Merck, Ernst Freiherr von

Merck, Ernst Freiherr von
Wirken
Werdegang
- Handelsschule in Bremen
- Kaufmann in Antwerpen, Liverpool, Rio de Janeiro
- 1836 Rückkehr nach Hamburg, Teilhaber am väterlichen Geschäft; in der Folgezeit Übernahme zahlreicher städtischer Ehrenämter; Freihandelspolitiker
- 1840 Teilhaber des väterlichen Unternehmens H. J. Merck & Co. in Hamburg (1853 Inhaber der meisten Anteile der Firma)
- 27.5.1847 Leiter der Gründungsversammlung der HAPAG
- 1853 k.k. Österreichischer Generalkonsul
- 1860 Initiator des Hamburger Zoologischen Gartens
- 1856 Verwaltungsrat der k.k. privilegierten Kaiserin-Elisabeth-Bahn
- 1863 Mitinitiator der Internationalen Landwirtschaftsausstellung im Hamburger Heiligengeistfeld
- Mitbegründer der Norddeutschen Bank
- 18.5.1848-30.5.1849 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung (Casino Partei, Café Milani), im volkswirtschaftlichen und Marineausschuss
- 16.5.-20.12.1849 als Finanzminister Mitglied der provisorischen Zentralgewalt
- April 1849 Mitglied der Kaiserdeputation
- Rittmeister und Chef der Kavallerie des Hamburger Bürgermilitärs
- 1841 Mitglied der Loge „Ferdinande Caroline“ in Hamburg
- 1860 Kaiserlich Österreichischer Adels- und Freiherrenstand
Werke
- Reise-Erinnerungen aus London und Paris, 1852, Nachdruck 1900.
- Herausgeber: Briefe des Hamburgischen Bürgermeisters Johann Schulte, Lt., an seinen in Lissabon etablirten Sohn Johann Schulte, geschrieben in den Jahren 1680–85, Hamburg 1856.
Lebensorte
Bremen; Antwerpen; Liverpool; Rio de Janeiro; Hamburg
Familie
Vater
Merck, Heinrich Johann, GND, 1770–1853, Kaufmann, kam 1793 aus Schweinfurt nach Hamburg, gründete 1799 die Firma H. J. Merck & Co., die sich mit Waren-, Bank-, Reederei- und Versicherungsgeschäften befaßte, seit 1820 Ratsherr, Sohn des Johann Christian Merck, GND, 1728–1811, Ratskonsulent in Schweinfurt, und der Magdalene Marie Schöpff
Mutter
Rohlffs, Marianne, 1780–1853, Tochter des Johann Friedrich Rohlffs, GND, 1738–1819, Kaufmann in Hamburg, Inhaber eines Kupferwerks im Sachsenwald, und der Marie Christine Krohn, 1754–1832
Partner
Borgnis, Johanna Anna, 1820–1906, Heirat Frankfurt am Main 1839, Tochter des Carlo Hieronymus Borgnis, Kaufmann in Frankfurt am Main, und der Emma Philippine Elisabeth Thurneysen
Verwandte
- Merck, Carl Hermann <Stiefbruder>, 1809-1880, seit 1847 Senatssyndikus in Hamburg, Politiker und Diplomat
- Ruperti, Justus <Schwager>, 1791–1861, Kaufmann, Unternehmer der H. J. Merck & Co. in Hamburg, Politiker, Diplomat
Nachweise
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 21, Leipzig 1885, S. 398 f. (B.)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 17, Berlin 1994, S. 122 (Gerhard Ahrens)
- Hamburgische Biografie, Bd. 1, Hamburg 2002, S. 202 f. (Gerhard Ahrens)
- Best/Weege, Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, Düsseldorf 1996, S. 235 f.
- Koch (Hrsg.), Die Frankfurter National-Versammlung 1848/49. Ein Handlexikon der Abgeordneten der deutschen verfassungsgebenden Reichs-Versammlung, Kelkheim 1989, S. 282 (Dieter Skala)
- Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 17, 1867, S. 384-386;
- Percy Ernst Schramm, Hamburg, Deutschland und die Welt, 1943, bes. S. 294 ff.
Weblinks
Bildquelle
Siehe auch
Extern
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Merck, Ernst Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/5961_merck-ernst-freiherr-von> (aufgerufen am 20.04.2026)
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