Schönberg, Burkhard Edler von
belegt seit
6.7.1359 belegt bis
8.5.1405 Beruf
Amtmann, Schiedsmann, Rat, Bürge, ObermannAndere Namen
Weitere Namen
Schöneberg, Borghard%von
Wirken
Lebensorte
Trendelburg; Immenhausen
Familie
Verwandte
- Schöneberg, Heinrich von <Bruder>
- Schöneberg, Kurt von <Vetter>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Edler, und sein Bruder Heinrich erhalten 1359 Juli 6 von Landgraf Heinrich II. 675 Mark auf die Stadt Kassel angewiesen1. 1372 August 23 werden Burkhard und sein Vetter Kurt von Schöneberg von den Landgrafen Heinrich und Hermann in die Ämter Trendelburg und Immenhausen und den Reinhardswald eingesetzt und müssen daraus für landgräfliche Kriege 50 Söldner (gewappent mit huben) auf eigene Kosten stellen, bis Ämter und Wald von den Landgrafen unter Schadloshaltung der Vettern von ihnen wieder eingelöst worden sind. Die Vettern dürfen den Reinhardswald nicht roden oder verwüsten und auch nur Holz für den eigenen Bedarf hauen lassen und müssen es mit Jagd und Fischerei gemäß der darüber ausgetauschten Urkunden halten2. 1377 tritt Burkhard an Landgraf Hermann Veckerhagen ab, das bisher die von Stockhausen von den Edlen von Schöneberg zu Lehen getragen haben3. 1378 April 11 ist er Schiedsmann in den Streitigkeiten Landgraf Hermanns mit Graf Johann I. von Nassau4. Burkhard ist Rat Landgraf Hermanns II. 1384 Juni 115 und anscheinend sein Heimlicher 1386 Januar 10 und Juli 166. 1386 Mai 12 benennt ihn Landgraf Hermann als seinen ersten Bürgen im Waffenstillstand mit Markgraf Balthasar von Meißen7. Gleichwohl gestattet Erzbischof Adolf von Mainz 1386 März 18 Burkhard, das Schloß Sababurg von Ludolf von Gladebecke einzulösen unter der Zusicherung, es während Burkhards Lebenszeit nicht wieder einzulösen; doch soll es nach seinem Tode an das Erzbistum zurückfallen und Burkhard gehalten sein, 100 Mark Silber an der Sababurg zu verbauen8. 1390 März 27 zählt er zu den landgräflichen Vertrauten, vor denen Ritter Eckebrecht von Grifte und Heinrich von Uschlag über die hochverräterischen Beziehungen Kasseler Patrizier zu Markgraf Balthasar von Meißen, Landgrafen zu Thüringen, aussagen9. 1391 September 25 gehört Burkhard, Ritter, mit Landgraf Hermann und Herzog Otto von Braunschweig zur „Guten Gesellschaft“ und der Vereinigung „Mit der Sichel“10. 1393 August 24 setzt ihn Landgraf Hermann in seiner Einung mit Graf Heinrich von Waldeck und dessen Sohn Adolf als Schiedsmann ein11. 1394 Juli 28 übergibt ihm und Ritter Kunzmann von Falkenberg Erzbischof Konrad von Mainz seinen Anteil der von Erzbischof Adolf von Mainz und dessen Verbündeten gegen Landgraf Hermann eroberten Schlösser Rotenburg, Melsungen und Niedenstein amtsweise mit dem Auftrag, sie gemäß den Verträgen zwischen Erzbischof Konrad und Landgraf Hermann an diesen wieder zu überantworten12. Als hessischer Obermann fungiert er im Bündnis zwischen Hessen, Mainz und Braunschweig von 1405 März 2013 und als hessischer Bürge in der Sühne zwischen Mainz und Hessen von 1405 Mai 814.
Edler, und sein Bruder Heinrich erhalten 1359 Juli 6 von Landgraf Heinrich II. 675 Mark auf die Stadt Kassel angewiesen1. 1372 August 23 werden Burkhard und sein Vetter Kurt von Schöneberg von den Landgrafen Heinrich und Hermann in die Ämter Trendelburg und Immenhausen und den Reinhardswald eingesetzt und müssen daraus für landgräfliche Kriege 50 Söldner (gewappent mit huben) auf eigene Kosten stellen, bis Ämter und Wald von den Landgrafen unter Schadloshaltung der Vettern von ihnen wieder eingelöst worden sind. Die Vettern dürfen den Reinhardswald nicht roden oder verwüsten und auch nur Holz für den eigenen Bedarf hauen lassen und müssen es mit Jagd und Fischerei gemäß der darüber ausgetauschten Urkunden halten2. 1377 tritt Burkhard an Landgraf Hermann Veckerhagen ab, das bisher die von Stockhausen von den Edlen von Schöneberg zu Lehen getragen haben3. 1378 April 11 ist er Schiedsmann in den Streitigkeiten Landgraf Hermanns mit Graf Johann I. von Nassau4. Burkhard ist Rat Landgraf Hermanns II. 1384 Juni 115 und anscheinend sein Heimlicher 1386 Januar 10 und Juli 166. 1386 Mai 12 benennt ihn Landgraf Hermann als seinen ersten Bürgen im Waffenstillstand mit Markgraf Balthasar von Meißen7. Gleichwohl gestattet Erzbischof Adolf von Mainz 1386 März 18 Burkhard, das Schloß Sababurg von Ludolf von Gladebecke einzulösen unter der Zusicherung, es während Burkhards Lebenszeit nicht wieder einzulösen; doch soll es nach seinem Tode an das Erzbistum zurückfallen und Burkhard gehalten sein, 100 Mark Silber an der Sababurg zu verbauen8. 1390 März 27 zählt er zu den landgräflichen Vertrauten, vor denen Ritter Eckebrecht von Grifte und Heinrich von Uschlag über die hochverräterischen Beziehungen Kasseler Patrizier zu Markgraf Balthasar von Meißen, Landgrafen zu Thüringen, aussagen9. 1391 September 25 gehört Burkhard, Ritter, mit Landgraf Hermann und Herzog Otto von Braunschweig zur „Guten Gesellschaft“ und der Vereinigung „Mit der Sichel“10. 1393 August 24 setzt ihn Landgraf Hermann in seiner Einung mit Graf Heinrich von Waldeck und dessen Sohn Adolf als Schiedsmann ein11. 1394 Juli 28 übergibt ihm und Ritter Kunzmann von Falkenberg Erzbischof Konrad von Mainz seinen Anteil der von Erzbischof Adolf von Mainz und dessen Verbündeten gegen Landgraf Hermann eroberten Schlösser Rotenburg, Melsungen und Niedenstein amtsweise mit dem Auftrag, sie gemäß den Verträgen zwischen Erzbischof Konrad und Landgraf Hermann an diesen wieder zu überantworten12. Als hessischer Obermann fungiert er im Bündnis zwischen Hessen, Mainz und Braunschweig von 1405 März 2013 und als hessischer Bürge in der Sühne zwischen Mainz und Hessen von 1405 Mai 814.
Nachweise
Fußnoten
- Verzeichnet in H 56i (Ausführung nicht wieder aufgefunden). ↑
- Urkk., Bestallungen. ↑
- Wenck, Hessische Geschichte II UB Nr. 421 Anm. 4. ↑
- Urkk., Verträge mit Nassau. ↑
- Wenck, Hessische Geschichte II UB Nr. 423. ↑
- Küch, Landgraf Hermann II (ZHG 29, 1894) S. 42, 43. ↑
- Posse, Cod. dipl. Sax. I B 1 Nr. 177. ↑
- Urkk., Familien: von Schöneberg. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Cassel. ↑
- Urkk., Samtarchiv Schubl. 63 Nr. 9 und Schubl. 52 Nr. 13. – Vgl. dazu Demandt, Corvey S. 166. ↑
- Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 11296. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Rotenburg. ↑
- Weizsäcker, Deutsche Reichstagsakten Nr. 476. ↑
- Ebd. Nr. 478. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 773, Nr. 2729
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 241 f.
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schönberg, Burkhard Edler von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22435_schoenberg-burkhard-edler-von> (aufgerufen am 12.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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