Ebrard, Heinrich Carl Friedrich* Clemens*
Wirken
Werdegang
- 1859/1860 Besuch der Lateinschule in Speyer
- anschließend Besuch des Gymnasiums in Erlangen
- 1876-1884 Bibliothekar in Straßburg
- 1884-1924 Direktor der Frankfurter Stadtbibliothek
- Seit 1884 Vorstandsmitglied des Vereins für Geographie und Statistik und Herausgeber der Statistischen Blätter
- Seit 1887 Mitglied des Freien Deutschen Hochstifts und der Museums-Gesellschaft
- 1888-1924 Mitglied des Königlichen [Evangelischen] Konsistoriums für die Stadt Frankfurt
- 1889-1924 Herausgeber Kirchliches Amtsblatt, Gesetz- und Verordnungsblatt für den Amtsbezirk des Königlichen [Evangelischen] Konsistoriums zu Frankfurt am Main
- 1912-1924 Ständiger Vertreter des Konsitorialpräsidenten,
- 1920 Leiter der Volks- und Freibibliothek,
- 1924-1929 Leitender Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft
- 1925-1931 Mitglied des Landeskirchengerichts
- Große Verdienste um den systematischen Ausbau der Stadtbibliothek zu einem wissenschaftlichen Institut
- 1904 Roter Adler-Orden IV. Klasse
- 1930 Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Frankfurt
Werke
- (Hrsg.), Die Stadtbibliothek in Frankfurt am Main (1896)
- Die französisch-reformierte Gemeinde in Frankfurt am Main 1554–1904 (1906)
- (mit Louis Liebmann) Johann Konrad Friedrich, ein vergessener Schriftsteller (1918)
- Karl Hermann v. Heyden 1840–1917 (1918)
- Ein Lied von Belagerung der Stadt Frankfurt im Jahre 1552. Namens der Stadtbibliothek den Teilnehmern an der bibliophilen Veranstaltungen am 10. Okt. 1920 überreicht (1920)
- Der Markgraf und die Obstbärbel : Phantast. Erz. / Johann Georg Hertel (M. Reimlein). Neu hrsg. u. eingel. von Friedrich Clemens Ebrard. Erlangen: Junge & Sohn, 1921. (= Erlanger Heimatblätter 1921, Nr. 6-8).
- Stammbuchblatt des Jungen Goethe vom 18. April 1764 für Johann Cristoph Clarus: [der Frankfurter Bibliophilen-Gesellschaft bei ihrer Gründung zugeeignet] / veröff. von Friedrich Clemens Ebrard. Frankfurt am Main 1922, 7 S.
- Glückwunschschreiben von der Gerbermühle zum Geburtsfest des Großherzogs Carl August 3. September 1815
- Goethe, Johann Wolfgang /von. - [s. l.] : [s. n.] Frankfurt a. M. (Gebr. Klingspor in Offenbach a. M.), 1924, [Faks.-Dr.]
- Johann Georg Bartholomä 1805-1839. Erlangen: Junge & Sohn, 1926.
- Heinrich Stiebel und die Frankfurter Städtische Münz- und Medaillensammlung. Frankfurt am Main: J. Hamburger, 1928.
- Aus der Vorgeschichte der Hugenottenstadt Karlshafen a. d. Weser, 1685-1705. Berlin: Deutscher Hugenottenverein, 1938.
Lebensorte
Speyer; Erlangen; Straßburg; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Ebrard, Johann Heinrich August, GND, * Erlangen 18.1.1818, † Erlangen 23.7.1888, Theologe, Professor in Erlangen, Sohn des Franz Elias Ebrard, 1765–1829, Doktor der Philosophie h.c., französisch-reformierter Pfarrer in Erlangen, aus Hugenottenfamilie aus dem Languedoc, und der Wilhelmine Dorothea Katharina Hohle, 1782–1858, aus Usingen
Mutter
Löwenich, Luise von, † 1894, aus alter Kaufmannsfamilie in Erlangen
Partner
, unverheiratet
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 11035 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1935, Nr. 881)
Literatur
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 169 f. (Sabine Hock)
- Festgabe für Friedrich Clemens Ebrard. Zur Vollendung seines 70. Lebensjahres am 26. Juni 1920 gewidmet von seinen Freunden, Frankfurt am Main 1920
- Friedrich Clemens Ebrard zum Gedächtnis, Frankfurt am Main 1935
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ebrard, Heinrich Carl Friedrich* Clemens*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6441_ebrard-heinrich-carl-friedrich-clemens> (aufgerufen am 16.04.2026)
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