Wied, Johann Herr zu Isenburg und Runkel Graf von
belegt seit
1.10.1492 belegt bis
18.5.1502 Beruf
Rat, Amtmann, OberamtmannLeben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Herr zu Isenburg und Runkel, 1492 Oktober 1 Rat Landgraf Wilhelms III.1, 1493 landgräflicher Amtmann in der Niedergrafschaft auf Hohenstein2, ist 1495 März auf dem Reichstag zu Worms bei der Belehnung der Landgrafen Wilhelm II. und Wilhelm III. durch König Maximilian einer der drei Träger der Lehnsbanner3. 1497 August 18 überträgt ihm Landgraf Wilhelm III. die Bergwerke in der Herrschaft Runkel4. 1499 März 10 einigt er sich mit dem Landgrafen wegen des ihm übertragenen Amtes Hohenstein über die daraus beiden Seiten erwachsenden Verpflichtungen (der Graf soll 18 Personen halten, von denen er 8, der Landgraf 10 versorgen muß) und die dem Grafen zustehenden Einkünfte5. 1500 Oktober 15 Oberamtmann [der Niedergrafschaft Katzenelnbogen] und neuer Rat6. 1501 November 22 wird er auf sein Ansuchen von der Oberamtmannsstelle entbunden und nur zum Rat ernannt7. 1510 Juli 27 bekunden Landhofmeister und Regenten, daß Landgraf Wilhelm III. dem Grafen Johann von Nassau, Vianden und Diez 3500 fl. schuldig war, von denen noch 2800 fl. zu zahlen sind; dazu kommen Zinsen für 10 Jahre, das sind 1400 fl. – von je 100 fl. 5 fl. Diese Forderung ist in die Hände von Graf Johann von Wied und Runkel gelangt, der sich mit den Regenten auf eine Zinsleistung von 1000 fl. einigt, zahlbar in den nächsten 5 Jahren mit je 200 fl. jährlich. Für die übrigen 2800 fl. weisen sie ihm eine Rente von 140 fl. aus allen Einkünften des Fürstentums Hessen an, die jährlich zur Frankfurter Herbstmesse fällig sind8. Die Zahlung der 140 fl. ist 1515 September 2 belegt, als er zugleich die letzten 200 fl. der zugesagten 1000 fl. erhält9. 1502 Mai 18 übernimmt er die Bürgschaft Graf Wilhelms von Wied gegenüber Herrn Ulrich von Eltz10.
Herr zu Isenburg und Runkel, 1492 Oktober 1 Rat Landgraf Wilhelms III.1, 1493 landgräflicher Amtmann in der Niedergrafschaft auf Hohenstein2, ist 1495 März auf dem Reichstag zu Worms bei der Belehnung der Landgrafen Wilhelm II. und Wilhelm III. durch König Maximilian einer der drei Träger der Lehnsbanner3. 1497 August 18 überträgt ihm Landgraf Wilhelm III. die Bergwerke in der Herrschaft Runkel4. 1499 März 10 einigt er sich mit dem Landgrafen wegen des ihm übertragenen Amtes Hohenstein über die daraus beiden Seiten erwachsenden Verpflichtungen (der Graf soll 18 Personen halten, von denen er 8, der Landgraf 10 versorgen muß) und die dem Grafen zustehenden Einkünfte5. 1500 Oktober 15 Oberamtmann [der Niedergrafschaft Katzenelnbogen] und neuer Rat6. 1501 November 22 wird er auf sein Ansuchen von der Oberamtmannsstelle entbunden und nur zum Rat ernannt7. 1510 Juli 27 bekunden Landhofmeister und Regenten, daß Landgraf Wilhelm III. dem Grafen Johann von Nassau, Vianden und Diez 3500 fl. schuldig war, von denen noch 2800 fl. zu zahlen sind; dazu kommen Zinsen für 10 Jahre, das sind 1400 fl. – von je 100 fl. 5 fl. Diese Forderung ist in die Hände von Graf Johann von Wied und Runkel gelangt, der sich mit den Regenten auf eine Zinsleistung von 1000 fl. einigt, zahlbar in den nächsten 5 Jahren mit je 200 fl. jährlich. Für die übrigen 2800 fl. weisen sie ihm eine Rente von 140 fl. aus allen Einkünften des Fürstentums Hessen an, die jährlich zur Frankfurter Herbstmesse fällig sind8. Die Zahlung der 140 fl. ist 1515 September 2 belegt, als er zugleich die letzten 200 fl. der zugesagten 1000 fl. erhält9. 1502 Mai 18 übernimmt er die Bürgschaft Graf Wilhelms von Wied gegenüber Herrn Ulrich von Eltz10.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Passiv- Schuldverschreibungen: von Eltz. Er wird hier von Landgraf Wilhelm III. gegenüber Ulrich, Herrn zu Eltz, für eine Schuld von 3700 fl. als Bürge eingesetzt, zusammen mit Graf Philipp von Virneburg und Neuenahr, Graf Wilhelm von Wied, Herrn zu Isenburg, den Rittern Friedrich vom Stein, Emmrich von Nassau und Johann Freie von Dehrn sowie Hilger von Langenau, Dietrich von Staffel und Johann Brendel von Homburg. Er ist wohl auch jener Graf von Wied, der 1492 Mai 7 an einem Rechtstag mit den sächsischen Räten in der Marburger Kanzlei teilnimmt (Best. 2 IV Auswärtige Beziehungen: Sachsen, Gesamthaus). ↑
- Vgl. unter Johann Keste. – 1495 April 11 und 1498 April 23 ist sein Amtssitz Hohenstein (Rechn. I, Oberrosbach 85/13 Bl. 23 und Driedorf 40/5 Bl. 7v.). ↑
- Diemar, Chroniken S. 312. ↑
- Kopiar 15 Nr. 89. ↑
- Best. 2 V Landesverwaltung: Dienersachen. ↑
- Rechn. I, Borken (35/2 Bel.). Oberamtmann war er gemäß seinen Verpflichtungen schon seit 1492. Die von Gundlach III S. 331 als solche genannten Rheinfelser Amtleute Volprecht Schenk zu Schweinsberg und Graf Dietrich von Wied sind als Oberamtleute nicht nachweisbar, jedoch dürfte Schenk eine solche Funktion schon ausgeübt haben. ↑
- Urkk., Samtarchiv Nachtr. 0,370. – Kopiar 131 I Nr. 31. – Vgl. auch Gundlach II Nr. 22. ↑
- Kopiar 16 Bl. 37 ff. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (13/3b Bel.). ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Eltz. An weiteren Ersatzbürgen für die hessische Schuld von 3.700 fl. stellte Landgraf Wilhelm II. noch: 1502 Juni 20 Paul v. Breitbach, Herrn zu Olbrück, für den † Emmerich von Nassau (Ausführung ebd.), 1505 Dezember 22 Kuno von der Leyen für den † Johann von der Leyen (dessen Bürgerschaftsübernahme sonst nicht bezeugt ist) (Ausführung ebd.), 1506 Juli 18 Adam vom Stein für den † Friedrich vom Stein (Kopiar 13 Nr. 216) und an Adams Stelle schon 1506 November 27 Philipp von Frankenstein (ebd. Nr. 233), 1507 Juni 8 Marsilius von Reifenberg für den † Johann Brendel von Homburg (ebd.) und schließlich 1508 Oktober 10 Andreas von der Leyen für den † Kuno von der Leyen (Ausführung ebd.). ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 951, Nr. 3347.
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 2: Urkunden und Akten, Marburg 1932
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 298, 331
- Diemar, Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg, Marburg 1909
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wied, Johann Herr zu Isenburg und Runkel Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23193_wied-johann-herr-zu-isenburg-und-runkel-graf-von> (aufgerufen am 13.04.2026)
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