Solms-Braunfels, Otto II. Graf von
geboren
22.1.1426 gestorben
29.6.1504 Beruf
Rat, Diener, SchiedsmannWirken
Lebensorte
Löhnberg
Familie
Vater
Solms-Braunfels, Bernhard II. Graf von, † 6.8.1459
Mutter
Isenburg-Büdingen, Elisabeth, † 1451
Partner
Nassau-Idstein-Wiesbaden, Anna von, (⚭ 1464) † 1480, Tochter des Grafen Johann II. von Nassau-Idstein-Wiesbaden
Verwandte
Solms-Braunfels, Bernhard III. Graf von <Sohn>, 1468-1547
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Erhält 1459 Oktober 28 von Graf Philipp von Katzenelnbogen einen Anteil an Burg und Stadt Löhnberg1 und leiht selbst 1463 Juli 13 Landgraf Heinrich III. 1000 fl., wofür die Stadt Grünberg bürgt2. 1464 August 14 kommen Graf Philipp und Landgraf Heinrich überein, die Urkunden und Pfandbriefe über die Mitgift von Graf Philipps Tochter Anna, Gemahlin des Landgrafen Heinrich, nicht mehr beim Frankfurter Rat, sondern bei Graf Otto zu deponieren3, den der Landgraf 1464 November 1 seinen Heimlichen nennt und gegen 300 fl. jährlich zum Rat und Diener bestellt4. Graf Otto ist einer der Schiedsleute Landgraf Heinrichs bei dem Brüdervertrag mit Landgraf Ludwig II. zu Spießkappel 1465 Mai 15 und bei dem Brüdervertrag von 1466 September 36. 1466 Dezember 11 schließt Graf Otto mit Graf Philipp von Katzenelnbogen, Reinhard, Herren von Westerburg und Schaumburg, und mehreren nassauischen Grafen ein lebenslängliches (Landfriedens)Bündnis7, dem 1468 Mai 3 zu Oberwesel auch Pfalzgraf Ludwig bei Rhein, Landgraf Heinrich III. und Markgraf Christoph von Baden beitreten8. Graf Otto gehört 1474/75 zu den hessischen Verteidigern der Stadt Neuß gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund9 und erhält 1475 November 25 für seine Schuldforderungen von Landgraf Heinrich alle aus Gericht und Stadt Grünberg fälligen Renten, bis die Schulden beglichen sind10. Im Oktober 1476 begleitet er den Landgrafen nach Magdeburg zur Einführung des neuen Erzbischofs Herzog Ernst von Sachsen11 und im August 1479 bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen12. 1488 November 10 rechnet der Marburger Kammerschreiber mit Graf Otto über seine gesamten Forderungen ab. Sie belaufen sich nach einer Abschlagszahlung von 5434 fl. noch auf 3410 fl. und 1200 fl. Dienergeld, insgesamt also auf 4610 fl.13. Im landgräflichen Dienst noch 1500 Oktober 2014, ist er 1501 Februar 27 einer der Schiedsleute Landgraf Wilhelms II. in dessen zehnjähriger Einung mit Erzbischof Johann von Trier15.
Erhält 1459 Oktober 28 von Graf Philipp von Katzenelnbogen einen Anteil an Burg und Stadt Löhnberg1 und leiht selbst 1463 Juli 13 Landgraf Heinrich III. 1000 fl., wofür die Stadt Grünberg bürgt2. 1464 August 14 kommen Graf Philipp und Landgraf Heinrich überein, die Urkunden und Pfandbriefe über die Mitgift von Graf Philipps Tochter Anna, Gemahlin des Landgrafen Heinrich, nicht mehr beim Frankfurter Rat, sondern bei Graf Otto zu deponieren3, den der Landgraf 1464 November 1 seinen Heimlichen nennt und gegen 300 fl. jährlich zum Rat und Diener bestellt4. Graf Otto ist einer der Schiedsleute Landgraf Heinrichs bei dem Brüdervertrag mit Landgraf Ludwig II. zu Spießkappel 1465 Mai 15 und bei dem Brüdervertrag von 1466 September 36. 1466 Dezember 11 schließt Graf Otto mit Graf Philipp von Katzenelnbogen, Reinhard, Herren von Westerburg und Schaumburg, und mehreren nassauischen Grafen ein lebenslängliches (Landfriedens)Bündnis7, dem 1468 Mai 3 zu Oberwesel auch Pfalzgraf Ludwig bei Rhein, Landgraf Heinrich III. und Markgraf Christoph von Baden beitreten8. Graf Otto gehört 1474/75 zu den hessischen Verteidigern der Stadt Neuß gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund9 und erhält 1475 November 25 für seine Schuldforderungen von Landgraf Heinrich alle aus Gericht und Stadt Grünberg fälligen Renten, bis die Schulden beglichen sind10. Im Oktober 1476 begleitet er den Landgrafen nach Magdeburg zur Einführung des neuen Erzbischofs Herzog Ernst von Sachsen11 und im August 1479 bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen12. 1488 November 10 rechnet der Marburger Kammerschreiber mit Graf Otto über seine gesamten Forderungen ab. Sie belaufen sich nach einer Abschlagszahlung von 5434 fl. noch auf 3410 fl. und 1200 fl. Dienergeld, insgesamt also auf 4610 fl.13. Im landgräflichen Dienst noch 1500 Oktober 2014, ist er 1501 Februar 27 einer der Schiedsleute Landgraf Wilhelms II. in dessen zehnjähriger Einung mit Erzbischof Johann von Trier15.
Nachweise
Fußnoten
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 5066. ↑
- Kopiar 5 Nr. 4 A 2. ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nrr. 5314, 5315. ↑
- Best. 2 IV Auswärtige Beziehungen: Solms-Braunfels. ↑
- Urkk., Samtarchiv Schubl. 75 Nr. 13. – Kopiar 8 Nr. 1. ↑
- Kopiar 8 Nr. 3. – Vgl. Kopp, Bruchstücke 2, 15. ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 5430. ↑
- Ebd. Nr. 5486. ↑
- Rechn. I, Grünberg (58a/5 Bel. zu 1475 November 3). ↑
- StA. Darmstadt, Gerichtsbuch von Grünberg 1 Bl. 23. ↑
- Rechn. I, Spangenberg (98/3 Bl. 43). ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/12, 14-16, 24. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/6 Bel.). Die Tournosen- und Hellerbeträge sind dabei hier nicht berücksichtigt. ↑
- Rechn. I, Felsberg (47/3 Bl. 29). ↑
- Kopiar 9 Nr. 41. ↑
Quellen
Literatur
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 763 f., Nr. 4179
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 825, Nr. 2897
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 2: 1418–1482, Wiesbaden 1954
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 255
- Kopp, Bruchstücke zur Erläuterung der Teutschen Geschichte und Rechte, Teil 2, Cassel 1801
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Solms-Braunfels, Otto II. Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22626_solms-braunfels-otto-ii-graf-von> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22626