Wolfershausen, Wolf von
belegt seit
4.3.1398 belegt bis
3.4.1446 Beruf
Landrichter, Hofmeister, Rat, Kriegshelfer, AmtmannWirken
Lebensorte
Homberg (Efze)
Familie
Partner
N.N., Gertrud
Verwandte
- Wolfershausen, Johann von <Bruder>, belegt 1364–1401, Kriegsteilnehmer, Amtmann, Fehdehelfer
- Wolfershausen, Heinrich von <Bruder>, Abt im Kloster Breitenau
- Wolfershausen, Margarethe von <Tochter>
- Buttlar gen. Treusch, Else von <Tochter>, verheiratet mit Kurt von Buttlar gen. Treusch
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Verkauft 1398 März 4 zusammen mit seinem Bruder Hans ihr Sechstel des Gerichts Rengshausen an Landgraf Hermann für 100 fl.1, ist 1401 sein Helfer im Mainzer Krieg2, bürgt 1409 Januar 30 für Zahlung des Brautschatzes der Tochter Landgraf Hermanns bei ihrer Vermählung mit Herzog Heinrich von Braunschweig3. 1409 Februar 13 besiegelt er die Urkunde mit, in der sich sein Bruder Heinrich, Abt des Klosters Breitenau, Landgraf Hermann unterstellt und sich nach dessen Willen zu richten gelobt4. Landrichter zu Hessen 1414 Januar 35. Hofmeister Landgraf Ludwigs I. 1414 März 16, 1415 Mai 127, 1416 April 78. Heimlicher 1413 Juni 24 (als er reiche Lehen zu Melsungen empfängt)9, 1414 Juni 1510, noch unter den Räten 1428 Januar 2211 und wohl auch 1431 Februar 2012. Er gehört 1429 Dezember 17 zu den Vermittlern des Verkaufs der Herrschaft Schöneberg an Hessen13 und 1430 Oktober 15 zu einer Gruppe hoher hessischer Amtsträger, die zwischen Stadt und Stift Hersfeld14 schlichten. Amtmann in Homberg/E. 1434 Juli 1815, 1435 November 2516, 1440 Mai 1817. Ist 1432 November 23 zugegen, als sich die Stadt Braunschweig von der Verratsklage ihres Herzog Wilhelms in Gegenwart Markgraf Johanns von Brandenburg und Landgraf Ludwigs von Hessen und ihrer Räte reinigt18. Noch 1446 April 3 amtlich in Melsungen tätig19. Bereits 1429 Januar 6 errichten er, seine Frau Gertrud und ihre Töchter Margarethe und Else, letztere als Frau des Kurt v. Buttlar gen. Treusch, eine Seelenmessenstiftung im Kloster Hasungen20.
Verkauft 1398 März 4 zusammen mit seinem Bruder Hans ihr Sechstel des Gerichts Rengshausen an Landgraf Hermann für 100 fl.1, ist 1401 sein Helfer im Mainzer Krieg2, bürgt 1409 Januar 30 für Zahlung des Brautschatzes der Tochter Landgraf Hermanns bei ihrer Vermählung mit Herzog Heinrich von Braunschweig3. 1409 Februar 13 besiegelt er die Urkunde mit, in der sich sein Bruder Heinrich, Abt des Klosters Breitenau, Landgraf Hermann unterstellt und sich nach dessen Willen zu richten gelobt4. Landrichter zu Hessen 1414 Januar 35. Hofmeister Landgraf Ludwigs I. 1414 März 16, 1415 Mai 127, 1416 April 78. Heimlicher 1413 Juni 24 (als er reiche Lehen zu Melsungen empfängt)9, 1414 Juni 1510, noch unter den Räten 1428 Januar 2211 und wohl auch 1431 Februar 2012. Er gehört 1429 Dezember 17 zu den Vermittlern des Verkaufs der Herrschaft Schöneberg an Hessen13 und 1430 Oktober 15 zu einer Gruppe hoher hessischer Amtsträger, die zwischen Stadt und Stift Hersfeld14 schlichten. Amtmann in Homberg/E. 1434 Juli 1815, 1435 November 2516, 1440 Mai 1817. Ist 1432 November 23 zugegen, als sich die Stadt Braunschweig von der Verratsklage ihres Herzog Wilhelms in Gegenwart Markgraf Johanns von Brandenburg und Landgraf Ludwigs von Hessen und ihrer Räte reinigt18. Noch 1446 April 3 amtlich in Melsungen tätig19. Bereits 1429 Januar 6 errichten er, seine Frau Gertrud und ihre Töchter Margarethe und Else, letztere als Frau des Kurt v. Buttlar gen. Treusch, eine Seelenmessenstiftung im Kloster Hasungen20.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Gen-Rep. Rengshausen. ↑
- Küch, Landgraf Hermann II. (ZHG 29, 1894) S. 103. ↑
- Gundlach III S. 318. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Breitenau. – Vgl. dazu Demandt, Corvey S. 162. ↑
- V. d. Ropp, Göttinger Statuten S. 224. – Zur gleichen Zeit wird sein Schreiber Johann genannt (StadtA. Göttingen, Liber Copiarum A Bl. 462). Aus seiner Amtszeit dürfte daher auch das von 1413 März 12 datierende Kaufmanns-Paßformular stammen, das sich als Nachtrag im Marburger Salbuch des dortigen Rentmeisters Rulo von Schönbach findet. Es lautet: Ich etc., lantrichtir zcu Hessen, bekennen yn dißim uffen brife, daz N. zceugir dißes brifes, den lantfride gesworen hait unde eyn recht kaufman ist, dit neste angehinde jar uff datum dißes brifes syne kaufmanschacz suchet unde wandert ubir land unde synen zcoel unde geleide gibbet, unde habe deß zeu urkunde myn ingesigel uff dißen brif zcu rucke thun drucken. Datum a. d. millesimo quadringentesimo tredecimo dominica Invocavit. (Druck bei Küch, Salbücher in ZHG 39, 1905 S. 217 Anm. a). ↑
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 176 Anm. 1. Er ist der Erzieher Landgraf Ludwigs I. gewesen, nachdem die Ritterschaft nach dem Tode Landgraf Hermanns 1413 unter Führung des Marschalls Eckhard von Röhrenfurth der Witwe Margarethe, geb. Burggräfin v. Nürnberg, das Recht der Vormundschaft (und damit der Regentschaft) über den künftigen Landesfürsten nicht zugestanden, sondern die Erziehung selbst übernommen hatte, während die Regentschaft unter dem Obervormund Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg durch ein ausgesuchtes Ratskollegium ausgeübt wurde, das zum größten Teil aus Angehörigen der hessischen Ritterschaft bestand (S. Rommel, Hessische Geschichte II S. 190 Anm. und insbesondere Küch, Landgraf Ludwig I. in ZHG 43, 1909 S. 146 ff.). ↑
- Kopiar 4 Nr. 66. ↑
- Rechn. I, Homberg/E. (67/2 Bl. 22v.). ↑
- Kopiar 4 Nr. 48. ↑
- Kopiar 4 Nr. 292. ↑
- StA. Wolfenbüttel, Erbverträge des Hauses Braunschweig Nr. 27. ↑
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 225 Nr. 262: er ist mit dem Rotenburger Amtmann Reinhard von Dalwigk in Göttingen tätig. ↑
- Urkk., Verträge mit Schöneberg. ↑
- Küch a. a. O. S. 210 Nr. 95. ↑
- Urkk., Kloster Kappel. ↑
- Kopiar 4 Nr. 427. ↑
- Urkk., Kloster Kappel. ↑
- StadtA. Braunschweig Urkk. Nrr. 665, 666. ↑
- Rechn. I, Melsungen (81/29 Bl. 67v.). Er regelt dort zusammen mit Schultheiß, Rentschreiber und Landknecht die Fischereigerechtsame des Schultheißen. ↑
- Urkk., Kloster Hasungen. Die Wahl des Klosters Hasungen für diese Stiftung ist bei den Beziehungen der von Wolfershausen zu Kloster Breitenau auffällig, denn hier war auf den 1348 August 21 bezeugten Abt Heinrich von Wallenstein der 1377 Juni 15 und 1380 Oktober 5 genannte Abt Johann von Wolfershausen gefolgt und diesem der Bruder Wolfs, Heinrich von Wolfershausen, genannt 1409 Februar 13, verstorben vor 1415 April 1, als sein Nachfolger Hermann v. Schlutwinsdorf als Abt v. Breitenau auftritt, der diese Würde noch 1443 September 29 innehatte (alle Nachrichten aus Urkk., Kloster Breitenau). ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 969f., Nr. 3414
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 302
- Küch, Eine Quelle zur Geschichte des Landgrafen Ludwig I., in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 43 (1909), S. 145-277
- Küch, Die ältesten Salbücher des Amtes Marburg, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 39 (1905), S. 145-258
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
Nachnutzung
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wolfershausen, Wolf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23277_wolfershausen-wolf-von> (aufgerufen am 15.04.2026)
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