Chelleri, Fortunato
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Chellery, Fortunato
Cheller, Fortunato
Kelleri
Kelleri, Fortunat
Kellerj, Fortunato
Kellery, Fortunato
Kelleri, Fortunato
Keller, Fortunato
Chellerie, Fortunato
Wirken
Werdegang
- als Vollwaise Erziehung und Ausbildung beim Onkel F. M. Bazzani, dem Domkapellmeister in Piacenza
- nach dem Überraschungserfolg seiner ersten Oper erhielt er zahlreiche Aufträge in Oberitalien
- 1709/1710: tätig in Barcelona
- ca. 1716/1719: Hofkapellmeister in Florenz
- 1719 bis 1722: tätig in Venedig
- 1722: Berufung als als Hofkapellmeister, Hof- und Kirchenkomponist nach Würzburg durch Fürstbischof Philipp Franz von Schönborn, dort hervorgetan durch seine Oratorien
- 1723: Studienaufenthal am kurpfälzischem Hof in Mannheim
- 1725: Sparmaßnahmen nach dem Tod des Fürstbischofs in Würzburg führen zu seinem Wechsel in den Dienst als Hofkapellmeister unter Landgraf Karl in Kassel
- 1726: zehnmonatiger Aufenthalt in London
- 1732: Nach dem Tod von Landgraf Karl 1730 und der einhergehenden Auflösung der Hofhaltung wird er durch den Nachfolger Landgraf Friedrich, der seit 1720 als Friedrich I. König von Schweden war, nach Stockholm berufen
- 1734-1757: Rückkehr nach Kassel, wo er mit der bis zu seinem Lebensende bewilligten Pension eines Hofrates versorgt die Privatkapelle des späteren Landgrafen Wilhellm VIII. leitete, der 1730 bis 1751 als Statthalter seines Bruders die Landgrafenschaft verwaltete
Werke
- 19 Opern, 6 Oratorien, Kirchenmusiken (Messen, Psalmen, Magnificata usw.), Instrumentalsuiten u. -sonaten
Lebensorte
Piacenza; Barcelona; Florenz; Venedig; Würzburg; Kassel
Familie
Vater
Keller, N.N., † Parlma 1690, Musiker, italianisierte seinen Namen nach der Auswanderung aus Deutschland
Mutter
Bazzani, (Bassani, † 1693), aus einer verbreiteten ital. Musikerfamilie
Partner
Papius, Apollonia Theresia, † 1764, Tochter des Ehegerichts-Sekretärs Papius in Würzburg, Heirat 1723 in Würzburg
Verwandte
Chelleri, Georg Hermann Franz <Sohn>, 1728–1784, Heirat mit Ludwiga Raymunda Neumann, Tochter des Baumeisters Balthasar Neumann
Nachweise
Quellen
- Chelleri, Fortunato, Magnificat, um 1720 Venedig, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, Israel-Anhang 19
- Chelleri, Fortunato, La Giuditta (1. Akt), 1726 Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, Israel-Anhang 12
- Chelleri, Fortunato, Klavierkompositionen, um 1749 Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, Israel-Anhang 14
- Quellenedition Manuscripta Musica, bearb. von Gottwald Clytus, Wiesbaden 1997
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 4, Leipzig 1876, S. 114 (Arrey von Dommer)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 3, Berlin 1957, S. 197 f. (Wilhelm Eckert)
- Kassel Lexikon, hrsg. von der Stadt Kassel, Bd. 1, Kassel 2009, S. 118 (Wolfram Boder)
- Musik in Geschichte und Gegenwart
Weblinks
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Chelleri, Fortunato“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/24104_chelleri-fortunato> (aufgerufen am 14.04.2026)
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