Wenings, Gottfried von

 
belegt seit
30.11.1481
belegt bis
6.12.1517
Beruf
Schultheiß, Kellner

Wirken

Lebensorte

Hoch-Weisel; Butzbach

Familie

Partner

Sitz, Elisabeth

Verwandte

  • Döring, Hans <Stiefsohn>
  • Wenings, Kurt von <Sohn>

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
1481 November 30 Schultheiß zu Hochweisel1, 1484/85 landgräflicher Kellner zu Butzbach2, erhält 1487 Juli 19 von Erzbischof Hermann von Köln als Vormund Landgraf Wilhelms III. auf Bericht der Statthalter zu Hessen, daß der † Landgraf Heinrich III. dem gen. Kellner und seiner Frau Elisabeth Sitz und Wohnung in einem der drei Dörfer Hochweisel, Ostheim oder Fauerbach und die Freiheit für 4 Hufen zugesagt habe, gegen Rückgabe dieser beurkundeten Zusicherung das Schultheißfenamt zu Ostheim auf Lebenszeit. Er soll sich mit Pferd und Harnisch gerüstet halten, dafür jährlich aus der Kellerei Butzbach 10 Achtel Hafer, die Hofkleidung und im landgräflichen Dienst Ersatz seines reisigen Schadens erhalten. Wenings kann in Butzbach wohnen bleiben, muß aber das Amt nichtsdetoweniger angemessen versorgen, in Fehdezeiten aber persönlich in Ostheim wohnen3. 1490 Februar 3 erhält er von Landgraf Wilhelm II. eine ähnliche Verschreibung auf das Schultheißenamt Ostheim, das er nach Abberufung vom Butzbacher Kellneramt übernehmen soll, worauf er einen freien Sitz in einem der drei genannten Dörfer erhalten wird, während die Freiheit der vier Hufen erlischt4. Kellner in Butzbach noch 1499 März 295, 15026, 1509 Oktober 137, 1513 Oktober 188 und 1515 Februar 79. 1515 September 29 erteilt er seinem [Stief]Sohn Hans Döring10 Vollmacht, ihn vor dem Marburger Hofgericht zu vertreten, da er wegen Leibesschwachheit nicht persönlich erscheinen kann, um auf die Klage von Frankfurter und Wetzlarer Bürgern zu antworten, eine Lade mit silbernen Bechern, Kleinodien und Geld unrechtmäßig an sich gebracht zu haben11. 1517 Juni 4 ist er zuletzt als Butzbacher Kellner bezeugt12; schon 1517 Dezember 6 wird Kurt Wenings [vermutlich Gottfrieds Sohn] als Kellner zu Butzbach genannt13.

Nachweise

Fußnoten

  1. Kopiar 15 Nr. 11.
  2. Rechn. I, Butzbach (36/5a Bel.) und Ämterrezesse (9/42): er rechnet 1485 März 1 über das vergangene Rechnungsjahr ab.
  3. Urkk., Bestallungen.
  4. Ebd. Der Revers trägt das Siegel Gottfrieds, das im Schild einen frontal gestellten Ochsenkopf zeigt. Rückseitig der Kanzleivermerk: Commissione H von D(oringebergs) hof(meisters) et J. S(chenks) marschalci. – Kopiar 131 Nr. 69. – Das Rep. 1 verzeichnet aus der Zeit Landgraf Wilhelms III. nicht weniger als drei Reverse Gottfrieds über das Schultheißenamt zu Ostheim.
  5. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/9 Bl. 35v.).
  6. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/6 Bl. 18).
  7. Ebd. 12b/3 Bel.
  8. Rechn. I, Nidda (84/34 Bel.).
  9. Rechn. I, Ämterrezesse (15/5 Bl. 41).
  10. Dieser Name setzt voraus, daß Wenings mit einer verwitweten Döring verheiratet war.
  11. Best. 257, Fragmenta actorum des Hofgerichts Bd. XVIII Nr. 21.
  12. Ebd. Bd. XVI Nr. 5.
  13. Ebd. Bd. LXX.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Wenings, Gottfried von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23143_wenings-gottfried-von> (aufgerufen am 13.04.2026)

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