Schwalbach, Volprecht von

 
belegt seit
5.6.1379
belegt bis
9.5.1407
Beruf
Ritter, Amtmann, Rat, Landvogt

Wirken

Lebensorte

Gießen

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, bekundet 1379 Juni 5, daß die 150 fl., die ihm Landgraf Hermann schuldet, von der Stadt Alsfeld übernommen worden sind1, im landgräflichen Dienst 1385 März 182, Juni 263. Sitzt 1386 April 25 in Gießen4 und wird 1389 Juli 19 von Landgraf Hermann zum Amtmann über die Schlösser Gießen und Cleen gesetzt5, landgräflicher Rat 1392 Februar 16, Landvogt [an der Lahn] 1393 April 217, 1394 April 88, 1395 August 209. Ist 1398 März 14 Bürge Landgraf Hermanns gegenüber Graf Heinrich von Waldeck, der damals dem Landgrafen Burg und Stadt Rhoden für 2000 Mark verpfändet hatte10 und erhält 1398 September 17 das Schloß Königsberg mit Zubehör amtsweise gegen die Hälfte der Amtsgefälle und aller Bußen, ausgenommen die über Hals und Hand11, dabei wird er Heimlicher genannt. 1398 Oktober 18 vergleicht er zusammen mit Henne von Weitershausen Graf Johann von Nassau mit Landgraf Hermann dahin, daß dieser an Graf Johann 1450 fl. zahlt12. 1404 März 2 quittiert er über den Ersatz aller Schäden und Verluste, die er [während des vergangenen Mainzer Krieges] in seinen Ämtern und Diensten erlitten hat13, 1407 Mai 9 entledigt ihn Ritter Frank von Kronberg einer Bürgschaftsverpflichtung, die er ihm gegenüber für Landgraf Hermann übernommen hatte14.

Nachweise

Fußnoten

  1. Urkk., Quittungen.
  2. Als an diesem Tage König Wenzel den dem Landgrafen Hermann verliehenen Freien Stuhl unter der Linde vor Grebenstein auf Bitte des Landgrafen an den Freigrafen Christian von Wollmars überträgt, ermächtigt er Volprecht, Christian zu vereidigen (Wenck, Hessische Geschichte II UB Nr. 424, 425). – 1384 Dezember 20 ist ein Volkmar (!) von Schwalbach im Dienst Landgraf Hermanns bezeugt (Rechn. I, Witzenhausen 114/2 Bl, 7).
  3. Rechn. I, Reichenbach (87/2 Bl. 22).
  4. Küch, Landgraf Hermann II. (ZHG 29, 1894) S. 55 Nr. 40.
  5. Gundlach zitiert das Schminckesche Diplomatarium Bd. 7 Bl. 344 f.
  6. Urkk., Gen.-Rep. Cassel.
  7. Wyß, DO-UB III Nr. 1253.
  8. StadtA. Wetzlar, Urkk. Nr. 564.
  9. Küch, Marburger Rechtsquellen I Nr. 56. – Nach Küch, Salbücher (ZHG 39, 1905) S. 161 war Volprecht von 1391–1395 Landvogt an der Lahn.
  10. Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 673.
  11. Urkk., Bestallungen. – Vgl. auch Struck, Wetzlar Nr. 550 (Amtmann 1398 Oktober 20).
  12. Urkk., Quittungen. Er heißt hier ausdrücklich Ritter, ist also nicht mit dem gleichzeitigen Junker Volprecht von Schwalbach zu verwechseln (siehe dort).
  13. Urkk., Quittungen (Ritter).
  14. Urkk., Quittungen (Ritter).

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schwalbach, Volprecht von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22520_schwalbach-volprecht-von> (aufgerufen am 14.04.2026)

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