Gertrud, Meisterin in Altenberg

 
geboren
29.9.1227 Wartburg bei Eisenach
gestorben
13.8.1297 Altenberg bei Wetzlar Kloster
Beruf
Nonne, Prämonstratenserin, Meisterin
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130008354

Andere Namen

Weitere Namen

Gertrud von Altenberg

Wirken

Werdegang

  • kam 1228 mit Mutter und Geschwistern nach Marburg
  • 1229 dem Prämonstratenser-Kloster Altenberg übergeben
  • 1248-1297 Vorsteherin des Prämonstratenser-Klosters Altenberg
  • Erbauung der Klosterkirche
  • Errichtung einer dreiflügeligen Klosteranlage, eines Armen- und eines Krankenhauses
  • Einführung des Fronleichnamsfestes
  • 1348 Seligsprechung
  • Grabmal (Tumba) in der ehemaligen Klosterkirche erhalten
  • Psalterium und Kalendarium in der Schlossbibliothek Aschaffenburg

Lebensorte

Marburg; Altenberg bei Wetzlar

Leben

Aus der Biografie

Gertrud, die jüngste Tochter Landgraf Ludwigs IV. von Thüringen und der heiligen Elisabeth, kam nach dem Tod ihres Vaters 1228 mit Mutter und Geschwistern nach Marburg. 1229 wurde sie mit anderthalb Jahren dem Prämonstratenserinnenkloster Altenberg übergeben, dem sie von 1248 bis zu ihrem Tod als (dritte) Meisterin vorstand. Sie ließ mit ihrem Erbgut die Klosterkirche erbauen, errichtete die dreiflügelige Klosteranlage, ein Armen- und Krankenhaus und führte auch das Fronleichnamsfest ein.
Wegen ihrer Wundertätigkeit und Weissagungsgabe gerühmt wurde sie angeblich 1348 selig gesprochen. Die Nachricht über die Seligsprechung durch Papst Clemens VI. beruht jedoch auf einer neuzeitlichen, vom Kloster inszenierten Fälschung, um einen neuen Kult um Gertrud zu schaffen.
Ihr Grabmal ist in der ehemaligen Klosterkirche erhalten, ihr Psalterium und ihr Kalendarium in der Schlossbibliothek Aschaffenburg.
(Otto Renkhoff / Otto Volk)

Nachweise

Literatur

Bildquelle

Bildarchiv Schuffels, Aufnahme: Christian Schuffels (2007)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gertrud, Meisterin in Altenberg“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2381_gertrud-meisterin-in-altenberg> (aufgerufen am 10.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/2381