Hessen, Moritz Prinz von

Hessen, Moritz Prinz von
Andere Namen
Geburtsname
Assia, Maurizio d'
Wirken
Werdegang
- erste Lebensjahre auf Schloss Racconigi
- nach dem Tod der Mutter im Konzentrationslager Buchenwald (1944) in Kassel und Neubeuern
- Kriegseinsatz
- Studium der Landwirtschaft und Verwaltung des Gutes Panker (Schleswig-Holstein)
- 1968 von der kinderlosen und verwitweten Prinzessin Margaret von Hessen-Darmstadt adoptiert
- bei deren Tod 1997 Erbe des Hauses Hessen-Darmstadt
- Einbringen eines Teils des Familienvermögens in die Hessische Hausstiftung
- 1999 Georg-August-Zinn-Medaille des Landes Hessen
Familie
Vater
Mutter
Savoyen, Mafalda Prinzessin von, * Rom 19.11.1902, † Konzentrationslager Buchenwald 28.8.1944, katholisch, Tochter des Viktor Emanuel III. König von Italien, GND, * Neapel 11.11.1869, † Alexandria (Ägypten) 28.12.1947, 1900-1946 König von Italien, und der Helene Prinzessin Petrowitsch Njegosch von Montenegro, GND, * Cetinje/Montenegro 8.1.1873, † Montpellier 28.11.1952
Partner
Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Tatiana Prinzessin, * 1940, Tochter des Gustav Albrecht zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, * Berleburg 28.2.1907, † Sowjetunion 1944, offiziell für tot erklärt 29.11.1969
Verwandte
- Hessen, Mafalda Prinzessin von <Tochter>, *1965
- Hessen, Heinrich Donatus Prinz von <Sohn>, * 1966
- Hessen, Elena Prinzessin von <Tochter>, *1967
- Hessen, Philipp Prinz von <Sohn>, *1970
Leben
Aus der Biografie
Nach der Beschlagnahme von Friedrichshof zog Moritz mit seinen Geschwistern nach Wolfsgarten zu Prinz Ludwig und Prinzessin Margaret von Hessen und bei Rhein, holte das Abitur auf dem Liebig-Gymnasium in Darmstadt nach und leistete ein zweijähriges landwirtschaftliches Praktikum ab, zunächst auf Prinz Ludwigs Hofgut Kranichstein, später in Holstein. Danach studierte er Landwirtschaft in Kiel und arbeitete in der Verwaltung der holsteinischen Güter der Kurhessischen Hausstiftung. Nachdem die in Panker einquartierten Vertriebenen aus dem Osten Wohnungen gefunden hatten, richtete Prinz Moritz sich das renovierte Schloss als Wohnsitz ein. 1964 heiratete er Tatjana Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg in Kronberg. Das Paar hatte zwei Söhne und zwei Töchter. Mit dem Tod seines Vaters 1980 wurde Moritz Chef des Hauses Hessen-Kassel und Vorstandvorsitzender der Hausstiftung, deren Geschäftsführung er von seinem Onkel Wolfgang übernahm. Als Adoptivsohn von Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein, der 1968 kinderlos starb, wurde Landgraf Moritz Chef des Gesamthauses Hessen. 1986 übertrug Ludwigs Witwe, Prinzessin Margaret, im Einvernehmen mit ihrem Adoptivsohn den großherzoglichen Kunstbesitz mit Schloss Wolfsgarten auf die Kurhessische Hausstiftung, die sich seither „Hessische Hausstiftung“ nennt. Nach Margarets Tod 1997 richtete Moritz sich Schloss Wolfsgarten als Wohnsitz ein. Seine besondere Vorliebe gilt der Pflege und Ergänzung des Kunstbesitzes im Museum Schloss Fasanerie, der Innendekoration der Schlösser und Hotels der Hausstiftung sowie der Pflege und Neugestaltung der Parks in Panker, Fasanerie, Friedrichshof und Wolfsgarten.
Rainer v. Hessen
(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 189 f.)
Nachweise
Literatur
- Fulda – das Stadtlexikon, Fulda [2019], S. 335 (Christine Klössel)
- Franz, Das Haus Hessen. Ein biographisches Lexikon, Darmstadt 2012, Nr. HK 94, S. 189 f. (Rainer von Hessen)
Weblinks
Bildquelle
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Extern
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hessen, Moritz Prinz von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/5836_hessen-moritz-prinz-von> (aufgerufen am 11.04.2026)
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