Bassfreund, Heinrich Levi
Wirken
Werdegang
- jüdisches Geburtsdatum: 7. Av 5646
- 1892-1896 Besuch der jüdischen Volksschule in Trier
- 1896-1904 Besuch des Königlichen Kaiser-Wilhelm Gymnasiums, 8.3.1904 Abitur
- 1904-1911 Studium an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin sowie parallel des Rabbinerseminars zu Berlin, Rabbinerexamen vermutlich 1910
- 1911-1917 Rabbiner in Pinne (Posen, heute Pniewy, Polen)
- ab 1917 Rabbiner in Pless (Oberschlesien, heute Pszczyna, Polen)
- Juni 1918 Feldrabbiner bei der Armeeabteilung D und beim Armeeoberkommando 8 im Osten als Nachfolger von Leo Baeck GND
- 28.12.1920 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Gießen bei Richard Laqueur
- 1.7.1923-1.9.1938 Kreisrabbiner in Eschwege
- Mitglied der Vereinigung jüdischer Religionslehrer Berlins, der Vereinigung von Rabbinern der Provinz Posen zur Wahrung des überlieferten Judentums, im Allgemeinen Deutschen Rabbinerverband sowie Delegierter im Landesverband der Agudas Jisroel
- 12.9.1938 Emigration über Basel nach Kfar Saba (Palästina), dort zunächst Arbeit auf Orangenplantagen
- 01.02.1939-September 1943 Inhaber eines Kolonialwarenladens in Petah Tikvah
- ab Oktober 1943 Mitarbeit im Wäschereibetrieb seiner Frau und seines Sohnes Alfred Bassfreund
- Rabbiner der Gemeinde Meqor Hayim in Petach Tikwa (Palästina/Israel)
- jüdisches Sterbedatum: 6. Schwat 5737
Funktion
- Eschwege, Stadt- und Kreisrabbiner, 1923-1938
Netzwerk
Laqueur, Richard <Lehrer>, GND, * Straßburg 27.3.1881, † Hamburg 25.11.1959, Althistoriker und Klassischer Philologe unter anderem an der Universität Gießen
Werke
- Alexander der Große und Josephus, Gießen 1920 (Diss.)
Familie
Vater
Bassfreund, Jakob, GND geb. Kempen/Polen 11.4.1850, gest. Breslau 25.1.1919, Rabbiner in Tarnowitz, Trier und Hannover
Mutter
Blaschke, Fanny Frieda Bertha, geb. Breslau 3.12.1851, gest. Breslau 30.4.1921
Partner
Meyer, Eva, geb. Berlin 24.9.1893, gest. 25.8.1989, jüdisch, Tochter des Kaufmanns Kaskel, gen. Karl Meyer und der Fanny, geb. Biberfeld, in Berlin, Heirat 1.9.1913
Verwandte
Bassfreund, Alfred <Sohn>, geb. Berlin 1.7.1914, gest. Jerusalem 12.12.2001
Nachweise
Quellen
- Hessisches Staatsarchiv Marburg:
- HStAM 270 Kassel Nr. 4212
- Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden:
- HHStAW 519/3 Nr. 27683
- HHStAW 519/3 Nr. 36017
- HStAM 601/11 Nr. 51
- Universitätsarchiv Gießen, Phil Prom Nr. 953
- MyHeritage
- Stolperstein in Trier
Literatur
- Biographisches Handbuch der Rabbiner, Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945, München 2009, S. 61 f.
- Sabine Hank; Hermann Simon; Uwe Hank, Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges, Berlin 2013, S.42-45
- Karl Kollmann; York-Egbert König, Namen und Schicksale der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Eschwege. Ein Gedenkbuch, Frankfurt am Main 2012, S. 15 f.
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Bassfreund, Heinrich Levi“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23699_bassfreund-heinrich-levi> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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