Fischer gen. Walter, Johann
belegt seit
1506 gestorben
2.8.1554 Beruf
Amtmann, RatAndere Namen
Weitere Namen
Walter, Johann
Wirken
Lebensorte
Erfurt; Lauterbach (Hessen); Kassel
Familie
Vater
Fischer, Walter, Hofschneider
Verwandte
- Fischer, Johann <Bruder>
- Fischer, Christoph <Sohn>, belegt 17.5.1549-5.11.1571
- Fischer, Konrad <Sohn>
- Fischer, Hans <Sohn>
- Fischer, Alexander <Sohn>
- Fischer, Walter <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Dr. Johann Fischer gen. Walter, Sohn des Hofschneiders Walter Fischer, immatrikuliert in Erfurt 1506 Ostern1; um 1511 Riedeselscher Amtmann in Lauterbach2; in Orleans 1520 und hier als Kanonikus3 der St. Martinskirche in Cassel bezeichnet4, wurde 1523 September 22 zum Rat auf die Kanzlei bestellt und hier als Licentiat der Rechte bezeichnet5, zum Doktor der Rechte hat er promoviert zwischen 1525 November 16 und 1527 Februar 287; eine neue Bestallung zu Rat und Diener erhielt er 1527 Februar 288, für die dem Landgrafen im Württembergischen Zuge geleisteten Dienste erhielt er ein Burglehen in Gudensberg9. 1537 Januar 1210 bis 1539 Juli 2111, 1545 September 2012 in der Kanzlei in Cassel nachweisbar, sollte neben Jacob Lersner Advokat in der Nassauischen Sache sein (1543 Mai 7)13, 1550 März Hauptdezernent für die Nassauische Sache neben Dr. Oldendorp14; Rat am Hofe in Cassel 1547 (März)15, 1548 Juni 2616. 1552 April 26 erhielt er, weil es ihm beschwerlich war zu Hofe zu gehen, eine Hausbestallung17. 1553 August war er schwer krank18, er starb 1554 August 219.
Dr. Johann Fischer gen. Walter, Sohn des Hofschneiders Walter Fischer, immatrikuliert in Erfurt 1506 Ostern1; um 1511 Riedeselscher Amtmann in Lauterbach2; in Orleans 1520 und hier als Kanonikus3 der St. Martinskirche in Cassel bezeichnet4, wurde 1523 September 22 zum Rat auf die Kanzlei bestellt und hier als Licentiat der Rechte bezeichnet5, zum Doktor der Rechte hat er promoviert zwischen 1525 November 16 und 1527 Februar 287; eine neue Bestallung zu Rat und Diener erhielt er 1527 Februar 288, für die dem Landgrafen im Württembergischen Zuge geleisteten Dienste erhielt er ein Burglehen in Gudensberg9. 1537 Januar 1210 bis 1539 Juli 2111, 1545 September 2012 in der Kanzlei in Cassel nachweisbar, sollte neben Jacob Lersner Advokat in der Nassauischen Sache sein (1543 Mai 7)13, 1550 März Hauptdezernent für die Nassauische Sache neben Dr. Oldendorp14; Rat am Hofe in Cassel 1547 (März)15, 1548 Juni 2616. 1552 April 26 erhielt er, weil es ihm beschwerlich war zu Hofe zu gehen, eine Hausbestallung17. 1553 August war er schwer krank18, er starb 1554 August 219.
Nachweise
Fußnoten
- Johannes Fischer Casselensis: Erfurter Matrikel 2, 244. ↑
- Landaus Auszüge in der Casseler Landesbibliothek unter Fischer genannt Walter. Siehe dazu Becker, Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 3 (Register !). ↑
- Kanoniker schon 1517 (Casseler Klöster Nr. 1150) und noch 1527 (ebda. Nr. 1191). ↑
- Johann Fischer eccl. Casell. can. (Geschäftsakten des Staatsarchivs in Marburg, Benutzung Knod; vgl. Kuchenbecker, Anal. 5, 23 f.). Noch 1527 März 21 unterschreibt er sich Jo. Fischer doctor (Polit. Archiv, Sachsen Alb. L.), in späteren Jahren gibt er seinen eigentlichen Familiennamen ganz auf, nennt sich nur noch Doctor Walter, wird auch in Akten immer so genannt und vererbt diesen Namen auf seine Söhne. ↑
- Bestallung gedruckt Bd. 2 Nr. 48. ↑
- Marburger Rentereirechnung. ↑
- Konzept in Urkunden, Bestallungen; Landgraf Philipps Dienerbuch Bd. I Bl. 134. ↑
- Ebd. ↑
- Vgl. Mannbuch BI. 209b, 191a, 209a. 1550 Juli 10 ordnete Landgraf Philipp von Mecheln aus die Belehnung Dr. Walters mit den Lehen des verstorbenen Landschreibers Friedrich in Darmstadt und Bessungen an (Polit. Archiv Nr. 1011). Von den Riedeseln hatte er einen Hof zu Albshausen und den Zehnten daselbst zu Lehen, sowie einen halben Hof und Zehnten zu Ritte (Homberg-Schenklengsfeldische Stiftung). ↑
- Rezeßbuch der Kanzlei zu Cassel. ↑
- Ebd. ↑
- Von einem Schreiben an den Amtmann zu Wanfried. ↑
- Akten betr. Behörden und Beamte. Schon 1525 reitet Mag. Walter in der nassauischen Sache nach Schwaben. ↑
- Polit. Archiv Nr. 1010. ↑
- Ebda. Nr. 935. ↑
- Siehe Bd. 2 Nr. 41. ↑
- Konzept in Urkunden, Bestallungen. ↑
- Er litt an den Franzosen (Landgraf Philipp schrieb 1566 Juni 21 an Frau Margarethe von der Saale: wir haben euer schreiben gelesen, so viel unsern sohn grave Philipsen angehet, und sorgen auch wie ihr, das er möcht die krankheit der Franzosen haben, und deshalben ist hoch zeit darzu zu tun, sonderlich dieweil ers im hals hat, das ime nicht geschee wie doctor Waltern. Samtarchiv). ↑
- Lauze II 2 S. 459: des landgraven geheimesten rethe einer. Daß er dem Jorg Nußpicker als Vizekanzler gefolgt sei, behauptet Stölzel (Richtertum 1, 415) mit Berufung auf Lauze (I 243), der davon aber garnichts sagt, (auch Rommel III Anm. S. 278) und nach Stölzel auch Varrentrapp (Forsch. z. deutschen Geschichte XVI), es trifft aber nicht zu. Dr. Walter hatte vier Söhne, Christoph, Konrad, Hans und Alexander, und eine Tochter Margarethe (Urkunde der Homberg-Schenklengsfeldischen Stiftung von 1557). Margarethe wurde die Mutter des Dr. Christoph Paul. ↑
Quellen
Literatur
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Fischer gen. Walter, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/24892_fischer-gen-walter-johann> (aufgerufen am 11.05.2026)
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