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Margaretha (literarische Gestalt)
Brandt, Susanna Margaretha#6260
Wirken
Werdegang
- literarische Gestalt in Goethes Faust, Teil 1
Leben
Aus der Biografie
Schon in seiner Straßburger Disputation diskutiert Johann Wolfgang Goethe am 7. August 1771 die Hinrichtung einer Kindsmörderin. Am 14. Januar 1772 wird in Frankfurt Susanna Margaretha Brandt hingerichtet, die 1771 ihr neugeborenes Kind getötet hatte. An dem Prozess war u.a. der Gerichtsschreiber Johann Heinrich Thym, Goethes früherer Hauslehrer, beteiligt. Der Schriftführer des Scharfrichters war Johann Georg Schlosser, Goethes Freund und späterer Schwager. Die beiden Ärzte, die Susanna Margaretha Brandt im Hospital behandelt hatten, waren die Hausärzte der Familien Goethe und Textor. Goethes Onkel Johann Jost Textor gehörte dem Gericht an. Goethe selbst begann in dieser Zeit als Advokat in Frankfurt zu arbeiten. Über seine Verwandtschaft ließ sich Goethe Abschriften der Prozessakten besorgen. Das Schicksal der Susanna Margaretha Brandt verarbeitete Goethe als zentrales Motiv im Urfaust.
Nachweise
Literatur
- Susanne Alberti, Faust und Gretchen. Augsburg, 2005;
- Susanne Alberti, Fausts Gretchen. Hamburg, 2003, Erstausgabe
- Margarete, Ottilie, Mignon. Hamburg, 1999, 1. Auflage;
- Miller, R. D., The misinterpreting of Goethe's Gretchen tragedy. Harrogate, 1992
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gretchen (literarische Gestalt)“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6261_gretchen-literarische-gestalt> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/6261