Volswengk, Eberhard
belegt seit
1457 gestorben
vor 6.7.1494 Beruf
Schreiber, Rentschreiber, Sekretär, Rat, Kammerschreiber, Pfarrer, KanonikerAndere Namen
Weitere Namen
Voilswengk, Eberhard
Fulswengk, Eberhard
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Aus Morschen, wird 1457 Michaelis in Erfurt immatrikuliert1. 1475 Dezember 8 bezeichnet Landgraf Heinrich III. Herrn Eberhard Volswencken als seinen Schreiber2. Rentschreiber zu Spangenberg 1476 September 223, 1477 März 114, 1479 Februar 155, 1481 Juni 46, 1485 April 257. Als Sekretär Landgraf Wilhelms II. 1487 Juni 16 am Abschluß der Erbeinung des Landgrafen mit seinem Bruder Landgraf Wilhelm I. von diesem Tage maßgeblich beteiligt8. Sekretär 1489 Juni 29 und August 1210. Rat Landgraf Wilhelms II. 1489 Januar 911, 1491 September 2212. Kammerschreiber des Landgrafen 1488 Februar 2013, 1490 März 914. 1482 Mai 9 Inhaber der Kapelle zum Hl. Grabe an der Pfarrkirche St. Johann zu Spangenberg15. Bis 1489 Pfarrer in Sontra16, dann in Melsungen17 bis zu seinem Tode. Außerdem besaß er noch geistliche Pfründen in Allendorf an der Werra und in Erfurt18. Er war ferner Kanoniker des Stiftes Kaufungen19. Sein Testament von 1494 Juli 620 weist ihn als sehr wohlhabend, ja reich aus21.
Aus Morschen, wird 1457 Michaelis in Erfurt immatrikuliert1. 1475 Dezember 8 bezeichnet Landgraf Heinrich III. Herrn Eberhard Volswencken als seinen Schreiber2. Rentschreiber zu Spangenberg 1476 September 223, 1477 März 114, 1479 Februar 155, 1481 Juni 46, 1485 April 257. Als Sekretär Landgraf Wilhelms II. 1487 Juni 16 am Abschluß der Erbeinung des Landgrafen mit seinem Bruder Landgraf Wilhelm I. von diesem Tage maßgeblich beteiligt8. Sekretär 1489 Juni 29 und August 1210. Rat Landgraf Wilhelms II. 1489 Januar 911, 1491 September 2212. Kammerschreiber des Landgrafen 1488 Februar 2013, 1490 März 914. 1482 Mai 9 Inhaber der Kapelle zum Hl. Grabe an der Pfarrkirche St. Johann zu Spangenberg15. Bis 1489 Pfarrer in Sontra16, dann in Melsungen17 bis zu seinem Tode. Außerdem besaß er noch geistliche Pfründen in Allendorf an der Werra und in Erfurt18. Er war ferner Kanoniker des Stiftes Kaufungen19. Sein Testament von 1494 Juli 620 weist ihn als sehr wohlhabend, ja reich aus21.
Nachweise
Fußnoten
- Gundlach III S. 281. – Ein Hermann Volswengk war 1462 Oktober 14 alter Küchenschreiber des Klosters Heydau (Urkk., Kloster Heydau). ↑
- Rechn. I, Spangenberg (98/3 Bl. 52). Er war also wohl schon damals Rentschreiber in Spangenberg. ↑
- Ebd. 98/3 Bl. 107. ↑
- Gundlach zitiert die Ämterrezesse 1471–1479. ↑
- Rechn. I, Spangenberg (99/7 Bel.). ↑
- Ebd. 99/7 Bel. ↑
- Ebd. 99/7 Bel. ↑
- Erbeinung von Oberkaufungen (Urkk., Samtarchiv Schubl. 76 Nr. 42). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/4 Bel.). ↑
- Ebd. 12/4 Bel. ↑
- Best. 105 II Stift Fritzlar, Korrespondenzen. ↑
- Kopiar L 5 Bl. 24 (und wiederholt Bl. 69v.). Damals verkauft ihm Landgraf Wilhelm II. eine Hufe Land und Wiesen bei Melsungen, die bisher Johann Wüstefeld innehatte, für 200 fl. und die Fischerei bei Spangenberg für 108 fl. ↑
- Rechn. I, Eschwege, Baurechnung. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammer (11/12 Bl. 72). Wenn ebd. auf Bl. 74 von beiden Kammerschreibern die Rede ist, dann bezieht sich das auf die Ausgabe von Hafer in Eschwege, der beiden Landgrafen zusteht und von beiden Kammerschreibern zu verrechnen ist. Johann Eichholz muß also 1490 Februar 26 Kammerschreiber Landgraf Wilhelms I. gewesen sein. ↑
- Urkk., Depositum Stadt Spangenberg. ↑
- Huyskens, Werraklöster Nr. 160. – Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/12 Bl. 48v.). ↑
- L. Armbrust, Gesch. der Stadt Melsungen (ZHG Supplement 14, 1905) S. 321. ↑
- Gemäß den Angaben in seinem Testament (Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1073). ↑
- von Roques, Kaufunger UB II Nr. 567. – Bereits 1485 Mai 4 geht ein Schreiben Landgraf Wilhelms I. an ihn nach Kaufungen (Rechn. I, Spangenberg 99/5 Bl. 53). ↑
- Siehe Anm. 18. ↑
- Seine Schuldner waren Landgraf Wilhelm II., dem er 742 fl. geliehen hatte, davon 42 für die Reise zum König, und zahlreiche hessische beamtete und nicht beamtete Adlige und Bürger, deren Schulden jedoch nur zum Teil spezifiziert benannt werden. Doch machen schon die wenigen Posten, die aufgeführt werden, ein Guthaben von 2400 fl., 300 Pfd. und 250 Vt. Frucht aus. Seinen Hausrat in Spangenberg schätzt er auf 80 fl. ohne die 14 (!) Federbetten, dazu kommt sein Hausrat in Melsungen. Von Interesse ist, daß er auch Beteiligungen an Kupfer- und Eisenbergwerken hatte. So war er schon 1480 Gewerke der Oberellenbacher Kupferhütte. (Vgl. Hans Strube, Kupferschmelzhütten im Sontraer Raum. In: Hessische Heimat 1974 S. 200). ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 903, Nr. 3177
- Hans Strube, Kupferschmelzhütten im Sontraer Raum - von den Anfängen bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges, in: Hessische Heimat NF 24 (1974) S. 199-208
- Huyskens, Die Klöster der Landschaft an der Werra, Marburg 1916
- v. Roques, Urkundenbuch des Klosters Kaufungen in Hessen, Bd. 2, Kassel 1902
- Armbrust, Geschichte der Stadt Melsungen bis zur Gegenwart, Kassel 1905
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 281
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Volswengk, Eberhard“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23019_volswengk-eberhard> (aufgerufen am 11.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/23019