Treysa, Matthias von

 
belegt seit
11.10.1421
belegt bis
12.3.1447
Beruf
Kleriker, Schiedsmann, Kaplan, Priester, Kanoniker, Pfarrer

Wirken

Lebensorte

Kassel; Erfurt; Heidelberg

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Kleriker der Mainzer Diözese in einer Kasseler Urkunde von 1421 Oktober 111, 1423 Michaelis in Erfurt immatrikuliert mit der Herkunftsangabe Kassel2. Dort hat er das Baccalaureat erworben, wie aus der Eintragung in der Heidelberger Matrikel von 1434 hervorgeht3. In Heidelberg ist er dann wohl Magister geworden, denn 1432 führt er diesen Titel noch nicht4, wohl aber 1437 Mai 135, als er mit einer Gruppe landgräflicher Beamter schiedsgerichtliche Funktionen ausübt6. 1440 Oktober 2 wird er von Landgraf Ludwig I. als sein besonderer Kaplan bezeichnet und von ihm zusammen mit dem landgräflichen Leibarzt Meister Leonhard von Schweinfurt beauftragt, mit Bewilligung des Papstes gegen Ablaß Almosen für den Bau der eingestürzten Kasseler St. Martinskirche zu sammeln7. 1440 Oktober 14 wird er als Priester und Kanoniker daselbst8, 1446 Januar 13 als Pfarrer an St. Martin9 und 1447 März 12 als Pfarrer auf der Freiheit zu Kassel bezeichnet10.

Nachweise

Fußnoten

  1. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 915.
  2. Weißenborn, Erfurter Matrikel I S. 126.
  3. Toepke, Heidelberger Matrikel I S. 203: Hier heißt es: Mathias Dreyße de Cassel, presbiter Mogunt(ine) dioc(esis), bacc(alaureus) art(ium) Erford(ensis). Dazu die Ergänzung aus den Fakultätsakten: Mathias de Teysa rec(eptus est) ad fac(ultatem) art(ium) ut bacc(alaureus) 1. Februar 1435.
  4. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 940. Vor diesem Termin hatte er in Kassel ein Haus für 40 fl. erworben. Er muß wohlhabend gewesen sein, da er nicht nur die Studiengebühren bezahlte, sondern in Kassel auch noch weiteren Grundbesitz erwarb (vgl. Schultze a.a.O. Nr. 981).
  5. Urkk., Kloster Merxhausen.
  6. Er schlichtet einen Streit zwischen dem Pfarrer zu Holzhausen und zwei Nonnen von Merxhausen, gegen die der Pfarrer ehrverletzende, unzüchtige Worte gebraucht hatte, zusammen mit dem landgräflichen Schreiber Hermann Körper, dem Hofmeister Hermann Meisenbug und dem Kasseler Schultheißen Kurt Mattenberg.
  7. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 967. Vgl. auch unter Leonhard von Schweinfurt.
  8. Schultze a.a.O. Nr. 968.
  9. Ebd. Nr. 981.
  10. Ebd. Nr. 1604.

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Treysa, Matthias von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22874_treysa-matthias-von> (aufgerufen am 12.04.2026)

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