Schöneberg, Heinrich Edler von

 
belegt seit
25.9.1391
gestorben
1428
Beruf
Pfandmitinhaber, oberster Amtmann, Rat, Kriegsteilnehmer

Familie

Vater

Partner

Büren, Maria von, belegt bis 1439

Verwandte

Spiegel, Jutta <Tochter>, in erster Ehe verheiratet mit Eckhard von Röhrenfurth, in zweiter Ehe mit Hermann Spiegel.

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Edler, Sohn Burkhards, mit dem er 1391 September 25 der Gesellschaft „Mit der Sichel“ (unter dem Protektorat Landgraf Hermanns von Hessen und Herzog Ottos von Braunschweig)1 beitritt2. Pfandmitinhaber der Sababurg mainzischen Anteils 1407 Februar 153. In hessischen Diensten zuerst nachweisbar 1413 September 204, als er für Landgraf Ludwig I. gegenüber den Brüdern Eckhard und Friedrich von Röhrenfurth für 1000 fl. bürgt. Hier heißt er oberster Amtmann von Hessen und steht als solcher beim Regierungsantritt Landgraf Ludwigs an der Spitze der Regierung5. 1414 leitet er den Krieg des Landgrafen gegen die Wettiner6 und erhält 1414 Juni 27 Ersatz für einen Teil seiner Schäden und Verluste aus dem Kriege gegen die Markgrafen7. Heimlicher und Rat Landgraf Ludwigs I. 1413 September 208, 1416 März9, 1421 Februar 110. 1421 August nimmt er am Zuge Landgraf Ludwigs gegen die Hussiten nach Böhmen teil11. Heimlicher und Rat 1426 Mai 2812, 1428 August 2213. Er ist damals an den schwierigen Ausgleichsverhandlungen Landgraf Ludwigs I. zur Beilegung der territorialen Streitigkeiten zwischen den Braunschweiger Herzögen beteiligt14 und stirbt als Letzter seines Geschlechtes noch im gleichen Jahr 1428, worauf seine Herrschaft an Hessen fällt15. – Seine Frau Maria geb. von Büren überlebt ihn bis mindestens 1439, seine einzige Tochter Jutta ist in erster Ehe mit Eckhard von Röhrenfurth, in zweiter Ehe mit Hermann Spiegel zum Desenberg verheiratet gewesen16.

Nachweise

Fußnoten

  1. Demandt, Corvey S. 166.
  2. Urkk., Samtarchiv Schubl. 52 Nr. 13.
  3. Urkk., Familien: von Schöneberg.
  4. Kopiar 4 Nr. 260. Bereits 1416 folgte ihm sein späterer Schwiegersohn Eckhard von Röhrenfurth im Amte des obersten Amtmanns (siehe dort).
  5. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 147. Auf Grund welcher Voraussetzungen oder Leistungen Heinrich diese damals höchste hessische Amtsstellung erreicht hatte, liegt im Dunkeln. Frühere Nachrichten über ihn in hessischen Diensten sind bisher nicht bekannt. Küch meint lediglich, daß bereits Landgraf Hermann die vormundschaftliche Regierung für Landgraf Ludwig I. bestimmt habe, doch weist er selbst darauf hin, daß die Ritterschaft die Vormundschaftsregierung übernahm (vgl. Nr. 3414 Anm. 5). Daraus erklärt es sich, daß nicht nur Schöneberg, sondern auch andere adelige Angehörige der vormundschaftlichen Regierung unvermittelt darin auftauchen (s. Nr. 647). – 1413 Oktober 10 kommt er mit Reinhard von Schwalbach und 200 Pferden nach Wolfhagen (Rechn. I, Wolfhagen, 115/1 Bl. 21v.).
  6. Ebd.
  7. Kopiar 4 Nr. 296.
  8. Siehe Anm. 4.
  9. Armbrust, Göttingen (ZHG 45, 1911) Nr. 110.
  10. Rechn. I, Frankenberg (48/1).
  11. Küch, Hussiten (ZHG 45, 1911) S. 279, 294.
  12. Urkk., Verträge mit Schöneberg.
  13. StA. Hannover: Celle Or. Des. 6, Sch. 5, Caps. 7 Nr. 11.
  14. Ebd.
  15. Urkk., Verträge mit Schöneberg.
  16. Vgl. A. Berg, Die Edlen von Schonenburg im Reinhardswald (HJL 20, 1970).

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schöneberg, Heinrich Edler von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22436_schoeneberg-heinrich-edler-von> (aufgerufen am 20.04.2026)

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