Lowe, Adolph

 
geboren
4.3.1893 Stuttgart
gestorben
3.6.1995 Wolfenbüttel
Beruf
Soziologe, Nationalökonom, Hochschullehrer
Titel
Prof. Dr. jur.; Dr. h.c. mult.
Konfession
jüdisch
GND-Explorer
119383292

Andere Namen

Geburtsname

Löwe, Adolf

Wirken

Werdegang

  • 1911 Reifeprüfung am Gymnasium in Stuttgart
  • 1911-1915 Studium der Rechtswissenschaften, Nationalökonomie, Philosophie und Musik an den Universitäten München, Berlin, Tübingen
  • 1915 Staatsexamen
  • 1915-1916 Heeresdienst
  • 1916-1918 volkswirtschaftlicher Sekretär der kriegswirtschaftlichen Vereinigung
  • 1918 Promotion zum Dr. jur. in Tübingen
  • 1918-1919 sozialwissenschaftlicher Referent im Demobilmachungs- und Reichsamt
  • 1919-1924 Mitarbeiter des Reichswirtschaftsministeriums
  • 1925 Vertreter des Amtes bei der dritten Arbeitskonferenz in Genf
  • seit 1922 gleichzeitig Reparationsreferent und Teilnehmer an der Genueser Wirtschaftskonferenz sowie Generalreferent des Amtes für die Verhandlung mit dem Dawes-Komitee
  • 1933 Regierungsrat
  • 1924-1926 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Statistischen Reichsamt
  • 1924 Lehrauftrag für Industrie- und Handelspolitik sowie Wirtschaftsstatistik an der Universität Kiel
  • 1926 Habilitation für Konjunkturtheorie in Kiel
  • 1926 Privatdozent an der Universität Kiel
  • 1926 nb. außerordentlicher Professor an der Universität Kiel
  • 1930 ordentlicher Professor für Wirtschaftswissenschaften und Soziologie an der Universität Kiel
  • 1931-1933 ordentlicher Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Frankfurt am Main
  • Herbst 1932-Frühjahr 1933 Verwalter des Instituts für Sozialforschung Frankfurt am Main
  • 13.4.1933 Entzug der Lehrbefugnis gemäß § 4 BBG (Grund: engagierter Sozialdemokrat)
  • April 1933 Emigration in die Schweiz, dann nach Großbritannien
  • 1933-1938 Research Fellow der Rockefeller Stiftung, Universität Manchester
  • 1938-1940 University Lecturer in Economics and Political Philosophy Universität Manchester
  • 1940 USA, dort bis 1963 Hochschullehrer in New York
  • 1942-1951 zugleich Direktor des Institute of World Affairs in New York
  • 1953 Gastprofessor Hebrew Universität Jerusalem
  • seit Wintersemester 1956/57 im Rahmen der Wiedergutmachung als Emeritus geführt
  • 1983 Rückkehr nach Deutschland
  • 1990 Ehrensenator der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 1993 Festveranstaltung der Universität Frankfurt am Main anlässlich seines 100. Geburtstages

Lebensorte

Stuttgart; München; Frankfurt am Main

Familie

Vater

Löwe, Alexander, Kaufmann

Mutter

Mayer, Ottilie

Partner

Löwenstein, Beatrice, ⚭1919, * 1893 Stuttgart, Sozialfürsorgerin

Verwandte

  • Aubrey, Rachel <Tochter>, GND, New York, 1921-2011, Psychotherapeutin
  • Lustig, Hanna <Tochter>, ⚭ Ernst Lustig GND, 1921-1999, Chemiker, 1938-1973 Emigration Argentinien und USA, ab 1973 Leiter der Abteilung Physikalische Messtechnik bei der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig, begründet 1978 den Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden Oberschlesiens

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lowe, Adolph“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23032_lowe-adolph> (aufgerufen am 10.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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