Sioli, Emil <Lehrer>, GND, * Gut Lieskau bei Halle an der Saale 29.7.1852, † Friedrichsdorf im Taunus 16.6.1922, Psychiater und Direktor der „Anstalt für Irre und Epileptische“ in Frankfurt am Main
  • Kraepelin, Emil* Wilhelm Georg Magnus <Lehrer>, GND, * Neustrelitz 15.2.1856, † München 7.10.1926, Psychiater, Professor an den Universitäten Tartu, Heidelberg und München

Werke

Lebensorte

Würzburg; Berlin; Frankfurt am Main; Heidelberg; München; Breslau

Familie

Vater

Alzheimer, Eduard, 1840–1891, Notar, Sohn des Johann Alzheimer, 1800–1802, Volksschullehrer

Mutter

Busch, Therese

Partner

Wallerstein, Cecilie* Simonette Nathalie, (⚭ Frankfurt am Main 16.4.1894) * Frankfurt am Main 6.7.1860, † Frankfurt am Main 28.2.1901, jüdisch, ermöglichte mit ihrem Erbe ihrem Mann umfangreiche Forschungen, Witwe des Ludwig Otto* Geisenheimer, † 1894, Diamantenhändler

Verwandte

  • Stertz, Gertrud, geb. Alzheimer <Tochter>, verheiratet mit Prof. Dr. Georg Stertz, Direktor der Universitäts-Nervenklinik München
  • Finsterwalder, Marie, geb. Alzheimer <Tochter>, verheiratet mit Prof. Dr. Richard Finsterwalder, Direktor des Geodätischen Instituts der Technischen Hochschule München

Nachweise

Quellen

  • Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 349–697) 19.3.1894–7.5.1894, Nr. 553

Literatur

  • Neue deutsche Biographie, Bd. 1, Berlin 1953, S. 236 (Georg Stertz)
  • Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 23 (Sabine Hock)
  • Hanne Kulessa, Wir wollen doch nicht vergessen, daß... Alois Alzheimer und Cecilie Geisenheimer, in: Hadwiga Fertsch-Röver & Birgit Spielmann (Hrsg.): Hessen: wo die Liebe hinfällt. Paare und Passionen in Hessen, Marburg 2001, 113-115

Bildquelle

uncredited, Alois Alzheimer 003, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Alzheimer, Alois“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/664_alzheimer-alois> (aufgerufen am 18.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/664