Uffhausen, Erwin von
belegt seit
1401 belegt bis
24.6.1424 Beruf
Truppenführer, PfandinhaberAndere Namen
Weitere Namen
Uffhausen, Erbe%von
Familie
Partner
N.N., Liese
Verwandte
Uffhausen, Kurt von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Höchst aktiver Führer einer Gruppe von Helfern Landgraf Hermanns im Krieg mit Mainz 1401 bis 14041 auf der Altenburg (bei Alsfeld), wo er wohl auch noch 1407 Januar 13 sitzt2. 1412 Mai 2 verpfändet ihm Landgraf Hermann für 600 fl. das halbe Schloß Schotten mit der Burg der Schenken zu Schweinsberg und verpflichtet sich, es nicht vor drei Jahren wieder einzulösen3. Nach der Regierungsübernahme entschädigt Landgraf Ludwig I. Erbe für seine Verluste im Dienst Landgraf Hermanns mit 60 fl. und einem Hengst4. 1415 Mai 14 wird er zum Pfandamtmann in Homberg/O. eingesetzt, ist jedoch zur Inventarisierung und Abrechnung verpflichtet wie der Schultheiß, der das Amt vorher innehatte5. 1417 Mai 1 wird diese Pfandschaft erneuert und zwar solange, bis ihm Landgraf Ludwig die 1000 fl. zurückgezahlt hat, die er Erbe schuldet, nämlich 500 fl. für seinen Ritt zum König nach Konstanz – er hat also den Landgrafen im Mai 1417 auf den Konstanzer Reichstag zum Lehnsempfang begleitet – und 500 fl. an Johann von Merlau, die dieser Landgraf Ludwig abgewonnen hatte und dessen Schwester Margarethe, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg für die Einlösung des an sie verpfändeten Schlosses Ziegenberg erhalten hat6. 1423 Juli 24 bekundet Landgraf Ludwig, von Erwin und seiner Frau Liese7 550 fl. geliehen zu haben, die er bis zum 24. Juni 1424 auf der Altenburg bei Alsfeld oder in Friedberg bzw. Frankfurt zurückzahlen will8.
Höchst aktiver Führer einer Gruppe von Helfern Landgraf Hermanns im Krieg mit Mainz 1401 bis 14041 auf der Altenburg (bei Alsfeld), wo er wohl auch noch 1407 Januar 13 sitzt2. 1412 Mai 2 verpfändet ihm Landgraf Hermann für 600 fl. das halbe Schloß Schotten mit der Burg der Schenken zu Schweinsberg und verpflichtet sich, es nicht vor drei Jahren wieder einzulösen3. Nach der Regierungsübernahme entschädigt Landgraf Ludwig I. Erbe für seine Verluste im Dienst Landgraf Hermanns mit 60 fl. und einem Hengst4. 1415 Mai 14 wird er zum Pfandamtmann in Homberg/O. eingesetzt, ist jedoch zur Inventarisierung und Abrechnung verpflichtet wie der Schultheiß, der das Amt vorher innehatte5. 1417 Mai 1 wird diese Pfandschaft erneuert und zwar solange, bis ihm Landgraf Ludwig die 1000 fl. zurückgezahlt hat, die er Erbe schuldet, nämlich 500 fl. für seinen Ritt zum König nach Konstanz – er hat also den Landgrafen im Mai 1417 auf den Konstanzer Reichstag zum Lehnsempfang begleitet – und 500 fl. an Johann von Merlau, die dieser Landgraf Ludwig abgewonnen hatte und dessen Schwester Margarethe, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg für die Einlösung des an sie verpfändeten Schlosses Ziegenberg erhalten hat6. 1423 Juli 24 bekundet Landgraf Ludwig, von Erwin und seiner Frau Liese7 550 fl. geliehen zu haben, die er bis zum 24. Juni 1424 auf der Altenburg bei Alsfeld oder in Friedberg bzw. Frankfurt zurückzahlen will8.
Nachweise
Fußnoten
- Küch, Landgraf Hermann II. (ZHG 29, 1894) S. 163 Nr. 52, S. 164 Nr. 65, S. 168 Nr. 92, S. 169 Nr. 106 und an vielen anderen Stellen bis S. 206 Nr. 358. ↑
- Becker, Alsfelder Regg. (MOHG NF 34, 1937) S. 193 Nr. 10 (fälschlich datiert auf Januar 8). – Kopiar 2 Nr. 38. Er heißt hier einer der frunde Landgraf Hermanns. ↑
- Urkk., Gen-Rep. Schotten. Hier wird als seine Frau Liese, als ihr Sohn Kurt genannt. – Baur, Hessische Urkunden IV Nr. 41. ↑
- Kopiar 4 Nr. 257 (undatiert). ↑
- Urkk., Bestallungen. – Küch, Salbücher (ZHG 39, 1905) S. 167. – 1416 Juni 8 legt er vom Amte Homberg Rechnung vor Eckhardt von Röhrenfurth, Peter Sinning, Heinrich Cluder und Johannes Morschen (Rechn. I, Homberg/O. 67/32 Bl. 1). ↑
- Kopiar 4 Nr. 559. – Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 157. ↑
- Sie wird jedoch schon 1420 März 15 als Witwe bezeichnet (StA. Darmstadt, Urkk., Altenburg). ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: Uffhausen. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 881, Nr. 3088
- Becker, Alsfelder Regesten des Staatsarchivs zu Marburg, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins NF 34 (1937), S. 189-217
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 275
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 4: Die Urkunden von 1400 bis 1500 enthaltend, Darmstadt 1866
- Küch, Eine Quelle zur Geschichte des Landgrafen Ludwig I., in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 43 (1909), S. 145-277
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
- Küch, Die ältesten Salbücher des Amtes Marburg, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 39 (1905), S. 145-258
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Uffhausen, Erwin von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22917_uffhausen-erwin-von> (aufgerufen am 12.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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