Stockhausen, Johann der Jüngere von
belegt seit
3.11.1430 belegt bis
12.5.1479 Beruf
Schütze, Amtmann, Rat, SchiedsmannAndere Namen
Weitere Namen
Stockhausen, Hans der Jüngere%von
Wirken
Lebensorte
Trendelburg
Familie
Vater
Stockhausen, Johann gen. Hans der Ältere von, belegt 1424–2.7.1454, Diener, Amtmann
Partner
Holzheim, Gertrud von, Schwester von Margaethe von Holzheim, belegt 1470 und 1494
Verwandte
Stockhausen, Heinrich von <Bruder>, belegt 21.11.1455–3.2.1490, Rat, Amtmann
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn Johanns (Hans) des Älteren, erhält bereits 1430 November 3 vom Kammerschreiber 6 fl. zum Einkauf von Kleidung und Schuhen1, landgräflicher Schütze 1453 September2, wird 1454 Juli 2 zusammen mit seinem Vater zum Amtmann in Trendelburg bestellt3, Amtmann dortselbst 1455 März 104 bis 1462 Juli 225, anschließend Amtmann zu Gieselwerder seit 1462 Juli 236; dann wieder zu Trendelburg (ungewiß seit wann) bis 1471 Januar 157. Er erhält jedoch neben Otto von der Malsburg 1474 und 1475 wieder eine Amtsbesoldung aus der Renterei Trendelburg8 und wird 1476 März 24 Amtmann zu Trendelburg genannt9. 1464 Juli 11 stellt er Landgraf Ludwig II. einen Revers aus, daß ihm das Schloß Ziegenberg für 1533 fl. verpfändet worden ist10, doch schon 1466 April 7 verlangen Hans von Stockhausen und Dietrich von Bodenhausen von Landgraf Ludwig die Einlösung des Ziegenberges, da sie das Geld benötigen11. Amtmann auf dem Schöneberg 146512, desgleichen 1481 Februar 513, sitzt noch 1483 Mai 30 auf dem Schöneberg14, ist Amtmann zu Veckerhagen 1456 Mai 615, 1459 Februar 1516, und (mit seinem Bruder Heinrich) seit 1461 Januar 2017, 146518 und noch 1471 Februar 519 bis zur Ablösung des Amtes durch Landgraf Wilhelm I. (!) 1499 November 1320. Amtmann zu Neukirchen 1479 März 18 und September 321. Amtmann zu Trendelburg noch 1484 Mai 2022. Bürge des Vertrages zwischen Hessen und Paderborn von 1466 Juli 1923, einer der Räte und Schiedsleute Landgraf Ludwigs II. in den Landesteilungsverhandlungen mit Landgraf Heinrich III. 1467 August 1124, 1469 Mai 2525, 1470 Mai 1726. Heimlicher Landgraf Ludwigs 1467 August 1127, 1470 Februar 1428, 1471 Februar 529, begleitet im Juli 1471 den Landgrafen zum Kaiser30. Rat Landgraf Heinrichs III. (als Vormund seiner Neffen der Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II.) 1479 Mai 1231, schwört 1479 Juni 5 der Landgräfin Anna Urfehde32. 1479 Dezember 23 löst Landgraf Heinrich eine Schuldverschreibung der Landgrafen Wilhelm I. und II. in Höhe von 800 fl. von Hans von Stockhausen ein33. – Er war verheiratet mit Gertrud von Holzheim, die 1470 und noch 1494 genannt wird34.
Sohn Johanns (Hans) des Älteren, erhält bereits 1430 November 3 vom Kammerschreiber 6 fl. zum Einkauf von Kleidung und Schuhen1, landgräflicher Schütze 1453 September2, wird 1454 Juli 2 zusammen mit seinem Vater zum Amtmann in Trendelburg bestellt3, Amtmann dortselbst 1455 März 104 bis 1462 Juli 225, anschließend Amtmann zu Gieselwerder seit 1462 Juli 236; dann wieder zu Trendelburg (ungewiß seit wann) bis 1471 Januar 157. Er erhält jedoch neben Otto von der Malsburg 1474 und 1475 wieder eine Amtsbesoldung aus der Renterei Trendelburg8 und wird 1476 März 24 Amtmann zu Trendelburg genannt9. 1464 Juli 11 stellt er Landgraf Ludwig II. einen Revers aus, daß ihm das Schloß Ziegenberg für 1533 fl. verpfändet worden ist10, doch schon 1466 April 7 verlangen Hans von Stockhausen und Dietrich von Bodenhausen von Landgraf Ludwig die Einlösung des Ziegenberges, da sie das Geld benötigen11. Amtmann auf dem Schöneberg 146512, desgleichen 1481 Februar 513, sitzt noch 1483 Mai 30 auf dem Schöneberg14, ist Amtmann zu Veckerhagen 1456 Mai 615, 1459 Februar 1516, und (mit seinem Bruder Heinrich) seit 1461 Januar 2017, 146518 und noch 1471 Februar 519 bis zur Ablösung des Amtes durch Landgraf Wilhelm I. (!) 1499 November 1320. Amtmann zu Neukirchen 1479 März 18 und September 321. Amtmann zu Trendelburg noch 1484 Mai 2022. Bürge des Vertrages zwischen Hessen und Paderborn von 1466 Juli 1923, einer der Räte und Schiedsleute Landgraf Ludwigs II. in den Landesteilungsverhandlungen mit Landgraf Heinrich III. 1467 August 1124, 1469 Mai 2525, 1470 Mai 1726. Heimlicher Landgraf Ludwigs 1467 August 1127, 1470 Februar 1428, 1471 Februar 529, begleitet im Juli 1471 den Landgrafen zum Kaiser30. Rat Landgraf Heinrichs III. (als Vormund seiner Neffen der Landgrafen Wilhelm I. und Wilhelm II.) 1479 Mai 1231, schwört 1479 Juni 5 der Landgräfin Anna Urfehde32. 1479 Dezember 23 löst Landgraf Heinrich eine Schuldverschreibung der Landgrafen Wilhelm I. und II. in Höhe von 800 fl. von Hans von Stockhausen ein33. – Er war verheiratet mit Gertrud von Holzheim, die 1470 und noch 1494 genannt wird34.
Nachweise
Fußnoten
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 211 Nr. 105. – 1430 März 21 erhält er 5 Böhmische für eisernen Draht für Wolfsangeln (ebd. S. 232 Nr. 325). ↑
- Rechn. I, Trendelburg (106/6 Bl. 33). ↑
- Siehe unter Johann (Hans) den Älteren, von dem er für die ersten Jahre schwer zu unterscheiden ist. ↑
- Amtsbücher S/583. ↑
- Rechn. I, Trendelburg (107/6 Bl. 15): als m. gn. h. uff Marie Magdalene dii Trindelnborgh von Hanse von Stoghusen naem. – 1462 Mai 19 hob Landgraf Ludwig II. einen Sohn des Amtmanns aus der Taufe (wozu er mit großem Gefolge einschließlich der Trompeter erschienen war) (ebd. Bl. 16 und 13v.). ↑
- Rechn. I, Trendelburg (107/6 Bl. 2): in dem jaire ... 62 amme fritaige nach senthe Marien Magdalenen taige, als der amptman Hans von Stoghusen zum Werder geczogen was. ↑
- Rechn. I, Trendelburg (107/11 Bl. 6): feria tercia post octavas epiphanie domini, also Hans von Stogh(usen) abgeczougen was von Drinderburgk. Sein Nachfolger war Otto [von der Malsburg] (ebd. Bl. 9). ↑
- Rechn. I, Trendelburg (107/13). ↑
- Ebd. 107/13 Bl. 8v. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Ziegenberg. ↑
- Ebd. ↑
- Amtsbücher S/556 Bl. 14v. und öfter. Gundlach III S. 263 nennt ihn schon so zu 1464 (unter Bezug auf die Lehnsreverse). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/1 Bel.) ↑
- Rechn. I, Spangenberg (99/3 Bl. 71v.). ↑
- An diesem Tage bekundet er, daß ihm Landgraf Ludwig Schloß und Amt Veckerhagen amtsweise solange übertragen habe, bis ihm 175 fl. bezahlt worden seien (Urkk., Gen.-Rep. Veckerhagen). – Vgl. dazu die Notiz in der Trendelburger Schultheißenrechnung von 1456 (106/11 Bl. 9v.): ... dit jair froempt gefodert, so Hans von Stoghusen vor Pinxsten [Mai 16] was tom Fekerhagin getoigen. ↑
- Kopiar L 3 Bl. 124. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Veckerhagen. ↑
- Dem großen Hanse von Stogkhusen zcu dem Veckerhagen werden 1465 auf Befehl des Landgrafen 10 MI. partim verabfolgt (Amtsbuch S/556 Bl. 14). ↑
- Kopiar L 2 Nr. 64. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Veckerhagen. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/2 Bel.). Es ist allerdings nicht sicher, ob dieser Hans von Stockhausen mit dem gleichnamigen Schöneberger und Trendelburger Amtmann identisch ist. (Vgl. auch Anm. 32). ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nrr. 1216, 1217. ↑
- Urkk., Verträge mit Paderborn. ↑
- Kopiar 12 Nr. 7. – Kopp, Bruchstücke II S. 71 f. ↑
- Kopiar 8 Nr. 5. ↑
- Siehe Anm. 24. ↑
- Kopiar 8 Nr. 11. – Kopp, Bruchstücke II S. 73 f. ↑
- Kopiar 11 Nr. 23. ↑
- Kopiar L 2 Nr. 63. ↑
- Rechn. I, Melsungen (82/7 Bl. 20v., 22v., 23v.). ↑
- Urkk., Samtarchiv, Verträge mit Braunschweig (Gundlach). ↑
- Urkk., Samtarchiv Nachträge 0,216. – Hierfür gilt das Gleiche, wie das zu Anm. 21 Bemerkte, denn schon im August d. J. begleitete Hans von Stockhausen Landgraf Heinrich bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen (Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/6, 14, 16, 22). ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/2 Bel.). Die Quittung ist von Stockhausen eigenhändig. ↑
- Knetsch, Beiträge zur Genealogie des hessischen Fürstenhauses (ZHG 40, 1907) S. 288. – Gertrud war die Schwester der Margarethe von Holzheim, mit der Landgraf Ludwig II. mehrere unebenbürtige Kinder hatte (vgl. K. A. Eckhardt, Margarethe von Hessen in HJL 20, 1970). – Aus den daraus resultierenden engen persönlichen Beziehungen zwischen dem Landgrafen und Hans von Stockhausen (vgl. auch schon Anm. 5) erklärt sich wohl seine einflußreiche Stellung. ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 8
- HStAM Bestand K Nr. 11
- HStAM Bestand K Nr. 12
- HStAM Bestand L Nr. 2
- HStAM Bestand L Nr. 3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 4/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 12/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 82/7
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 99/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 106/11
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 106/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 107/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 107/11
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 107/13
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 845 f., Nr. 2965
- Eckhardt, Margarethe von Hessen, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 20 (1970), S. 143-205
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 263
- Küch, Eine Quelle zur Geschichte des Landgrafen Ludwig I., in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 43 (1909), S. 145-277
- Kopp, Bruchstücke zur Erläuterung der Teutschen Geschichte und Rechte, Teil 2, Cassel 1801
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
Nachnutzung
Rechtehinweise
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