Aßmann, Friedrich Heinrich Karl

Aßmann, Friedrich Heinrich Karl
Wirken
Werdegang
- Theologiestudium an den Universitäten Tübingen (1844) und Bonn
- 1846-1847 Theologisches Seminar Herborn
- 1848 Krankheitsvertretung von Kaplan Conradi in Höchst
- 20.7.1848 in Nied zum Pfarrer ordiniert
- 1849 Kaplan in Nied
- Pfarrer in Nied, Main
- 1852 Pfarrer im Rheingau mit Wohnsitz in Erbach (wohnt im herzoglich-nassauischen Domanialzehnthof in Erbach) (Pfarrer von Schierstein bis Aßmannshausen)
- 1860 Pfarrer in Schönborn a.d.Lahn
- 1870 zugleich Kreisschulinspektor des Schulinspektionsbezirks II des Amts Nastätten
- 1874 Pfarrer in Kronberg i.Ts. (mit Kronberg, Königstein, Falkenstein, Schönberg, Ober- und Niederhöchstedt)
- 10.7.1896 50-jähriges Amtsjubiläum
- 1.4.1903 Ruhestand (Nachfolger: sein Sohn Wilhelm)
- 1859 Mitglied im Verein Nassauischer Land- und Forstwirte
- 1894 Ritterkriez des Militair- und Civildienerordens Adolphs von Nassau
- 1898 Roter Adler-Orden IV. Klasse
Lebensorte
Tübingen; Bonn; Herborn; Höchst am Main; Nied; Erbach (Rheingau); Schönborn
Familie
Vater
Aßmann, Johann Christian, 1798–1852, Kaufmann, Sohn des Ludwig Aßmann und der Susanne Elisabeth Zollinger
Mutter
Seulberger, Johannette Christiane, 1800–1870, Tochter des Johannes Seulberger, aus Bierstadt, und der Katharina Elisabeth Schmidt, aus Kloppenheim
Partner
Langsdorff, Maria Anna Caroline, * Königstein 14.6.1832, † Kronberg 27.11.1913, Heirat Königstein, Ts., 6.8.1851, Tochter des Carl Wilhelm Langsdorff, Oberamtssekretär in Idstein, Landrat in Wiesbaden, und der Marianne Weißgerber
Verwandte
- Aßmann, Eduard Karl Eugen <Sohn>, 1853–1868
- Aßmann, Marianne Karoline Ottilie <Tochter>, 1860–1937
- Aßmann, Emma Elisabeth Christiane Marianne <Tochter>, 1865–1934
- Aßmann, Wilhelm Franz Eduard <Sohn>, 1865–1953, Pfarrer
- Aßmann, Friedrich Karl <Onkel>, 1804–1883, Notar, Rechtsanwalt, Amtssekretär, Justizrat in Ehrenbreitstein
Leben
Aus der Biografie
„In seine Kronberger Amtszeit fallen die Anschaffung von zwei neuen Glocken (im Lutherjahr 1883) und die Gründung des evangelischen Kirchenchores. Als die Kaiserin Friedrich Kronberg zu ihrem Witwensitz erwählte und sich nach den kirchlichen Verhältnissen erkundigte, teilte ihr der damalige Superintendent Dr. Ernst mit, daß Aßmann unter den nassauischen Pfarrern der ‚wissenschaftlichste’ sei. Pfarrherr und Kaiserin haben denn auch guten Kontakt gefunden und gehalten. Sie haben sich ein gemeinsames Denkmal damit gesetzt, daß sie die Stadtkirche St. Johann, die der strenge Lutheraner Johann Ludwig Christ hatte ‚ausweißen’ lassen, stilvoll renovieren ließen, ihr die mittelalterliche Farbigkeit zurückgaben.
Von besonderer Bedeutung wurde Aßmann auch für Königstein. Dort gelang ihm mit Unterstützung des nassauischen Fürstenhauses der Bau der evangelischen Immanuelkirche. Sechs Jahre nach deren Fertigstellung wurde Königstein 1894 selbständige Gemeinde.“1
Nachweise
Fußnoten
- Helmut Bode, Ein Kronberger Pfarrherr. Zum 150. Geburtstag von Friedrich Aßmann. In: Kronberger Anzeiger, 10.12.1974. ↑
Quellen
- EKHN, Zentralarchiv, Best. 104, Nr. 761; Nr. 3575
- HStAM Bestand 908 Nr. 2417 (Kronberg, Sterbenebenregister, 1907, Nr. 27)
Literatur
- Helmut Bode, Ein Kronberger Pfarrherr. Zum 150. Geburtstag von Friedrich Aßmann. In: Kronberger Anzeiger, 10.12.1974;
- Helmut Aßmann, Stammtafel und Stammbaum der Familie Aßmann aus Oberschwarzach über Schweinfurth..., auf Grund der familiengeschichtlichen Nachforschungen des Oberlandesgerichtsrats Wilhelm Aßmann (1904-1944) aus Kronberg im Taunus hrsg., Mskr. Ludwigshafen 1990
Bildquelle
Pfarrer i.R. Helmut Aßmann, Neustadt an der Weinstraße
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Aßmann, Friedrich Heinrich Karl“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/3947_assmann-friedrich-heinrich-karl> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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