Schorheim, Johann von

 
belegt seit
19.7.1347
belegt bis
17.3.1372
Beruf
Pleban, Kellner, Pfarrer, Rat

Wirken

Lebensorte

Bracht; Amöneburg

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Pleban in Bracht1, wird 1347 Juli 19 von Erzbischof Gerlach von Mainz mit der Erhebung der erzbischöflichen Gefälle in Hessen beauftragt und zugleich anstelle des bisherigen Amtsinhabers Otto von Nassau zum Kellner in Amöneburg eingesetzt2. Als Pleban in Bracht und Kellner in Amöneburg wird er auch 1347 November 53 und 1352 Dezember 214 von Erzbischof Gerlach bezeichnet. Richter des Mainzer Stuhles 1348 Januar 145. 1348 März 28 ist Johann, Pleban zu Bracht, Richter des Mainzer Stuhles und Amöneburger Kellner6. – Ob identisch mit dem Braacher Pleban Johann, dem Landgraf Heinrich II. 1353 August 24 einen halben Acker zur Erweiterung seines anstoßenden Hofes schenkt?7 und mit dem Braacher Pleban Johann, den die Landgrafen Heinrich und Otto 1357 April 13 als ihren secretarium dilectum bezeichnen, als sie seinen Schäfer und 6 Kolonen auf dem von ihm gekauften Hofe Marienrode des Klosters Hardehausen wegen seiner getreuen Dienste auf Lebenszeit von allen Steuern und Diensten befreien?8 1356 Januar 9 schlichtet Johann zusammen mit Ritter Simon von Homberg (siehe dort) und dem Borkener Pfarrer Hermann von Elnhausen die Streitigkeiten zwischen den Brüdern Johann und Hermann von Cappel und den Kindern und Erben des † (Kasseler Amtmanns) Eckebrecht von Grifte9. 1358 Dezember 19 verpflichten sich Graf Gottfried von Ziegenhain und seine Frau Agnes, wenn Landgraf Heinrich ihren Teil an Borken von ihnen einlösen will, ihrem lieben getruen frund und cappellan Johann von Schorheim, Pfarrer zu Braach, 150 Mark wiederzugeben10, 1359 Januar 25 wird Johann von Schorheim, Pleban zu Braach, in einer zweiten Urkunde des gleichen Tages in gleicher Sache von Landgraf Heinrich als sein Heimlicher und Kaplan bezeichnet11. 1369 September 29 bekundet Johann, daß er dem Abt des Kloster Cappel 10 Mark Silber für ein Pferd schuldet12! 1372 März 17 beendet Johann von Schorheim, Pfarrer zu Borken, seine bisherigen Zwistigkeiten mit Landgraf Heinrich in der Weise, daß er diesem gegen eine jährliche Gülte von 10 Mark die Hälfte von Borken, seinen Teil an Herboldeshusen und das Gericht Heckenhusen zurückgibt13.

Nachweise

Fußnoten

  1. Gundlach bezeichnet ihn als Pfarrer zu Braach.
  2. Otto, Mainzer Regg. Nr. 6183. Ob er identisch ist mit dem 1325 und 1329 genannten Scholaren und Schreiber des Amöneburger Kellners Johann? (vgl. Falk, Mainzer Behördenorganisation S. 104 Nr. 457).
  3. Otto a.a.O. Nr. 6197.
  4. Ebd. Nr. 6420. Es handelt sich um eine Urkunde des Klosters Breitenau mit dem Siegel Johanns. Dieses zeigt im Siegelfeld den hl. Martin zu Pferde, im Begriff seinen Mantel mit einem Bettler zu teilen. Die Umschrift lautet: + S(IGILLVM) JOH(AN)NIS CELL(ERARIVS) In AMEnEBVRG.
  5. Urkk., Depositum von Baumbach.
  6. Urkk., Kloster Hasungen.
  7. Urkk., Gen-Rep. Braach.
  8. Urkk., Gen.-Rep. Marienrode. – 1357 September 7 verkaufen Ritter Thiele von Berlepsch und seine Brudersöhne Kurt und Otto dem Braacher Pfarrer Johann von Schorheim ein Gut zu Oberellenbach (Gen.-Rep. Ellenbach).
  9. Urkk., Gen.-Rep. von Cappel.
  10. Urkundenabschrift, ursprgl. Gen.-Rep. Borken, dann zu den Urkundenabschriften gelegt.
  11. Urkk., Kloster Heydau.
  12. Urkk., Kloster Cappel.
  13. Urkk., Gen.-Rep. Borken mit dem Siegel Johanns, das im Siegelfeld einen Schild mit gegittertem Schildhaupt zeigt. Umschrift: + SSIGILLVM) IOh(ANN)IS D(E) SChORPhEYM – Am folgenden Tage: 1372 März 18 weist die Stadt Rotenburg auf Geheiß Landgraf Heinrichs Johann von Schorheim, Pfarrer zu Borken, die 10 Mark jährlicher Rente aus ihrer Beede an (Gen.-Rep. Rotenburg).

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schorheim, Johann von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22443_schorheim-johann-von> (aufgerufen am 20.04.2026)

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